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Radio SRF 1 Alltag im All: Wenn Astronauten ihre Bilder und Gedanken teilen

Die erste Mondlandung ist legendär. Flimmernde Bilder von ganz weit weg und Neil Armstrongs berühmter Satz: «That's one small step for man, a giant leap for mankind.» Danach ist es ruhiger um die Männer und Frauen im All geworden – dabei kann man heute so viel von ihnen erfahren wie noch nie.

Tweets von Astronauten.
Legende: Aussergewöhnlicher Alltag: Die Astronauten verbreiten ihre Erlebnisse über soziale Netzwerke. Twitter (Collage)

Auch wenn die Euphorie der Pionierzeit vorbei ist, bleibt die bemannte Raumfahrt eines der grössten menschenmöglichen Abenteuer. Mitzuverfolgen, wie die Besatzung der Internationalen Raumstation ISS über den Dingen schwebt, war noch nie so einfach. Über Facebook, Twitter und Youtube verbreiten die Astronauten spektakuläre Bilder, spannende Experimente und persönliche Gedanken.

Ansichten eines Astronauten

Die ISS-Besatzung bricht zwar nicht zu fremden Planeten auf, sondern kreist «nur» in etwa 400 km Höhe um die Erde. Trotzdem ist es ein Abstand, der alles verändert. Denn wer die Erde so unter sich vorbeiziehen sieht, denkt automatisch um.

Die Astronauten der ISS sind weit genug weg, um die Einzigartigkeit der Erde im All zu erkennen, und nah genug dran, um Kriege, Explosionen oder Umweltzerstörungen zu sehen. Fast alle All-Rückkehrer beschreiben diesen Perspektivenwechsel in eindrücklichen Worten.

Aus dem Weltraum kann man keine Grenzen erkennen. Wir sehen bloß einen einzigartigen Planeten mit einer dünnen, zerbrechlichen Atmosphäre, der in der weiten Dunkelheit des Alls schwebt. Von hier oben wird einem klar, dass die Menschheit auf der Erde eins ist und wir dasselbe Schicksal teilen.
Autor: Alexander GerstAstronaut

Natürlich sind die Männer und Frauen nicht nur zum Philosophieren und Fotografieren im All, sie führen vor allem wissenschaftliche Experimente durch. Doch auch in dieser Disziplin lassen sie sich massentaugliche Demonstrationen einfallen und beantworten Fragen aus aller Welt über das Leben in der Schwerelosigkeit auf anschauliche Weise – wie hier Chris Hadfield, der auch als Sänger im All für Furore sorgte.

Wenn man im All ein Handtuch auswringt

Zum einen ist all das professionelle PR für das milliardenteure Projekt der bemannten Raumfahrt. Aber eben nicht nur. Denn dass die Astronauten die Begeisterung für ihre Erlebnisse teilen wollen und den Austausch mit uns «Erdlingen» schätzen, ist stets zu spüren. Schliesslich sehen und erleben sie Dinge, die kaum einem Menschen in seinem Leben vergönnt sind.

«Mars One» – Steve Schild würde für die Reise ins All alles aufgeben

Legende: Video Der Marsmensch abspielen. Laufzeit 22:00 Minuten.
Aus Reporter vom 04.01.2015.

, Link öffnet in einem neuen FensterWelch ein Antrieb Pioniergeist, Abenteuerlust und die Aussicht auf einen Platz in den Geschichtsbüchern sind, verdeutlicht derzeit das Projekt «Mars One»: Rund 200'000 Menschen aus aller Welt hatten sich beworben, Teil der ersten Siedlung auf dem Mars zu werden. Unter den letzten 100 Kandidaten für die lebensgefährliche Reise ohne Rückkehrmöglichkeit ist der 28-jährige Thurgauer Steve Schild. In der Sendung «Reporter» erfahren Sie mehr über ihn.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Susanne Elsener, Zürich
    betreffend Leben finden im All: wir haben soviele Probleme mit unseren "eigenen Fremden"(sh. Einwanderungsdebatte) was sollen dann noch die aus dem Weltall? Und was ist mit den Kleinstlebewesen aus dem Weltall, wir sind doch nur schon hilflos wenn ein aus der Fremde - von unserem Planeten - eingeschleppter Käfer unsere Pflanzen schädigt. Und solange soviele Kriege auf dieser Welt sind wegen Glaubensunterschiede sollte man das GEld besser in die Friedensforschung stecken als in den Weltraum.
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