Zum Inhalt springen

Header

Zur Übersicht von Play SRF Audio-Übersicht

Jetzt aussäen Mehr als Deko: Diese Sommerblumen sind essbar – und nützlich

Sommerblumen können Gerichten eine besondere Note verleihen und Gärten vor Schädlingen schützen. Wer jetzt aussät, wird den ganzen Sommer über mit Blüten belohnt.

Sommerblumen verwandeln Garten, Balkon und Terrasse in duftende Oasen. Wer die Blütezeit voll auskosten will, kann jetzt mit der Anzucht beginnen.

Denn Sommerblumen können mehr als schön aussehen und betörend duften: Mit den richtigen Arten lassen sich sogar Schädlinge abwehren oder sommerliche Gerichte kreativ dekorieren und würzen.

Diese Blüten peppen die Sommerküche auf

Die Kapuzinerkresse gehört zu den bekanntesten essbaren Blütenpflanzen: Die grossen farbigen Blüten sind für ihren scharf-würzigen Geschmack bekannt. Sie eignen sich gut als Ergänzung in Kräuterbutter oder als Farbtupfer im Salat.

Die rankenden Sorten machen sich besonders gut am Gartenzaun oder am Balkongeländer, während buschige Sorten im Blumen- und Gemüsegarten ihren Platz finden. Damit sie viele Blüten bildet, ist die Pflege entscheidend: Die Kapuzinerkresse mag es mager; sie benötigt keinen Dünger, nur Wasser.

Wer es lieber fruchtiger mag, setzt auf die Gewürztragetes. Während die Blüten der «Lemon Gem» nach Zitrone schmeckt, erinnern jene der «Orange Gem»-Blüten an Mandarinenschalen. Beide eignen sich hervorragend für Kräuterquark, Kräuterbutter und Sommergetränke.

So funktioniert die Anzucht

Box aufklappen Box zuklappen

Sommerblumen vertragen die aktuellen Temperaturen gut und wachsen unkompliziert: Wer nicht warten will, kann sie bereits jetzt aussäen.

  1. Samen in Töpfchen oder Kistchen aussäen und im Freien aufstellen.
  2. Ab Mitte Mai, wenn die Keimblätter erscheinen, kann man sie auspflanzen.

Wer lieber Setzlinge kauft, kann bis Mai warten. In guten Gärtnereien findet man eine vielfältige Auswahl.

Auch die Gartennelke und die Bartnelke bestechen neben ihren leuchtenden Farben durch ihren Geschmack: Das Vanillearoma der Blüten macht sich gut als essbare Dekoration auf Crèmes, Kuchen, im Fruchtsalat oder als Basis für Sirup. Wichtig ist, davor den weissen Blütenansatz zu entfernen, da dieser bitter schmecken kann.

Eisbegonien und Knollenbegonien haben ebenfalls essbare Blüten, die für Pepp auf dem Dessert sorgen. Der säuerliche Geschmack passt aber auch besonders gut zu Fisch und Meeresfrüchten.

Mit Sommerblumen gegen Schädlinge vorgehen

Doch nicht nur als Hingucker im Beet, auch im Gemüsegarten haben die Sonnenblumen ihren Platz. Denn einige Sorten haben eine besondere Wirkung auf die Bodengesundheit und die Biodiversität.

  • Studentenblume gegen müde Böden: Die Tagetes patula, besonders die Sorte «Single Gold», hilft gegen schädigende Fadenwürmer im Boden. Ihre Wurzeln ziehen die Fadenwürmer an, schliessen sie ein und verhindern deren Vermehrung.
  • Steinkraut lockt Nützlinge an: Die niedrige Sommerblume mit weissen, rosa oder karminroten Blüten zieht Schwebfliegen und Florfliegen an. Deren Larven fressen massenhaft Blattläuse und Weisse Fliegen, die Gemüsepflanzen schädigen.
  • Ringelblumen schützen Tomaten: Die gelben Blüten locken Raubwanzen an, die Jagd auf Tomatenminiermotten, Spinnmilben und Weisse Fliegen machen. Die Raubwanzen stechen die Schädlinge mit ihrem Rüssel und saugen sie aus.
  • Sonnenblumen fördern Bestäubung: Sonnenblumen ziehen Hummeln an, die als einzige Insekten Tomaten bestäuben können. Zudem lockern ihre tiefen Pfahlwurzeln den Boden und machen ihn fruchtbar und krümelig.
  • Jungfer im Grünen als Schneckenbarriere: Die blau, rosa und weiss blühende Pflanze wird von Schnecken gemieden. Sie kann als natürliche Barriere rund um Gemüsebeete eingesetzt werden, um Salat und andere Pflanzen zu schützen.

Die schönsten Sommerblumen für den Strauss

Wer es lieber klassischer mag und die Sommerblumen für einen üppigen Blumenstrauss nutzen möchte, setzt auf Sorten mit langen und robusten Stielen.

Folgende Schnittblumen werden ab Ende April direkt in Garten- oder Blumenbeete gesät und halten sich später lange in der Vase.

Radio SRF 1, «Ratgeber», 20.4.2026, 11:08 Uhr

Meistgelesene Artikel