Rückblick im Archiv: Charles Clerc über die «Persönlich»-Anfänge
«Probiert das. Ihr werdet sehen, nach drei Sendungen hört Ihr wieder auf. Die Schweizer reden nicht!» Das hatten die Verantwortlichen gesagt, als Charles Clerc zusammen mit den Kollegen Walter Kälin und Peter Bühler die Idee für eine Sonntagmorgen-Radiostalkshow vorstellte.
Das Konzept: eine Stunde Gespräch mit drei Gästen, die nichts miteinander zu tun hatten. Drei Welten, die man aneinander reiben lässt.
«Für uns war das eine grosse Sache», erzählt Charles Clerc. Er moderierte die allererste «Persönlich» am 4. April 1976. Zu gut erinnert er sich noch heute an die Nervosität davor, an den Druck, dass er diese Premiere nicht in den Sand setzen dürfe. Auch deshalb, weil sonst die Direktoren recht bekommen hätten, die gesagt hatten, dass das Konzept nicht funktionieren würde.
So begrüsste Charles Clerc am 4. April 1976 die ersten drei «Persönlich»-Gäste der Radiogeschichte: der damalige Preisüberwacher Leo Schürmann, der Eisschnellläufer Franz Krienbühl und die Schauspielerin Lieselotte Pulver.
«Irgendwann muss man auch mal aufhören»
In seiner Ansprache zu Beginn der Sendung: «Vielleicht sagen Sie nach dieser Sendung, dass es doch ganz lustig und interessant sei, wiedereinmal miteinander zu reden», «Und wenn Sie das finden, dann glaube ich, dass dieses ‹Persönlich›, das wir hier machen, eine gute Sendung war.»
Acht Jahre lang moderierte Charles Clerc die Radiotalkshow «Persönlich» auf damals DRS 1. «Es war einfach glatt. Die guten Gespräche, die Leute haben immer mitgemacht und sich eingebracht.»
1983 wechselte er dann zum Fernsehen. «Natürlich war auch etwas Wehmut dabei. Aber irgendwann muss mal auch einmal aufhören.»
Die schönsten Bilder aus dem «Persönlich»-Archiv
-
Bild 1 von 12. «Persönlich» aus 1976: (v.l.) Günther Netzer, Anne Cuneo, Roger Schawinsky und Gastgeber Peter Bühler. Bildquelle: SRF.
-
Bild 2 von 12. 1976: Peter Bühler im Gespräch mit (v.l.) Niklaus Meienberg, Rosmarie Pfluger und Raymond Broger. Bildquelle: SRF.
-
Bild 3 von 12. «Persönlich» 1977: Hugo Loetscher, seine Durchlaucht Erbprinz Hans Adam von Liechtenstein und Anne-Marie Blanc. Bildquelle: SRF.
-
Bild 4 von 12. 1978: Peter Bühler im Gespräch mit Heidi Abel, John Wohnlich und Peter von Gunten. Heidi Abel wurde später selber «Persönlich»-Gastgeberin. Bildquelle: SRF.
-
Bild 5 von 12. 1981: Charles Clerc (links) im Gespräch mit Helga Köhler, Johannes Gachnang, Walo Lüönd. Bildquelle: SRF.
-
Bild 6 von 12. 1978: Charles Clerc im Gespräch mit Hanny Fries, Peter Bichsel und Marc Hodler. Bildquelle: SRF.
-
Bild 7 von 12. «Persönlich» 1983: Peter Bühler im Gespräch mit Eveline Hasler, Hans A. Traber und François Loeb. Bildquelle: SRF.
-
Bild 8 von 12. «Persönlich»-Gäste 1984: Ernst Mühlemann, Edith Rüefli, Jean Tinguely. Bildquelle: SRF.
-
Bild 9 von 12. Herbert Grönemeyer 2014 zu Gast bei Katharina Kilchenmann. Er verriet, was er vor jedem Konzert isst: ein Hühnerbein. Bildquelle: SRF.
-
Bild 10 von 12. Sänger, Tänzer und Komponist DJ Bobo (l.) und Greta Gantenbein, ehemalige Swissair-Hostess waren 2017 die Gäste von Christian Zeugin. Bildquelle: SRF.
-
Bild 11 von 12. Ein Gast zieht für ein Andenken von DJ Bobo sogar die Schuhe aus. Bildquelle: SRF.
-
Bild 12 von 12. Für das Publikum vor Ort sind prominente Gäste attraktiv. So nah kommen sie einem Star nur selten. Insgesamt war DJ Bobo zwischen 1997 und 2017 drei Mal Gast im «Persönlich». Bildquelle: SRF.