Amazonas zwischen Thur und Rhein

Die sechste «Querfeldeins»-Etappe über 21 Kilometer startet am Samstag, 6. Juli in Andelfingen und endet in Eglisau. Die reine Wanderzeit beträgt rund 5 Stunden.

Wo die Thur und der Rhein zusammenfliessen, liegen die Thurauen. Das Gebiet ist mit 400 Hektaren das grösste Auengebiet im Schweizer Mittelland. Nicht die Grösse der Thurauen zwischen Eggrank und Thurmündung allein machen dieses Gebiet einzigartig, sondern vor allem die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt und die Renaturierung. Durch sie wurde die Dynamik der Thur im Mündungsbereich wieder hergestellt.

Der Flussregenpfeifer - einer von vielen

Über 50 Vogel- und Schmetterlingsarten leben in den Thurauen, so ist auch der Flussregenpfeifer, wieder zurückgekehrt. Zudem befinden sich dort die wichtigsten Laichgebiete des Laub- und Springfrosches und gleich mehrere Biberfamilien haben ihr Zuhause eingerichtet. Das imposante Naturgebiet erinnert an den Amazonas. Vorallem dann, wenn bei Hochwasser ein Teil der Auenlandschaft überflutet wird.

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Die Thur im freien Fluss

5:32 min, aus Einstein vom 11.9.2008

Festung Ebersberg - in Handarbeit erbaut

Auf der sechsten und letzten «Querfeldeins»-Etappe erkunden wir das Gebiet zwischen Andelfingen und Eglisau. In den Thurauen angelangt, führt der Wanderweg zum Ebersberg. Hier an der Kantonsgrenze Zürich-Schaffhausen stossen wir auf die gleichnamige militärische Festung, die zum Schutz der Nordgrenze während des zweiten Weltkrieges 1938/40 gebaut worden ist.

Die Festung «Ebersberg» ist die grösste im Kanton Zürich und kann heute öffentlich besucht werden. Über Rüdlingen entlang dem Rhein geht es nun um den Buchberg herum Richtung Eglisau. Der Zieleinlauf im hübschen Altstädtchen von Eglisau bildet den Abschluss der einwöchigen «Querfeldeins»-Entedckungsreise mit Reto Scherrer .