Zum Inhalt springen

Header

Zur Übersicht von Play SRF Audio-Übersicht

Ferientipps fürs Handy Was Sie vor einer Reise ins Smartphone «packen» sollten

Apps für unterwegs

Bevor die Reise losgeht, kann man sein Handy mit einigen nützlichen Funktionen ausstatten: Zum Beispiel bietet es sich an, in der Karten-App eine «Offlinekarte» der Destination herunterzuladen, damit man diese dann auch ohne Internet nutzen kann.

Zwei Frauen sitzen, eine schaut auf ein Tablet und die andere auf ein Smartphone, mit Gepäck neben ihnen.
Legende: Praktische Helfer, auch unterwegs: Smartphone und Tablet. imago images

Ebenso sollte man wichtige Dokumente wie Buchungsbestätigungen und Billetts direkt auf dem Handy speichern. Dasselbe funktioniert auch mit Musik, Podcasts, Games oder was man sonst gerne zur Unterhaltung auf Reisen dabei hat.

Praktisch sind auch Übersetzungsapps, die nicht nur als Wörterbuch funktionieren, sondern auch direkt mit dem Handy fotografierte Texte wie Speisekarten übersetzen können. Ausserdem kann man vor der Reise im Internet nachschauen, ob es lokale ÖV-Apps oder Alarm-Apps gibt, beispielsweise für Wetter und Erdbeben.

Apps für Unterwegs

Box aufklappen Box zuklappen

Übersetzungsapps mit Kamerafunktion:

  • Apple Translate
  • Google Translate
  • DeepL

Karten:

  • Google Maps
  • CoMaps
  • Osmand

Offlinekarte bei Google Maps, Schritt für Schritt:

  1. Google Maps öffnen
  2. Zur Zieldestination navigieren
  3. Oben rechts auf den runden Kreis mit dem Buchstaben drin tippen, um das Menu zu öffnen.
  4. «Offlinekarten» anwählen
  5. «Eigene Karte auswählen»
  6. Durch Zoomen Kartenausschnitt festlegen
  7. «Herunterladen»
  8. Die Karte bleibt nun für ein Jahr auch ohne Internet verfügbar.

Schutz vor Pickpockets

Wenn das Handy geklaut wird, ist das immer ärgerlich, und im Touristengedränge ist das Risiko besonders hoch. Deshalb sollte man vor einer Reise die wichtigsten Daten in einem Backup sichern.

Person mit Strohhut und violetter Jacke hält Karte, während eine Hand ein Telefon aus ihrem blauen Rucksack nimmt.
Legende: Für Handy und Portemonnaie gilt: Im Touristengedränge nie aus den Augen lassen und am besten vorne am Körper tragen. imago images

Sollte das Handy geklaut werden, wollen die Diebe häufig das Gerät entsperren – um an wertvolle Daten zu kommen oder um es weiterverkaufen zu können. Vor der Reise sollte man daher einen PIN festlegen. Sollte das Handy doch abhandenkommen, kann man probieren, es via «Find My Device» wiederzufinden und allenfalls auch zu sperren. Zusätzlich sollte man bei der Bank die E-Banking-Zugänge und digitalen Karten sichern, den Mobilfunkanbieter informieren und alle Passwörter ändern.

So funktioniert es

Box aufklappen Box zuklappen

Backup:

Eine Datensicherung kann man entweder auf einem anderen Gerät wie einem Laptop oder einer externen Harddisk machen, oder in einer digitalen Cloud – oder natürlich beides.

Wählt man die Cloud, sollte man unbedingt darauf achten, dass man auf einen vertrauenswürdigen Anbieter setzt, der die Daten «Ende-zu-Ende» verschlüsselt, zum Beispiel:

PIN:

Ein Passwort für das Gerät lässt sich in den Einstellungen setzen. Wo genau, ist je nach System unterschiedlich, am besten man nutzt die Suchfunktion und sucht nach «Pin» oder «Bildschirmsperre».

Der Pin kann eine kurze Zahlenfolge sein, ein Muster oder ein Passwort. Zusätzlich kann man viele Geräte auch per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung aufschliessen.

Gerät wiederfinden:

Der Standort des Geräts kann, wenn man den PIN dazu hat, per Webseite ermittelt werden.

Für Android gibt es alle Infos hier, für iPhones hier.

Achtung: Sicherheit geht vor, deshalb die Verfolgung der Diebe nicht selbst aufnehmen, sondern die lokale Polizei informieren.

Dienste sperren:

Wird das Handy geklaut, muss man davon ausgehen, dass die Diebe Zugriff auf alle Dienste haben. Deswegen sollte man Bank und Mobilfunkanbieter informieren. Ausserdem sollte man alle Passwörter ändern – am besten man arbeitet sich von den wichtigsten Diensten (z.B. E-Mail) zum unwichtigsten durch.

Ausserdem sollte man sich bewusst sein, dass die Diebe versuchen könnten, durch Tricksereien an den PIN zu gelangen, indem sie sich zum Beispiel als Kundendienst von Apple oder Google ausgeben («Phishing»).

