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Aus Forum vom 16.08.2018.
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Abstimmungsvorlage Brauchen Velofahrerinnen und Velofahrer mehr Platz?

Das Velonetz und damit die Sicherheit für Velofahrerinnen und Velofahrer soll gestärkt werden. Das finden Bundesrat und Parlament. Deshalb gehöre die Förderung des Velonetzes in die Bundesverfassung, analog zu Fuss- und Wanderwegen. Am 23. September stimmt das Schweizer Stimmvolk darüber ab.

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4 Fakten zum Velofahren

  • In der Schweiz fahren nur 7 bis 8 Prozent der Bevölkerung regelmässig Velo. In Deutschland sind es 12 Prozent, in Holland 36 Prozent. (Quelle: Tagesanzeiger)
  • Zwei Drittel der Schweizer Haushalte besitzen mindestens ein Velo. (Quelle: Velosuisse)
  • 2017 wurden in der Schweiz 338'000 Velos verkauft. Das sind 4,2 Prozent mehr als im Vorjahr. 90'000 davon sind E-Bikes. (Quelle: Velosuisse)
  • 4213. So viele Velofahrer und Velofahrerinnen verunfallten 2017. Davon rund 1000 schwer und 37 tödlich. (Quelle: ASTRA)

Das Fahrrad – neu entdecktes Verkehrsmittel

In den 1930er-Jahren war das Velo auf Schweizer Strassen noch ein Massenverkehrsmittel. In den 1950/1960er-Jahren wurde das Velo vom Auto bedrängt und letztlich verdrängt. Bis Schweizer Städte in den letzten Jahren das Fahrrad neu entdeckten. Als Lösung gegen Verkehrsspitzen und für die Minimierung des CO2-Ausstosses.

Zu wenig Platz für Velos?

Heute fahren nur 7 bis 8 Prozent der Bevölkerung regelmässig Velo. Kein Wunder, sagen die Vertreter von Pro Velo, der Lobby der Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer. Der Grund: Die Schweiz hinke punkto Velowegen und Velosicherheit den skandinavischen Ländern und Deutschland hinterher.

Velofahrer als Velorowdys

Städte haben in den letzten Jahren viel Geld in die Veloinfrastruktur gesteckt, um das Velofahren sicherer zu machen. So will man Tram- und Busbenutzer zum Umsteigen bewegen. Das sei ideologische Verkehrspolitik, bemängeln Kritiker, zudem nähmen sich die Velofahrer viel zu viel heraus. Velorowdys würden zunehmend Fussgänger gefährden.

Volksabstimmung am 23. September

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Ein Velofahrer auf einer Velospur.
Legende: Der Bundesbeschluss ist ein Gegenvorschlag zur Velo-Initiative. Keystone

Am 23. September kommt der Bundesbeschluss vor das Schweizer Stimmvolk, der Velo-, Fuss- und Wanderwege in der Bundesverfassung verankern will. Es ist ein Gegenvorschlag zur inzwischen zurückgezogenen Velo-Initiative. Der Passus stärke das Velowegnetz und bringe mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer, sagen die Befürworter. Die Gegner finden, eine Förderung durch den Bund sei unnötig.

Gäste in der Sendung

  • Susanne Brunner, Gemeinderätin SVP, Stadt Zürich
  • Dominique Metz, Veloplus AG

Online-Diskussion

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57 Kommentare

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  • Kommentar von Anna Stammer  (Stammbaum)
    Velofahrer bezahlen mit ihren Gemeindesteuern genau wie Autofahrer an alle Gemeindestrassen. Diese werden nämlich nicht von den Autosteuern bezahlt. Jeder Velofahrer, der x-mal weniger (Innerorts-)Strasse für sich beansprucht, bezahlt demnach weit überproportional an die Strasseninfrastruktur. Ein Velo braucht weit weniger Platz als jedes Auto, das im übrigen zu mehr als 95 % herumsteht (meist auf Gemeindestrassen). Darum ist es einfach auch legitim, Infrastruktur für Velofahrer zu fordern.
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  • Kommentar von Beat Jurt  (Jogi54)
    Was ich bis jetzt gehört habe, ist entweder pro Velo oder contra Velo. Ich persönlich bin 64 und habe keinen PW Ausweis und fahre seit ich 8 Jahre alt geworden bin Velo. Ich bin einverstanden, dass es etlichen Wildwuchs bei den Velölern gibt. Man könnte aber viel entspannen wenn man mal die nordischen Ländern, vor allem in Dänemark annehmen könnte. Es fehlt vielmals am Willen etwas ändern zu wollen. Das rechtsabbiegen ist und wäre mit einer speziellen Veloampelsteuerung möglich und sicher!
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  • Kommentar von Andreas Grimm  (Grimm)
    Velofahren im Früling Sommer und Herbst ist ja ok . doch wer garantiert mir dass die Velowegen auch im Winter Schnee und Eisfrei sind .. Viele Arbeitnehmer sind auf das Auro angewiesen.
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    1. Antwort von Daniela Furter-Wehrli  (Daniela Furter-Wehrli)
      In Dänemark werden die Velowege und Velostreifen als erstes von Schnee befreit. In der Schweiz wird der Schnee bei Kreuzungen auf den Velostreifen gekippt: da sieht man schon mal die Prioritäten. Alles unter 5km kann sehr gut mit dem Velo gefahren werden: für die Fitness, weniger Smog und weniger Staus: damit alle AutofahrerInnen Platz haben, die wirklich ihr Auto benötigen! Geht auch im Winter:-)