Ein Mann, ein Preis, ein Bild: Moritz Leuenbergers Erinnerungen

Während die meisten bei «Cicero» mit gemischten Gefühlen an den Latein-Unterricht zurückdenken, kommt Alt-Bundesrat Moritz Leuenberger sein gleichnamiger Rednerpreis in den Sinn. Seit er 2003 damit ausgezeichnet wurde, begleitet er ihn als Würde und Bürde von Auftritt zu Auftritt.

Am 21. September feiert Moritz Leuenberger seinen 70. Geburtstag. In 70 Jahren kommen und gehen Freunde, Bekanntschaften, Arbeitskollegen.

Als Wegbegleiter dazugekommen ist dem Alt-Bundesrat 2003 zudem eine kleine bronzene Statue. Die «Cicero»-Büste erhielt er 2003 für seine Rede «Das Böse, das Gute, die Politik» am Lucerne Festival. Die Auszeichnung stachle ihn heute noch an – und gebe ihm manchmal auch Trost (siehe Video oben).

Wenn Politiker Freunde werden

Eine innige Freundschaft zwischen Leuenberger und Ogi

1:22 min, vom 30.8.2016

Eine zweite Erinnerung steckt im Bild, das Moritz Leuenberger und Adolf Ogi in inniger Umarmung zeigt. «Das Bild ist für mich Symbol, dass in der Politik zwei Regierende von verschiedenen Parteien und Kulturen zusammen etwas erreichen können, ja sogar Freunde werden können, wenn sie Kompromisse eingehen», sagt der Alt-Bundesrat.

Welchen Respekt die beiden Politiker füreinander haben, zeigte sich auch neulich an der Laudatio Leuenbergers zum Generationen-Preis, den Adolf Ogi erhiehlt (siehe Video).

2003: «Cicero»-Preis für Moritz Leuenberger

Theaterbühne statt politischer Bühne

Nach einer langen politischen Karriere und 15 Jahren im Bundesrat widmet sich Moritz Leuenberger neuen Projekten. Unter anderem moderiert er die Bernhard Matinée, eine philosophisch-unterhaltsame Gesprächsrunde im Bernhard Theater Zürich und geniesst seine Freiheiten jenseits der politschen Zwänge. Im Gespräch mit Moderatorin Sandra Schiess (Audio unten) findet er klare Worte.

«  Eigentlich gefällt mir die jetzige Bühne sehr viel besser. »

Moritz Leuenberger
Alt-Bundesrat