Auma Obama: «Der Name hilft. Er öffnet Türen.»

Auma Obama war zusammen mit der ehemaligen Skirennfahrerin Ariane Ehrat zu Gast in der Talksendung «Persönlich» bei Daniela Lager in Pontresina.

Barack Obama mit Halbschwester Auma Obama. Er umarmt sie. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Verwandt: Barack Obama besucht zusammen mit Auma das Land Kenia im Jahr 2015. Keystone

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Ausgebucht

Die Sendung «Persönlich» wurde aus organisatorischen Gründen am Samstag 21. Januar 2017 in Pontresina aufgezeichnet und wie gewohnt am Sonntag ausgestrahlt.

Auf der schlichten Internetseite von Auma Obama deutet nichts darauf hin, dass sie mit einem der mächstigsten Männer der Welt verwandt ist. Einzig ein kurzer Satz bestätigt die Verbindung zwischen Auma und Barack Obama.

Eine Familie aus dem Stamm der «Luo»

Auma Obamas Karriere ist beachtlich: Sie ist als Vortragsrednerin und Publizistin tätig, studierte Germanistik und Soziologie in Heidelberg (gegen den Willen ihres Vaters) und promovierte 1996 an der Universität Bayreuth.

Auma Obama ist 1960 in Nairobi geboren. Sie und Barack Obama haben zwar den gleichen Vater, aber unterschiedliche Mütter. Trotzdem nennt sie ihn «Bruder» und nicht «Halbbruder». Denn die Obama-Familie gehört dem Stamm der «Luo» an – und dort gibt es diese Unterscheidung nicht.

«  Er braucht mir nicht zu helfen, ich kann das selber. »

Auma Obama
in der Zeitung «Die Welt» im Jahr 2014

Barack und Auma Obama trafen sich zum ersten Mal in Chicago im Jahr 1984. Er war damals 24 Jahre alt.

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Die Gäste

Ariane Ehrat mit Kappe und Skianzug

Ariane Ehrat zu Gast im «Persönlich» Keystone

In der Talksendung «Persönlich» lernen sich Auma Obama und die ehemalige Skirennfahrerin Ariane Ehrat bei Daniela Lager kennen. Die ehemalige Spitzenfahrerin im Schweizer Skiteam hat sich im Alpentourismus einen Namen gemacht: Erst für die Bergbahnen Flims/Laax, und dann als CEO der Tourismusorganisation Engadin St. Moritz.

Auma Obama kam nach Deutschland als sie im Gymnasium in Kenia ein Angebot für einen Deutschunterricht bekommen hatte. Sie reiste mit einem Stipendium nach Deutschland und musste sich im weissen Europa erst einmal durchsetzen. «Vieles war neu, aber ich habe mich in diese neue Kultur hineingelebt», sagte sie in der Sendung «Aeschbacher» im Jahr 2011. Sie sei eine Kämpfernatur.

In ihrem Buch «Das Leben kommt immer dazwischen. Stationen einer Reise», schildert sie ihre Familiengeschichte. Zum Beispiel, dass Auma vorwiegend in englisch geprägten Internaten aufwuchs, und die Sommermonate bei der Grossmutter auf dem Land verbringen durfte.

Heute ist Auma Obama viel unterwegs. In Ihren Projekten und Vorträgen widmet sie sich vor allem benachteiligten Kindern und Jugendlichen. Hilfe von ihrem Halbbruder wolle sie jedoch nicht, sagte sie der deutschen Zeitung «Die Welt». «Er braucht mir nicht zu helfen, ich kann mir selbst helfen.» Dennoch: «Der Name hilft, er öffnet Türen.»

«Persönlich»-Aufzeichnung in Pontresina

In der Talksendung «Persönlich» traf Auma Obama auf die ehemalige Skirennfahrerin Ariane Ehrat. Die ehemalige Spitzenfahrerin im Schweizer Skiteam hat sich im Alpentourismus einen Namen gemacht: Erst für die Bergbahnen Flims/Laax, und dann als CEO der Tourismusorganisation Engadin St. Moritz.

Video «Auma Obama» abspielen

Auma Obama bei «Aeschbacher»

16 min, aus Aeschbacher vom 7.4.2011