Cheflöhne: Was hat die Abzocker-Initiative gebracht?

14 Millionen, 11 Millionen oder 8 Millionen: Drei Jahre nach Annahme der Abzocker-Initiative sind die Löhne der Chefs von UBS, Novartis oder ABB hoch. Zudem sind die Vergütungen im letzten Jahr durchschnittlich um 11 Prozent gestiegen. Was hat die Abzocker-Initiative gebracht?

Es waren hitzige Diskussionen vor der Abstimmung zur Abzocker-Initiative im Winter 2012/2013: Die hohen Managerlöhne stiessen einer Mehrheit der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger sauer auf. Man wollte mit einem Ja zur Initiative die Millionenlöhne begrenzen und die goldene Millionenfallschirme verbieten. Zudem sollte das Aktionärsrecht gestärkt werden.

Die Gegner warnten, Top-Manager würden ins Ausland abwandern und der Wirtschaftsstandort Schweiz würde insgesamt durch die Reglementierungen geschwächt. Die Initiative wurde trotzdem angenommen.

Abzocker-Initiative: Was hat sie bisher gebracht?

Bis die Gesetze geschrieben, diskutiert, bereinigt und gut geheissen werden, kann es noch dauern. Deshalb trat im Januar 2014 eine Verordnung in Kraft. Diese verbietet zum Beispiel Abgangsentschädigungen. Zudem müssen die Löhne der Chefs und Verwaltungsräte an der Generalversammlung den Aktionären zur Genehmigung vorgelegt werden.

Was hat die Abzocker-Initiative bis jetzt gebracht? Wieso steigen die Cheflöhne trotzdem und wieso bekommen CEOs, die schlecht gewirtschaftet haben, einen Bonus? In der Diskussionssendung «Forum» auf Radio SRF 1 diskutierten Hörerinnen und Hörer mit Expertinnen und Experten.

Gäste im «Forum»:

  • Corinne Schärer, Geschäftsleitung UNIA
  • Valentin Vogt, Präsident Arbeitgeberverband
  • Eveline Kobler, stv. Leiterin Wirtschaftsredaktion Radio SRF

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