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Abstimmungsvorlage Brauchen Velofahrerinnen und Velofahrer mehr Platz?

Das Velonetz und damit die Sicherheit für Velofahrerinnen und Velofahrer soll gestärkt werden. Das finden Bundesrat und Parlament. Deshalb gehöre die Förderung des Velonetzes in die Bundesverfassung, analog zu Fuss- und Wanderwegen. Am 23. September stimmt das Schweizer Stimmvolk darüber ab.

Legende: Audio «Forum»: Die ganze Sendung zum Nachhören abspielen. Laufzeit 54:13 Minuten.
54:13 min, aus Forum vom 16.08.2018.

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4 Fakten zum Velofahren

  • In der Schweiz fahren nur 7 bis 8 Prozent der Bevölkerung regelmässig Velo. In Deutschland sind es 12 Prozent, in Holland 36 Prozent. (Quelle: Tagesanzeiger)
  • Zwei Drittel der Schweizer Haushalte besitzen mindestens ein Velo. (Quelle: Velosuisse)
  • 2017 wurden in der Schweiz 338'000 Velos verkauft. Das sind 4,2 Prozent mehr als im Vorjahr. 90'000 davon sind E-Bikes. (Quelle: Velosuisse)
  • 4213. So viele Velofahrer und Velofahrerinnen verunfallten 2017. Davon rund 1000 schwer und 37 tödlich. (Quelle: ASTRA)

Das Fahrrad – neu entdecktes Verkehrsmittel

In den 1930er-Jahren war das Velo auf Schweizer Strassen noch ein Massenverkehrsmittel. In den 1950/1960er-Jahren wurde das Velo vom Auto bedrängt und letztlich verdrängt. Bis Schweizer Städte in den letzten Jahren das Fahrrad neu entdeckten. Als Lösung gegen Verkehrsspitzen und für die Minimierung des CO2-Ausstosses.

Zu wenig Platz für Velos?

Heute fahren nur 7 bis 8 Prozent der Bevölkerung regelmässig Velo. Kein Wunder, sagen die Vertreter von Pro Velo, der Lobby der Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer. Der Grund: Die Schweiz hinke punkto Velowegen und Velosicherheit den skandinavischen Ländern und Deutschland hinterher.

Velofahrer als Velorowdys

Städte haben in den letzten Jahren viel Geld in die Veloinfrastruktur gesteckt, um das Velofahren sicherer zu machen. So will man Tram- und Busbenutzer zum Umsteigen bewegen. Das sei ideologische Verkehrspolitik, bemängeln Kritiker, zudem nähmen sich die Velofahrer viel zu viel heraus. Velorowdys würden zunehmend Fussgänger gefährden.

Volksabstimmung am 23. September

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Ein Velofahrer auf einer Velospur.
Legende:Der Bundesbeschluss ist ein Gegenvorschlag zur Velo-Initiative.Keystone

Am 23. September kommt der Bundesbeschluss vor das Schweizer Stimmvolk, der Velo-, Fuss- und Wanderwege in der Bundesverfassung verankern will. Es ist ein Gegenvorschlag zur inzwischen zurückgezogenen Velo-Initiative. Der Passus stärke das Velowegnetz und bringe mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer, sagen die Befürworter. Die Gegner finden, eine Förderung durch den Bund sei unnötig.

Gäste in der Sendung

  • Susanne Brunner, Gemeinderätin SVP, Stadt Zürich
  • Dominique Metz, Veloplus AG

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