Blackout: Wenn der Strom ausfällt

Fällt der Strom aus, sitzen wir weit mehr als nur im Dunkeln. IT, Telekommunikation und Transport funktionieren nicht mehr. Heizungen, Kühlsysteme und Wasserversorgung fallen aus. Stromausfälle haben in unserer technologisierten Welt gravierende Folgen. Unvergessen ist etwa der SBB-Blackout 2005.

Stromausfälle in der neueren Geschichte

Die Welt ist hochtechnologisiert und vernetzt. Das bringt viele Vorteile, macht uns aber auch abhängig – insbesondere vom Strom. Erst im Dezember legte ein Stromausfall grosse Teile der Stadt Zürich lahm, darunter der Hauptbahnhof mitten im Morgenverkehr. Über 21'000 Stromanschlüsse waren betroffen. Auch im Radiostudio Zürich herrschte ungewollte Weihnachsstimmung.

Der legendäre SBB-Blackout 2005

Passanten sitzen auf dem Perron am Boden und vertreiben sich die Zeit mit Lesen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Schweiz steht still Passanten im HB Zürich während des grossen SBB-Blackouts am 22. Juni 2005. Keystone

In der neueren Geschichte gab es immer wieder spektakuläre Stromausfälle. Unvergessen ist hierzulande der SBB-Blackout im Jahr 2005, als die Schweiz stillstand. In Indien waren im Jahr 2012 370 Millionen Menschen von einem gigantischen Stromausfall betroffen. 2009 legte ein Stromausfall in Brasilien die Millionenstädte Rio de Janeiro und Sao Paulo lahm. Und 2004 versetzte ein Stromausfall in Athen einen Monat vor den Olympischen Spielen die Organisatoren in Alarmbereitschaft.

Wenn das Eichhörnchen schuld ist

Zusatzinhalt überspringen

Was, wenn der Strom ausfällt?

Panik vor einem grossflächigen Stromausfall ist nicht angesagt, sich Gedanken machen aber schon. Fachkräfte suchen am 19. Januar 2016 am Kongress «Blackout: Was ist planbar?» in Dübendorf nach Antworten auf Fragen, die sich in einem Blackout-Szenario stellen. Und immerhin ist eine Strommangel-Phase das aktuell höchste Bedrohungsrisiko der Schweiz.

Zuweilen haben Stromausfälle tierische Ursachen. In den Niederlanden sassen 2011 60'000 Haushalte im Dunkeln – dank Glücksbringer Storch, der mit einem Artgenossen stritt. Das erinnert an die schwarzen Schweizer Bildschirme im Jahr 2008, während der Abschlussfeier der Olypmischen Spiele in Peking. Ein Eichhörnchen hatte damals Radio und Fernsehen lahmgelegt.

Im selben Jahr mussten auch die europäischen Fussballfans leiden. Ein Stromausfall im internationalen Fernsehzentrum der UEFA in Wien verärgerte an den Fussball-Europameisterschaften 2008 während des Halbfinals zwischen Deutschland und der Türkei Millionen von Fans am Bildschirm. Nur in der Schweiz blieb man dank der eigenen Glasfaserleitung vom Ausfall verschont.

Stromausfall in der Polizei-Alarmzentrale

Nicht nur ärgerlich, sondern geradezu verheerend ist es, wenn die Polizei-Alarmzentrale aussteigt, so geschehen 2001 im Kanton Baselland. Und ob der Unbekannte 2002 in Biel (BE) die Folgen seiner Aktion vorausgesehen hatte, wissen wir nicht. Gewiss ist indes: Mit einem gestohlenen Auto raste er in einen Stromverteilerkasten. Ein ganzes Quartier war während zweieinhalb Stunden ohne Strom.

Stromausfall – was sind die Folgen?

Fällt der Strom aus, sitzen wir weit mehr als nur im Dunkeln. Menschen stecken in öffentlichen Verkehrsmitteln und Liften fest. Heizungen und Kühlschränke steigen aus, Bildschirme werden schwarz. Am Hahn gibts kein Wasser, an Bankomaten kein Geld, an Tankstellen kein Benzin mehr. Dauert der Unterbruch länger, haben bald auch Spitäler und andere notstromversorgte Institutionen ernsthafte Probleme.

Was, wenn in der Schweiz der Strom ausfällt?

Sendungen zu diesem Artikel