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Armut im Alter Ergänzungsleistungen: Ein Grund sich zu schämen?

Über 320'000 Personen in der Schweiz beziehen Ergänzungsleistungen. Die meisten sind Rentnerinnen und Rentner, bei denen die AHV zum Leben nicht reicht. Die Zahl nimmt Jahr für Jahr zu. Was tun, um diese Entwicklung zu stoppen? In der Sendung «Forum» diskutierten Gäste mit Hörerinnen und Hörern.

Legende: Audio «Forum»: Die Sendung zum Nachhören abspielen. Laufzeit 56:21 Minuten.
56:21 min, aus Forum vom 20.09.2018.

Wer die grundlegendsten Lebenskosten nicht decken kann, hat Anspruch auf Ergänzungsleistungen (EL). Wem die AHV nicht reicht, um sorgenfrei älter zu werden, kann auf staatliche Hilfe zählen. Viele Menschen in der Schweiz – auch IV-Bezüger - nehmen diese Leistungen in Anspruch, darunter besonders viele Frauen. Das geht ins Geld: Lagen diese Kosten im Jahr 2000 noch bei rund 2,3 Milliarden ist der Betrag nun doppelt so hoch.

National- und Ständerat beraten gegenwärtig Massnahmen, wie der Geldfluss in der EL abgebremst werden kann. So soll bestraft werden können, wer zu viel Vermögen ausgibt und später staatliche Hilfe in Anspruch nehmen will. Stattdessen sollen die Zuschüsse an Mieten für Bedürftige erhöht werden. Auch wird diskutiert, über wie viel Vermögen man noch verfügen darf, wenn man Ergänzungsleistungen beantragt.

Die Gäste in der Sendung «Forum»

  • Reto Wyss, Zentralsekretär beim Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SGB)
  • Andreas Dummermuth, Geschäftsleiter Ausgleichskasse/IV-Stelle Kanton Schwyz

Das Feilschen um die Ergänzungsleistungen ist im Gang. Hinter Zahlen und Tabellen verstecken sich jedoch persönliche Schicksale von Menschen, die im Alter um jeden Rappen kämpfen. Ergänzungsleistungen sind ein grosses Tabu. Bezüger schämen sich oft, solche zu beziehen.

Hörerinnen und Hörer diskutierten in der Sendung «Forum» mit den Gästen: Was soll man tun, wenn die AHV nicht mehr reicht? Sind Ergänzungsleistungen zu wenig zum Leben oder gerade genug zum Überleben?

38 Kommentare

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  • Kommentar von Josef Hollenstein (Seho)
    Bei selbst bewohnter Liegenschaft gibt`s zus. Freibeträge, je nach dem, 112`500 oder Fr. 300`000.-. (Das wiegt den Eigenmietwert nie auf). Siehe Merkblatt 5.01 Ergänzungsleistungen zur AHV / IV. Zudem wird für den Liegenschaftswert nicht mit dem Marktwert , sondern nur mit dem Steuerwert gerechnet, welcher merklich tiefer ist! Der Vorschlag keine zus. Freibeträge, dafür Rückzahlung aus dem Erbe entspr. der Gleichberechtigung und der Besitzer kann auch bis zum Ende im Haus bleiben. J.H.
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  • Kommentar von Gregor Ricciardi (Kakadu)
    Auf EL besteht ein Rechtsanspruch! Es sind einzig Anspruchsvoraussetzungen zu erfüllen. Zudem sind die Begriffe AHV,PK und EL nicht zu vermischen. AHV und PK äufnen sich vorwiegend aus Arbeitnehmer-/Arbeitgeberbeiträgen und können somit nicht einfach irgendwem verteilt werden. EL finanzieren sich durch Steuergelder. Vermögen verschenken, PK-Gelder auszahlen lassen und innert Kürze verbrauchen und dann EL beziehen geht gar nicht. Wer die Vorsussetzungen erfüllt erhält ohne Probleme EL.
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  • Kommentar von Doris Friedrich (Severine)
    Ich fand auch dass alles genau so ist... Habein Geriatrie gearbeitet und miterleben müssen, wie gebetelt MUSSTE. Aber nebst den Älteren, komme noch die jungen Behinderten dazu. Wir betreuen unsere jüngste Tochter,93 geboren, daheim mit Assistenzbudget.Da kommen, obwohl sie kein Vermögen hat, Kosten auf Eltern hinzu, die wir niemals stemmen können. Sie wohnt, kostenlos, daheim, füllt mit, Inkontinenz 1.Contaier/Wo. Behind. BUS neu ansch. Ist Elternsache... Wo ist da der Sinn
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