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Verändert die Corona-Krise unsere Gesellschaft?
Aus Forum vom 26.03.2020.
abspielen. Laufzeit 56:40 Minuten.
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Diskutieren Sie mit! Verändert die Corona-Krise unsere Gesellschaft?

Ein Virus stellt unseren Alltag auf den Kopf. Die Geschwindigkeit, wie sich unser Leben gerade verändert, ist enorm. Plötzlich müssen wir Abstand halten, auf Besuche von Freunden und Verwandten verzichten, mit der Einsamkeit und der häuslichen Enge umgehen. Nicht einfach auszuhalten.

Der Check-In Bereich der Swiss ist leer.
Legende: Das öffentliche Leben steht in vielen Bereichen still Sinnbildlich dafür steht der leere Check-in-Bereich der Swiss am Flughafen Zürich. Keystone

Werden wir dereinst von einer Zeit vor und nach Corona sprechen? Welche Veränderungen ergeben sich für die Gesellschaft? Was ist Ihre Meinung?

«Die Frage, was die Krise für unsere Zukunft bedeutet, stellt sich ganz vehement angesichts des Kontrollverlusts», sagt die Ethikerin und Theologin Ruth Baumann-Hölzle. Eindrücklich sei die Welle der Solidarität mit den Menschen, die besonders betroffen sind, und mit dem Pflegpersonal. «Ich hoffe, dass dieses Bewusstsein auch nach Corona anhält.»

Auf der anderen Seite hat Ruth Baumann-Hölzle die Befürchtung, dass sich die Einsamkeit vieler Menschen in Zukunft noch verschärfen könnte. Wenn sich unsere Abläufe – sei es bei der Arbeit oder in der Schule – weiter virtualisieren. «Die Gefahr der Vereinzelung könnte sich verstärken.»

Grelles Licht auf globale Zusammenhänge

Sicher ist: Die Krise wirft ein grelles Licht auf Lieferketten und auf globale Abhängigkeiten. Sei es bei Medikamenten, Hygienemasken oder Einzelteilen für Geräte.

Für den Psychoanalytiker und Satiriker Peter Schneider ist klar: «Viren wollen uns nichts sagen. Aber wir können aus der Krise lernen, wie viele Dinge zusammenhängen, an die man vorher nicht gedacht hat.»

Die Gäste in der Sendung «Forum», Radio SRF 1

Am Donnerstag, 26. März 2020, diskutierten folgende Gäste mit Hörerinnen und Hörern:

  • Ruth Baumann-Hölzle: Medizinethikerin und Theologin, Leitung Institut Dialog Ethik. Sie forscht im Bereich «Medizin, Pflege und Ethik» ehemaliges Mitglied der nationalen Ethikkommission.
  • Peter Schneider: Psychoanalytiker, Schriftsteller und Satiriker, «Die andere Presseschau» bei SRF 3.

Lässt uns das Virus über die Globalisierung nachdenken? Ist es eine Chance für das Klima und die Rückbesinnung auf das, was wirklich zählt? Oder schaut jeder für sich und verschärft die Krise längerfristig die sozialen Spannungen?

Diese Fragen wurden am Donnerstagabend, 26. März 2020, in der Sendung «Forum» auf Radio SRF 1 diskutiert.

Forum auf SRF 1

5 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Wenger  (Daniel Wenger)
    Nein, das Coronas Virus wird nichts wesentlich verändern. Nicht da wo es Veränderungen bräuchte. Bei https://netzfrauen.org vom 24. 3. «Lebendtiertransporte sind größte Ursache für Infektionen und Seuchen» ist ein sehr interessanter Bericht zu lesen. Wie entstehen solche Krankheiten woher kommen sie wehr ist dafür verantwortlich? Von der Farma über die Mode bis hin zur Lebensmittelindustrie hat die Welt über die Jahre Billionen an Tieren verdient. Nein, es wird sich nichts ändern.Im Gegenteil.
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  • Kommentar von Stefan Boog  (boost)
    Ein Nachdenken über die Globalisierung wie auch über unser Wirtschafts- und Finanzsystem ist dringend notwendig. Die Abhängigkeit und der systemimmanente ewige Wachstumszwang bringen die Menschen und den Planeten an die Grenze des Erträglichen und Machbaren. Ein Umdenken hin zu einer neuen, globalen Vision ist überfällig. Viele Menschen wünschen sich einen neuen Weg inkl. umfassenderes Wertesystem und spüren, dass die Zeit reif ist. Ergreifen wir die Gelegenheit oder bleiben die alten Dogmen?
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  • Kommentar von Willy Zimmermann  (Biky)
    Ich glaube nicht, dass das Virus langfristige Auswirkungen auf unsere Gesellschaft haben wird. Spätestens nach 1 Jahr ist alles wieder vergessen, ähnlich wie andere Katastrophen. Ohne ein gutes Mitmachen der Bevölkerung würde man eine solche Krise niemals bewältigen. Dies sollte der Politik endlich bewusst werden. Und sie sollte nicht - wie leider meistens - auf die Wirtschaft und Industrie (und deren Lobbyisten) hören sondern auch auf die Bevölkerung, und das nicht nur vor Wahlen.
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