Diese Herzblut-Menschen haben uns beeindruckt

In der Sendung «Herzblut» porträtiert Radio SRF 1 regelmässig Menschen mit einer besonderen Leidenschaft oder einem ausgefallenen Hobby. Zum Jahresende präsentiert die «Herzblut»-Redaktion die beeindruckendsten und speziellsten dieser Menschen.

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Bildlegende: Ida Lobsiger Ida Lobsiger mit ihren Nachttöpfen. SRF

Was haben wir nicht gestaunt über den glühenden Fan des legendären Segelschiffs Bounty, der alles aufsaugt, was mit der Saga der Meuterei auf der Bounty zu tun hat. Oder über den Schatztaucher, der im Sommer wie im Winter in der Aare nach verlorenen Gegenständen taucht. Oder aber die Sammlerin von fast 900 Nachttöpfen.

Diese und weitere Menschen, die ihr ganzes Herzblut in eine bestimmte Sache oder Tätigkeit stecken, kommen im «Herzblut Spezial» nochmals zu Wort.

«Ich wohne in einer Music-Hall»

Roland Grossenbacher, genannt «Tschiibii», hat eine ganz grosse Leidenschaft: Rock und Pop. Seine Wohnung gleicht einer Music-Hall. Der Niederbürer sammelt alles, was mit Pop und Rock zu tun hat: Goldene Schallplatten, signierte Covers und Original-Schriftstücke von Musiklegenden.

Er hat sie alle. Und zwar komplett: «Mein Beatles-Zimmer ist in dieser Art weltweit einzigartig» betont Grossenbacher stolz. Für jedes einzelne Beatles-Album hängt darin eine Schallplatte aus Gold oder Platin.

«Ich bin ein Finder, kein Sammler»

Ob Sommer oder Winter - Reto Ballinari taucht regelmässig nach verlorenen Gegenständen in der Aare. Jeder gefundene Artikel wird inventarisiert. Über 2600 Gegenstände hat Ballinari schon aus dem Fluss gefischt.

Es gibt fast nichts, das Reto Ballinari nicht schon aus der Aare geholt hat. Besteck, Hundeleinen, Sonnenbrillen, Uhren, Eheringe oder ein Samurai-Schwert. Er ist ein Schatztaucher auf der Suche nach verlorenen Gegenständen.

«Ich liebe Nachttöpfe aller Art»

Als Ida Lobsiger vor über 30 Jahren auf dem Flohmarkt ihren ersten Nachttopf kaufte, wäre es ihr wohl nie in den Sinn gekommen, dass sie einmal stolze Besitzerin einer Nachttopf-Sammlung sein würde.

Heute besitzt die Bernerin nahezu 900 Nachttöpfe, jeder einzelne ein reich verziertes Gefässe für das stille Geschäft. Und noch immer schlägt ihr Herz höher, wenn sie einen schönen Topf sieht. 

Ein Einblick in ein Stück Kulturgeschichte, über die vornehmlich geschwiegen oder nur im Flüsterton gesprochen wird. Ein Einblick in ein Stück Kulturgeschichte, über die vornehmlich geschwiegen oder nur im Flüsterton gesprochen wird.

«Aus Spass schrieben wir den Bounty-Nachfahren»

1789 kam es in der Südsee zur berühmten «Meuterei auf der Bounty». Edi Spengler (54) ist einer der wenigen, die Original-Teile vom Segelschiff besitzen. Sowieso schlägt Edis Herz ganz für die Südsee: Der Sammler reist an die Originalschauplätze und hat Kontakt mit den Nachfahren der Besatzung.

«Mich haben die Bounty-Filme bereits als Kind fasziniert», sagt Edi Spengler. Aus Spass schrieb er vor über 20 Jahren einen Brief an die Bounty-Nachfahren auf der Insel Pitcairn. Promt kam eine Antwort zurück.