Sommerblumen verwandeln Garten, Balkon und Terrasse in duftende Oasen. Wer die Blütezeit voll auskosten will, kann jetzt mit der Anzucht beginnen.
Denn Sommerblumen können mehr als schön aussehen und betörend duften: Mit den richtigen Arten lassen sich sogar Schädlinge abwehren oder sommerliche Gerichte kreativ dekorieren und würzen.
Diese Blüten peppen die Sommerküche auf
Die Kapuzinerkresse gehört zu den bekanntesten essbaren Blütenpflanzen: Die grossen farbigen Blüten sind für ihren scharf-würzigen Geschmack bekannt. Sie eignen sich gut als Ergänzung in Kräuterbutter oder als Farbtupfer im Salat.
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Bild 1 von 15. Eisbegonien schmecken zitronig und erfrischend. Bildquelle: Silvia Meister.
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Bild 2 von 15. Die Gewürztagetes «Lemon Gem» hat zitronengelbe Blüten, während die violetten Blüte zum Patagonischen Eisenkraut gehören. Bildquelle: Silvia Meister.
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Bild 3 von 15. Nelkenblüten lassen sich gut zu Sirup verarbeiten. Bildquelle: Silvia Meister.
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Bild 4 von 15. Rankende Sorten der Kapuzinerkresse sind ideal für Gartenzäune und Balkongeländer. Bildquelle: Silvia Meister.
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Bild 5 von 15. Duftsteinrich als Einfassungspflanze im Gemüsebeet lockt Schwebfliegen an. Bildquelle: Silvia Meister.
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Bild 6 von 15. Ein dichtes Band von Jungfer im Grünen wehrt Schnecken ab. Bildquelle: Silvia Meister.
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Bild 7 von 15. Einfachblühende Ringelblumen bieten Nahrung für verschiedenste Insekten. Bildquelle: Silvia Meister.
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Bild 8 von 15. Rund um den Federkohl ziehen Ringelblumen Raubwanzen an, welche die Weissen Fliegen vertilgen. Bildquelle: Silvia Meister.
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Bild 9 von 15. Sonnenblumen locken Hummeln an und ihre Wurzeln sorgen für lockeren Boden. Bildquelle: Silvia Meister.
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Bild 10 von 15. Die Studentenblume «Single Gold» räumt mit schädlichen Fadenwürmern im Boden auf. Bildquelle: Silvia Meister.
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Bild 11 von 15. Kornblumen und Frauenmantel harmonieren gut im Blumenstrauss. Kornblumen werden am besten geschnitten, sobald sich die Blütenblätter öffnen. Bildquelle: Silvia Meister.
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Bild 12 von 15. Das Löwenmäulchen braucht einen sonnigen Standort und nährstoffreiche Erde. Am besten wird es geschnitten, wenn nur die unteren zwei bis drei Blüten geöffnet sind. Bildquelle: Silvia Meister.
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Bild 13 von 15. Ein kleiner Strauss mit Duftwicken bezaubert die Sinne: In der Vase sollten sie nur etwa drei Zentimeter tief im Wasser stehen. Bildquelle: Silvia Meister.
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Bild 14 von 15. Kosmeen gibt es in vielen Farben und Formen. Sie mag mageren Boden: Bei zu vielen Nährstoffen bildet sie nur Blätter und keine Blüten. Bildquelle: Silvia Meister.
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Bild 15 von 15. Wilde Rüebli «Papillon» geben dem Blumenstrauss Fülle und Luft. Wenn die Dolden weit geöffnet sind, ist der richtige Zeitpunkt zum Schneiden. Bildquelle: Silvia Meister.
Die rankenden Sorten machen sich besonders gut am Gartenzaun oder am Balkongeländer, während buschige Sorten im Blumen- und Gemüsegarten ihren Platz finden. Damit sie viele Blüten bildet, ist die Pflege entscheidend: Die Kapuzinerkresse mag es mager; sie benötigt keinen Dünger, nur Wasser.
Wer es lieber fruchtiger mag, setzt auf die Gewürztragetes. Während die Blüten der «Lemon Gem» nach Zitrone schmeckt, erinnern jene der «Orange Gem»-Blüten an Mandarinenschalen. Beide eignen sich hervorragend für Kräuterquark, Kräuterbutter und Sommergetränke.
Auch die Gartennelke und die Bartnelke bestechen neben ihren leuchtenden Farben durch ihren Geschmack: Das Vanillearoma der Blüten macht sich gut als essbare Dekoration auf Crèmes, Kuchen, im Fruchtsalat oder als Basis für Sirup. Wichtig ist, davor den weissen Blütenansatz zu entfernen, da dieser bitter schmecken kann.
Eisbegonien und Knollenbegonien haben ebenfalls essbare Blüten, die für Pepp auf dem Dessert sorgen. Der säuerliche Geschmack passt aber auch besonders gut zu Fisch und Meeresfrüchten.
Mit Sommerblumen gegen Schädlinge vorgehen
Doch nicht nur als Hingucker im Beet, auch im Gemüsegarten haben die Sonnenblumen ihren Platz. Denn einige Sorten haben eine besondere Wirkung auf die Bodengesundheit und die Biodiversität.
- Studentenblume gegen müde Böden: Die Tagetes patula, besonders die Sorte «Single Gold», hilft gegen schädigende Fadenwürmer im Boden. Ihre Wurzeln ziehen die Fadenwürmer an, schliessen sie ein und verhindern deren Vermehrung.
- Steinkraut lockt Nützlinge an: Die niedrige Sommerblume mit weissen, rosa oder karminroten Blüten zieht Schwebfliegen und Florfliegen an. Deren Larven fressen massenhaft Blattläuse und Weisse Fliegen, die Gemüsepflanzen schädigen.
- Ringelblumen schützen Tomaten: Die gelben Blüten locken Raubwanzen an, die Jagd auf Tomatenminiermotten, Spinnmilben und Weisse Fliegen machen. Die Raubwanzen stechen die Schädlinge mit ihrem Rüssel und saugen sie aus.
- Sonnenblumen fördern Bestäubung: Sonnenblumen ziehen Hummeln an, die als einzige Insekten Tomaten bestäuben können. Zudem lockern ihre tiefen Pfahlwurzeln den Boden und machen ihn fruchtbar und krümelig.
- Jungfer im Grünen als Schneckenbarriere: Die blau, rosa und weiss blühende Pflanze wird von Schnecken gemieden. Sie kann als natürliche Barriere rund um Gemüsebeete eingesetzt werden, um Salat und andere Pflanzen zu schützen.
Die schönsten Sommerblumen für den Strauss
Wer es lieber klassischer mag und die Sommerblumen für einen üppigen Blumenstrauss nutzen möchte, setzt auf Sorten mit langen und robusten Stielen.
Folgende Schnittblumen werden ab Ende April direkt in Garten- oder Blumenbeete gesät und halten sich später lange in der Vase.