Ein App für «Schwiizer Dialekt»

Eine App, die anhand des Dialekts erkennt, woher der Nutzer kommt. Das haben Forscher der Universität Zürich für das iPhone entwickelt. SRF-Moderator Nick Hartmann testet die «Dialäkt Äpp».

«Huusini», «Bitzgi» oder «Göitschi»: Für den Überrest des Apfels werden in der Schweiz - je nach Region - die verschiedensten Dialekt-Wörter verwendet. Mit der «Dialäkt Äpp» - einer neuen App fürs iPhone - kann jede und jeder die Herkunft seines Dialekts bestimmen.

Die Anwendung ist einfach: Man beantwortet 16 Fragen zum eigenen Sprachgebrauch und die «Dialäkt Äpp» grenzt aufgrund dieser Antworten die Herkunft des Dialekts ein. Es gibt einige Fragen zum Wortschatz. Wie bezeichnen Sie etwa den Überrest eines Apfels? Bei vielen Fragen geht es jedoch um Nuancen bei der Aussprache eines Wortes, etwa darum, wie man das «E» in «Bett» ausspricht.

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«Dialäkt Äpp» herunterladen

Die «Dialäkt Äpp» kann gratis im Apple App Store bezogen werden. Es gibt sie zurzeit nur für iPhone und iPad. Eine für Android-Smartphones taugliche Nachfolge-App ist geplant.

Benutzerinnen und Benutzer der «Dialäkt Äpp» können nicht nur ihren Dialekt bestimmen, sondern diesen auch aufnehmen und abhören, wie andere Schweizer sprechen oder gesprochen haben. Wer sein Wissen über Schweizer Dialekte erweitern will, wählt einen Ort aus und hört, wie man dort spricht. Ebenso kann er eine Wortvariante abfragen, z.B. «Murmutz» für Apfelgehäuse, und erfährt, dass sie nur im Oberwallis verwendet wird.

Mitmachen und Dialekt-Karte verbessern

Die Macher der App hoffen auch auf die Zusammenarbeit mit den Anwendern. Hat die App beispielsweise einen Herkunftsort des eigenen Dialekts bestimmt, so wird man aufgefordert, diesen zu verifizieren. Wurde die Herkunft des Dialektes von der App ungenau analysiert, so kann man die korrekten Angaben an die Macher übermitteln und so mithelfen, die Karte der Dialekte zu verbessern.

Man hat auch die Möglichkeit, die eigene Aussprache der 16 Wörter mit Hilfe der «Dialäkt Äpp» aufzuzeichnen und zu übermitteln. Auf diese Weise erhoffen sich die Macher, an neue Informationen zur Verwendung der Dialekte zu gelangen. Der «Sprachatlas der deutschen Schweiz», der doch schon etwas in die Jahre gekommen ist, könnte auf diese Weise überprüft und ergänzt werden.

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