Unterwegs surfen

Gratis-Internet gibt es fast überall – in Cafés, Flughäfen oder Hotels. Allerdings ist das nicht ganz ohne Risiko: Sind diese Netzwerke schlecht gesichert, könnten sie von Kriminellen ausgenutzt werden, um an unsere Daten zu gelangen.

Um nicht von öffentlichen Wlans abhängig zu sein, lohnt es sich, stattdessen vor der Reise beim Mobilfunkanbieter ein Datenpaket zu buchen, nach der Ankunft am Flughafen eine Prepaid-Simkarte zu kaufen oder aus dem Internet eine sogenannte «eSim» herunterzuladen. Dabei reicht es, wenn das eine Person der Reisegruppe erledigt und dann für die anderen einen «Hotspot» einschaltet.

Vor einer Reise ist zudem ein guter Zeitpunkt, sich ein «VPN» zuzulegen. Dieses bietet zusätzlichen Schutz beim Surfen.

Was sind Hotspots und VPNs?

Box aufklappen Box zuklappen

Wie schalte ich den Hotspot ein?

  • In den Einstellungen des Smartphones nach «Hotspot» suchen.
  • Hotspot-Name setzen: Damit finden die anderen der Gruppe die Verbindung. Am besten nicht Vor- und Nachname, sondern etwas anonymes wählen.
  • Hotspot-Passwort setzen: Unbedingt ein genug langes Passwort setzen, damit sich nicht fremde Menschen in den Hotspot einloggen können.
  • «Hotspot» einschalten
  • Jetzt können andere den Hotspot unter «Internet» sehen, genau wie sie andere Wlan-Netzwerke finden können.
  • Nach Gebrauch Hotspot wieder ausschalten (wegen Sicherheit und Akku).

Was ist ein VPN?

  • Ein «Virtual Private Network» leitet die Internetverbindung durch eine Art sicheren virtuellen Tunnel um.
  • Zum einen sind dadurch die Daten, die ausgetauscht werden, verschlüsselt und können von aussen nicht gesehen werden (wie der Verkehr in einem Tunnel eben).
  • Zum anderen läuft der Datenverkehr über einen dazwischengeschalteten Punkt statt direkt von unserem Gerät zur Webseite. So erhält der Webseitenbetreiber (oder Appanbieter) weniger Informationen – keine IP-Adresse und keinen Standort – über uns.
  • VPNs werden hauptsächlich eingesetzt, um die Internetverbindung sicherer und privater zu machen. Beliebt sind sie aber auch, um Ländersperren zu umgehen, zum Beispiel um Filme zu schauen, die im eigenen Land nicht verfügbar sind.
  • Achtung: In gewissen autoritären Ländern sind VPNs verboten!

Was sind gute VPN-Anbieter?

Da der VPN-Anbieter unseren ganzen Internetverkehr steuert, ist es wichtig, auf einen vertrauenswürdigen Anbieter zu setzen. Bekannte VPNs sind zum Beispiel:

  • ProtonVPN aus der Schweiz
  • Mullvad VPN aus Schweden

Einige Browser wie Firefox haben auch direkt ein VPN integriert, das man nur noch aktivieren muss.

Betrugsmaschen durchschauen

Auf Reisen lassen sich wunderbar die Sorgen zu Hause zurücklassen – bei der Cybersicherheit sollte man trotzdem vorsichtig bleiben, vor allem im Zusammenhang mit Hotelbuchungen. Immer wieder werden Hotels oder Buchungsplattformen gehackt und die Informationen für Betrügereien verwendet.

Erhält man daher eine E-Mail, die uns auffordert, eine Zahlung zu tätigen oder private Daten preiszugeben, sollte man zweimal hinschauen, auch wenn Name, Datum und Buchungsnummer stimmen.

Elektronik im Flieger

Im Flugzeug gelten strenge Regeln rund um elektronische Geräte: Handys und Laptops sollten in den Flugmodus gestellt werden, weil die drahtlose Verbindung die empfindliche Elektronik des Flugzeugs stören kann.

Internet im Flugzeug: Wie funktioniert das eigentlich?

Box aufklappen Box zuklappen

Moderne Passagierflugzeuge haben spezielle Antennen am Rumpf montiert, die sich über besiedelten Gebieten mit gewöhnlichen Mobilfunktantennen verbinden. Dieses mobile Internet steht den Passagieren dann über (oftmals kostenpflichtiges) Wlan zur Verfügung. Können keine Mobilfunksignale empfangen werden, wie zum Beispiel über dem Meer, wechselt die Verbindung zu Satelliten.

Die Geschwindigkeiten dieser Verbindungsmethoden sind oftmals ziemlich bescheiden: Für E-Mails und Chats reicht es, für Filme wird es knapp. Neue Satelliten und aufgerüstete Antennen sollen in den nächsten Jahren schnelleres Internet an Bord ermöglichen.

Powerbanks gehören ins Handgepäck vor die Füsse, damit man merkt, wenn sie sich erhitzen und zur Brandgefahr werden. Kabellose Kopfhörer dürfen zwar verwendet werden, aber erst nach dem Start. Generell gilt: Die Anweisungen der jeweiligen Fluggesellschaft befolgen.

Radio SRF 1, 6.7.2026, 11:10 Uhr

Meistgelesene Artikel