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Fussball-WM 2026 Beni Thurnheers beste Geschichten aus der WM-Gruppenphase

Mehrere Personen in einem Stadion, von denen einige Sporttrikots tragen.
Legende: Früher am Kommentatorenplatz, heute mitten unter den Fans: Beni Thurnheer verfolgt die Partie mit unveränderter Begeisterung. SRF/Beni Turnheer

Beni Thurnheer reist während der Fussball-WM von Stadion zu Stadion: Der Ex-Sportreporter erzählt von Erinnerungen an frühere Turniere über aktuelle Erlebnisse in den USA und Kanada bis hin zu persönlichen Erfahrungen und Eindrücken.

Bernard «Beni» Thurnheer

Ehemaliger SRF-Sportreporter

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Beni Thurnheer (76) prägte während 40 Jahren das Schweizer Radio und Fernsehen. Als Kommentator zahlreicher Fussball- und Eishockeyspiele sowie als Moderator der Unterhaltungssendungen «Tell-Star» und «Benissimo» wurde «Beni national» landesweit bekannt.

Heute ist Thurnheer als Autor tätig und engagiert sich als Botschafter der Krebsliga Schweiz.

Aufgeschmissen ohne Adapter

Wie es sich gehört, macht sich Beni vor der Reise in die USA reisefertig. Schliesslich muss an alles gedacht werden: Pass, Kreditkarte, Flugticket, Notfallmedikamente und Zahnbürste – vor allem aber darf der Adapter für die amerikanischen Steckdosen nicht fehlen!

Geht es mir auch grausam auf den Wecker, ich bin verloren ohne Stecker.
Autor: Beni Turnheer Ehemaliger SRF-Sportreporter

Dieser ist heute wichtiger denn je. Schliesslich befindet sich auf dem Handy nicht nur die obligatorische Einreisebewilligung, auch die Eintrittstickets für die Fussballspiele werden ausschliesslich digital übermittelt. «Geht es mir auch grausam auf den Wecker, ich bin verloren ohne Stecker!»

Umso ärgerlicher, dass der Adapter anfangs an die falsche Adresse geliefert wird. Doch ein Ersatz kommt rechtzeitig. Denn auch für die Übertragung seiner Gedanken ins heimische SRF-Studio in Zürich ist das Handy unverzichtbar. Nicht auszudenken, wenn es am Ende noch heissen würde: «Ohne Strom kein Mikrofon.»

Selbstgesteuert in LA

Den selbstfahrenden Autos, denen Beni in Los Angeles begegnet, faszinieren ihn. Fahrzeuge ohne Menschen am Steuer gehören hier längst zum Alltag.

Weisses Auto mit Kameras an einer Strassenkreuzung vor einem Café.
Legende: Taxi ohne Chauffeur in L.A.: Einsteigen und die Koffer einladen muss man zwar noch selbst. Dafür erübrigen sich Trinkgeld und Smalltalk. Imago/ANP

Ein echter Wow-Effekt: Die Autos halten selbstständig vor dem Zebrastreifen an und warten geduldig, bis alle Fussgänger die Strasse überquert haben. Viele dieser vollautomatischen Fahrzeuge sind Taxis, die scheinbar leer durch die Strassen fahren.

Back to the Future ist hier Realität
Autor: Beni Turnheer Ehemaliger SRF-Sportreporter

Als ihn wenig später auf dem Trottoir noch ein selbstfahrendes Lieferfahrzeug überholt, fühlt sich Beni tatsächlich in den Film «Back to the Future» aus den 1980er-Jahren versetzt. Nur: Diesmal ist es Realität.

Die weltweit schönsten Stadion

Stadien sollten in erster Linie eine grosse Kapazität haben, sicher sein, gut erreichbar und technisch auf dem neuesten Stand. Das Aztekenstadion in Mexiko fasziniert Beni Thurnheer aber auch optisch. Mit Stolz erinnert er sich daran, wie er dort 1986 das WM-Finale kommentieren durfte.

Bei diesem architektonischen Meisterwerk wurden sogar Sonneneinstrahlung und der nächtliche Sternenhimmel in die Planung einbezogen.

Benis einzige Befürchtung: Das Stadion könnte seit seinem letzten Besuch in die Jahre gekommen sein. Doch diese Sorge erweist sich als unbegründet. Im Hinblick auf die WM 2026 wurde die traditionsreiche Arena umfassend modernisiert.

Alte Herren im Fussball-Shirt

Schweiz gegen Bosnien-Herzegowina: Was für ein Spiel, was für ein Sieg! Beim 4:1-Erfolg der Schweizer Nati am 18. Juni jubelt auch Beni Thurnheer mit – nicht als Kommentator, sondern als Fussballfan.

Früher fand er es noch etwas peinlich, wenn ältere Herren im «Nati-Liibli» auf der Tribüne mitfieberten. Nun gehört er selbst dazu. Wenn die Schweiz im Ausland spielt, sei ein solches Fanshirt fast Pflicht, erklärt er augenzwinkernd. Sonst falle man unangenehm auf.

Vom Stadion in Inglewood, Kalifornien, ist Beni begeistert. «Überwältigend, grossartig», schwärmt er. Die Arena wirkt mit ihren rund zehn Stockwerken geradezu gigantisch. Besonders beeindruckt ihn die überdimensionale Videowand, die unter dem Stadiondach schwebt.

Auf dem Weg zu seinem Platz trifft er auf altbekannte Kollegen, Nachbarn und Bekannte – einige von ihnen wollten ursprünglich zu Hause bleiben, weil ihnen die Tickets zu teuer erschienen. Spätestens beim 4:1-Sieg der Schweizer Nati sind die Ausgaben aber vergessen.

Radio SRF 1, «De Beni Thurnheer goht id Verlängerig», 26.6.2026, 8:40 Uhr ; 

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