Zum Inhalt springen
Inhalt

Forum Burkaverbot: Notwendigkeit oder Überreaktion?

In der Sendung «Forum» diskutierten Gäste mit Hörerinnen und Hörern über das Verhüllungsverbot in St. Gallen. Ist das Verbot Ausdruck tiefer Sorge oder Wasser auf die Mühlen der Extremisten?

Legende: Audio «Forum»: Die Sendung zum Nachhören abspielen. Laufzeit 56:27 Minuten.
56:27 min, aus Forum vom 27.09.2018.

Die islamische Gesichtsverhüllung der Frau in Form einer Burka oder eines Nikab gehört nicht in den öffentlichen Raum – dieser Meinung ist eine klare Mehrheit der St. Galler Stimmbevölkerung.

In St. Gallen ist selten ein Nikab im Alltag zu sehen, von einer Burka ganz zu schweigen. Trotzdem ist Saida Keller-Messahli vom Forum für einen fortschrittlichen Islam für ein Burka-Verbot. Sie interpretiert das St. Galler Resultat so:

Es ist die symbolische Art zu sagen: Wir wollen keinen Islam, der die demokratischen Regeln nicht respektiert.
Autor: Saida Keller-MessahliForum für einen fortschrittlichen Islam

Natascha Wey, Co-Präsidentin der SP-Frauen Schweiz, kann einem Burka-Verbot gar nichts abgewinnen. Sie deutet den Entscheid folgendermassen:

Der Anblick der Vollverschleierung irritiert, ist aber auch Ausdruck davon, dass die antimuslimische Propaganda der SVP verfängt.
Autor: Natascha WeyCo-Präsidentin der SP-Frauen Schweiz

Ist das Burkaverbot reine Symbolpolitik? Schürt ein Verbot Vorurteile auf beiden Seiten – bei Muslimen und Nichtmuslimen? Lässt sich mit einem Burkaverbot radikales Gedankengut verhindern oder braucht es andere Ansätze?

Diese Fragen diskutierten die beiden Gäste Saida Keller-Messahli und Natascha Wey in der Sendung «Forum» am Donnerstag mit Hörerinnen und Hörern.

40 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Teilen Sie Ihre Meinung... anwählen um einen Kommentar zu schreiben

Wir haben Ihren Kommentar erhalten und werden ihn nach Prüfung freischalten.

Einen Kommentar schreiben

Bitte beachten Sie unsere Netiquette verfügbar sind noch 500 Zeichen

Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.

  • Kommentar von Dan von Büren (Daniel2018)
    als Ergänzung ein Zitat aus der NZZ zu Frau Keller-Messahli: "In der öffentlichen Auseinandersetzung um den Islam zählt mittlerweile die Gesinnung mehr als das Fachwissen. Wer im heutigen Meinungsklima in Anspruch nimmt, vor subversiven Islamisten zu warnen, die von «naiven Politikern» unterschätzt würden, braucht keine Fachkenntnisse vorzuweisen. Deshalb kann Keller-Messahli darauf verzichten, die relevante Literatur zu lesen, mit Experten zu sprechen oder sich gar ein Bild vor Ort zu machen."
    Ablehnen den Kommentar ablehnen Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten
  • Kommentar von Dan von Büren (Daniel2018)
    es gibt 2 Frauen in der Schweiz, welche die Marktlücke Burka entdeckt haben und davon leben. Je radikaler desto besser. Die eine ist Nora Illi, die andere ist Saida Keller-Messahli - und beide wurden von den Medien grossgemacht. Und beide haben - aus Geschäftssinn oder aus mangeldem Verständis der Schweiz und liberaler Gesellschafgten generell - keine Diskussionkultur, welche ausserhalb der Arena überhaupt ernstgenommen werden sollten.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten
  • Kommentar von Arthur Häberli (Arthur Häberli)
    Wir leben in einem freien, demokratischem Raum. Ich finde jeder und jede soll so bekleidet herumlaufen wie es ihm oder ihr passt. Wenn man Frauen den öffentlichen Raum nicht mehr betreten dürfen, dann sperrt man sie aus, respektive ein. Das wäre konträr zu dem was eigentlich erstrebenswert wäre. Nämlich Freiheit für Individuen. Mit einem solchen Verbot erreichen wir nur das Gegenteil. Wem es darum geht jedem in die Augen schauen zu können, hat eine seltsame Vorstellung von öffentlichem Leben.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten