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Bon Jovi in Zürich
Legende: Jon Bon Jovi im Stadion Letzigrund: Der Rockstar weiss auch mit 57 Jahren noch, wie er die Massen bewegen kann. Keystone
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Radio SRF 1 Bon Jovi in Zürich: So geht Stadionrock

Mit Bon Jovi spielte am Mittwoch, 10. Juli 2019, eine der erfolgreichsten Bands der 80er und 90er im Stadion Letzigrund in Zürich. Die Schweizer Fans wünschten sich ein Rock-Sommernachtsfest. Diesen Erwartungen wurde die Show im Rahmen der «This House Is Not For Sale Tour» absolut gerecht.

Sechs Jahre mussten sich Fans hierzulande gedulden, bis sie die US-amerikanischen Rocklegenden wieder live in der Schweiz sehen durften. Seit Ende Mai ist die Band aus New Jersey mit ihrem bereits im November 2016 erschienen 13. Studioalbum «This House Is Not For Sale» auf Tour durch Europa. Zum ersten Mal seit 2011 gastierte sie dabei wieder im Stadion Letzigrund in Zürich.

Alles, was das Fanherz begehrt

Das aktuelle Album spielte in der rund zweistündigen Show nur eine Nebenrolle. Mit dem Titeltrack «This House Is Not For Sale» gleich zu Beginn und dem Song «Roller Coaster» spielten Bon Jovi lediglich zwei Songs ab ihrer letzten Platte.

Im Zentrum standen ihre grossen Hits. Und von denen gab es für die Bon-Jovi-Fans im Zürcher Sportstadion – gemäss Veranstalter waren es 40'000 – reichlich: Klassiker wie «Runaway», «Keep the Faith», «Wanted Dead or Alive» oder «Livin’ on a Prayer» wurden vom Schweizer Publikum frenetisch gefeiert.

Auch ihr Schweizer Nummer-eins-Hit «It’s My Life» fehlte nicht auf der Setliste. «Always», der zweite Nummer-eins-Hit in der Schweizer Hitparade, liessen Bon Jovi diesmal aus.

Jon Bon Jovi in Hochform

Auch mit 57 Jahren ist Bandleader Jon Bon Jovi kein bisschen müde und weiss nach wie vor genau, wie er die Massen bewegen kann. Mit seinem schelmischen Grinsen wickelte er seine Fans um den Finger, brachte sie mit grossen, dramatischen Gesten zum Jubeln und hatte sie im Nu im Sack. Sein unermüdlicher physischer Einsatz liess zudem auch gelegentliche Intonationsprobleme gleich wieder vergessen.

Eindrücklich inszeniert war auch die Sitzplatz-Choregorafie während «We Weren't Born To Follow». Der ganze Sitzplatzsektor wurde in die US-amerikanische Flagge verwandelt. Darin eingebettet das Transparent «Bon Jovi Forever».

Star-Spangled Banner: Die Schweizer Fans ehrten ihre Lieblingsband mit einer gelungenen Choreografie.
Legende: Star-Spangled Banner: Die Schweizer Fans ehrten ihre Lieblingsband mit einer gelungenen Choreografie. SRF

Unterstützt wurde der mittlerweile ergraute Beau Jon Bon Jovi nicht nur von seiner wuchtigen Band in bester Spiellaune. Auch die Bühnenshow sorgte für die richtige Prise Hollywood. Etwas, das bei einer der erfolgreichsten Rockbands aller Zeiten, mit weltweit über 130 Millionen verkauften Tonträgern, auf keinen Fall fehlen darf.

Mit riesigen Bildschirmen wurde die Bon-Jovi-Show in Zürich unaufgeregt, aber stimmungsvoll visuell in Szene gesetzt. Während «Lost Highway» reisten die Konzertbesucher beispielsweise durch die rostroten Weiten Utahs und Arizonas. Bei «Lay Your Hands On Me» verwandelte sich die Bühne in eine Kirche mit farbigen Fenstern.

Ein Konzerterlebnis für Generationen

Die Konzertbesucher im Zürcher Stadion Letzigrund waren bunt gemischt. So standen Rocker in schwarzen Bandshirts neben Teenagergrüppchen oder Pärchen jeden Alters neben Eltern mit ihren kleinen, meist aber bereits erwachsenen Kindern. Gemeinsam liessen sie sich von den Gitarren-Hymnen mitreissen, streckten ihre Arme in die Luft und feierten zusammen mit Bon Jovi begeistert ein Rock-Sommernachtsfest. Bon Jovi in Zürich - so geht Stadionrock.

18 Kommentare

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  • Kommentar von Cassandra Stempfel  (Cassey Stempfel)
    Wenn ich so eine Beurteilung lese, frage ich mich doch, ob ich gestern am falschen Ort war.
    Bon Jovi hat vom ersten Song an nur tief gebrummelt und abgehackte Wörter ohne jegliche Melodie rausgewürgt. Er hatte sichtlich mühe, seine Parts zu singen und wurde auch nach wenigen Worten sofort von seiner Band gesanglich unterstützt bzw auch sehr übertönt, damit das Debakel nicht zu sehr auffällt. Ich hoffe, er weiss, was er an seiner Band hat. Hauptsache, die Zähne haben gestrahlt.
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  • Kommentar von Moritz Ruckstuhl  (Moritz Ruckstuhl)
    "Bon Jovi in Höchstform?" Da versteht Ihr nun aber wirklich nicht viel von Musik. Das Konzert gestern war eine gesangliche Katastrophe. Bon Jovi trifft die Töne nicht mehr, bringt keine hohen Gesangsteile mehr zu stande und hinkte mit seinem Gesang dem Takt oft hintennach.
    Ganz im Gegensatz zum Rest der Band. Die Backing-Vocals und die Gitarren- und Keyboard Solis waren absolut top und Phil Xenidis aus meiner Sicht ein würdiger Nachfolger von Richie Sambora.
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  • Kommentar von Jean-Pierre E. REINLE  (Jean-Pierre E. Reinl)
    Danias Dietziker geht mit keinem Satz auf den - bei aktueller Tournee erstmals mit dabei - Ersatzgitarristen für Mitgründer- und Saitenzauberer Richie Sambora ein: Notabene ist letzterer auch kompositorisch massgeblich für eingangs vermerkte Alltime Hits der Band verantwortlich! Denn in den unter youtube.com zu Beginn der Tour gesichteten Live-Videos gelangt "der Neue" bei Weitem nicht an Richie S. 'ran (und John B.J. selbst wirkt darin seltsam bewegungsarm). Unseriöse/r Recherche/Bericht!
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    1. Antwort von Monika Bärtsch  (wichenstein01)
      Was soll man schon gross über Phil X sagen. Er ist da und erledigt seinen Job. Der Sound von Richie kann man nicht ersetzen und er wird, zumindest von mir, schmerzlich vermisst. Aber es war seine Entscheidung auszusteigen und Bon Jovi brauchte einen Gitarrero. So einfach ist das...
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