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Skifahren um jeden Preis – sollen Skigebiete offen bleiben?
Aus Forum vom 21.01.2021.
abspielen. Laufzeit 57:35 Minuten.
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«Forum» zu Corona-Massnahmen Alles fährt Ski – sollen Skigebiete offen bleiben?

Während fast alles andere im Land geschlossen ist, laufen Skilifte und Bahnen weiter. Ist das eine gute Idee?

Seit Montag gilt in der Schweiz ein weitgehender Shutdown. Restaurants, Kulturbetriebe, Sportanlagen sowie Läden für Güter des nicht-täglichen Bedarfs sind geschlossen. Es gilt die Homeoffice-Pflicht und es dürfen sich maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen. Der Bundesrat ruft dazu auf, die Kontakte drastisch zu reduzieren.

Tausende Menschen strömen in die Berge

Währenddessen locken offene Schweizer Skigebiete an sonnigen Wochenenden tausende Menschen in ÖV, Skibusse und Gondeln. Bilder vom Andrang an Seilbahnstationen und von überfüllten Zügen sorgten am Wochenende für Irritation.

Während Privatleben und Wirtschaft hart eingeschränkt werden, darf der Wintertourismus weitermachen. Zum Teil auch auf Kosten der Einheimischen, die wegen dem von Touristen eingeschleppten Virus Schulen schliessen und sich weitgehend abkapseln müssen.

Anstehen am Skilift: Ein Risiko oder vertretbar?
Legende: Anstehen am Skilift: Ein zu grosses Risiko oder vertretbar? Keystone

«Schutzkonzepte werden eingehalten»

Trotzdem wehren sich Skigebiete und Seilbahnverantwortliche vehement. Für Hans Wicki, Präsident von Seilbahnen Schweiz, ist die Forderung nach einer Schliessung ungerechtfertigt und ein «Medienhype». Die Schutzkonzepte würden eingehalten. Auch für viele Skifans ist ein mögliches Ski-Verbot wegen Corona keine Option.

Doch genau diese Diskussion sei nötig, vor allem mit Blick auf die möglicherweise ansteckenderen Virus-Mutationen, finden einige Politikerinnen und Politiker. Nationalrat Lorenz Hess der Mitte-Partei fordert, die Skigebiete jetzt für mindestens zwei Wochen zu schliessen, um die Skisaison wenigstens im Frühling zu retten.

In luftiger Höhe: Klar, frische Luft tut gut. Aber ist Skifahren mitten in der zweiten Welle sinnvoll?
Legende: In luftiger Höhe: Klar, frische Luft tut gut. Aber ist Skifahren mitten in der zweiten Welle sinnvoll? Keystone

Wintersportler sind nicht das Problem

Dabei sehen viele Kritiker nicht das Skifahren als Hauptproblem, sondern das Drumherum: Die Anreise, die Übernachtung, Warteschlangen bei Liftanlagen und die zusätzliche Belastung der Spitäler durch mögliche Unfälle. Dass Arbeitnehmende nicht mehr ins Büro dürfen, dafür aber problemlos Skifahren können, ist für viele absurd.

«Forum» auf Radio SRF 1

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In der Diskussionssendung «Forum» auf Radio SRF 1 diskutierten am Donnerstag, 21.01.2021, folgende Gäste mit Hörerinnen und Hörern:

  • Berno Stoffel, Direktor von Seilbahnen Schweiz
  • Lorenz Hess, Berner Nationalrat der Mitte-Partei

Radio SRF 1, Sendung «Forum», 21.1.2021, 20.03 Uhr

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90 Kommentare

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  • Kommentar von Manuela FORRER  (Mje)
    Bitte auch bedenken, dass nicht einfach auf eigene Faust das hochalpine Gelände begangen werden kann. Der Platz ohne Gebiete ist im Winter sehr begrenzt.
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  • Kommentar von Thomas Fluck  (flubu)
    Skifahren in Zeiten von Corona? Ja klar. Schützt die 1 % der Kranken und lasst die 99 %der Gesunden Bevölkerung in Ruhe. 2500 Personen sterben jedes Jahr an Keimen in der Schweiz (Quelle Beobachter) Keiner stört sich daran. Viren begleiten uns Menschen seit Gedenken. Nächsten Winter sterben wieder die Schwächsten an Grippe. Wollt ihr ewig leben? Lasst uns bitte ein lebenswertes Leben jetzt leben. Ab in die Natur.
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  • Kommentar von Ulrich Landeck  (Ulrich L.)
    "Skifahren findet in der schönen Natur statt!" So lautet ein Kommentar. "Und draussen Sein ist gesund!" meint Herr Stoffel. Vor kurzem sagte er sogar, die Bergbahnen seien ein Dienst an der Volksgesundheit. - Es wundert mich, dass DRS hier einem unbekümmerten Kapitalismus eine Platform bietet! Es geht um die zahlreichen Ansteckungsmöglichkeiten in den ÖVs, also auch in den Bergbahnen.
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