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Radio SRF 1 Gymi oder Lehre – wer ist für die Zukunft besser gerüstet?

Die Digitalisierung verändert Berufsbilder in Windeseile. Die Berufsbildung in der Schweiz steht vor grossen Herausforderungen. Wer hat in Zukunft die besseren Karten – der Handwerker oder der Akademiker? Die Diskussion in der Sendung «Forum».

Legende: Audio «Forum»: Die ganze Sendung zum Nachhören abspielen. Laufzeit 56:02 Minuten.
56:02 min, aus Forum vom 13.09.2018.

Direkt zur Online-Diskussion

Geht es um die Berufsbildung der Zukunft, scheiden sich die Geister. Für den Zuger Gymnasiallehrer Andreas Pfister ist klar:

Es braucht eine Matura für alle.
Autor: Andreas PfisterGymnasiallehrer

Sei es die klassische Matura am Gymnasium oder die Berufsmatura während der Lehre oder die Fachmatura. Nur so seien die Jugendlichen auf die Berufswelt der Zukunft vorbereitet.

Als Utopie und für unser Bildungssystem nicht sinnvoll, schätzt hingegen Christof Spöring, Leiter Berufs- und Weiterbildung im Kanton Luzern die Forderung nach einer Matura für alle ein.

Gute Karten fürs Arbeitsleben hat, wer für sich den passenden Weg wählt. Das kann eine Lehre sein oder das Gymi.
Autor: Christof SpöringLeiter Berufs- und Weiterbildung im Kanton Luzern

Berufslehre beliebter als Gymnasium

Nach wie vor ist die Berufslehre die beliebteste Form der Ausbildung in der Schweiz. Zwei Drittel der Jugendlichen entscheiden sich dafür. 15 Prozent erwerben einen Abschluss mit Berufsmatura.

«SwissSkills» 2018 – Berufsmeisterschaften im TV

Am Samstag, 15. September, überträgt SRF den letzten Wettkampftag von 8.45 bis 17.55 Uhr auf SRF 1. Die abendliche Show rund um die Siegerehrung, überträgt SRF 1 ebenfalls am Samstag, 15. September, von 19.30 bis 22.15 Uhr im Livestream.

Die gymnasiale Matura-Quote in der Schweiz liegt bei 20,8 Prozent. Allerdings variieren die Unterschiede in den Kantonen sehr stark. In Genf und Baselstadt liegt die Quote knapp über 30 Prozent – in Uri und Thurgau bei 15 Prozent.

Die Gäste in der Sendung:

  • Christof Spöring, Leiter Berufs- und Weiterbildung Kanton Luzern. Er sagt:
Eine Lehre bietet allen Schulabgängern einen guten Einstieg ins Arbeitsleben. Für die Leistungsstarken bis hin zu den schulisch Schwächeren.
Autor: Christof SpöringLeiter Berufs- und Weiterbildung Kanton Luzern
  • Andreas Pfister, Gymnasiallehrer Zug und Bildungsjournalist. Er sagt:

Bildung muss auf ein höheres Niveau gehoben werden. Mit der Schulpflicht bis 18 Jahre sollen alle eine Chance auf gute Bildung erhalten.

Bildung muss auf ein höheres Niveau gehoben werden. Mit der Schulpflicht bis 18 Jahre sollen alle eine Chance auf gute Bildung erhalten.
Autor: Andreas PfisterGymnasiallehrer

Online-Diskussion

Kommentare aus der Online-Diskussion auf srf1.ch und Facebook, Link öffnet in einem neuen Fenster sind in die Live-Sendung eingeflossen.

15 Kommentare

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  • Kommentar von Frank Meier (FUNSAN)
    Bäcker, Coiffeure, Handwerker und Mechaniker zahlen einen Grossteil der Ausbildung ihres Nachwuchses, sowie die eigene Weiterbildung, aus eigener Tasche. Manager, Juristen, Lehrer und Ärzte tun dies meines Wissens nicht. (Die Allgemeinheit zahlt). Zudem werden Lehrstellen angeboten für Fachkräfte die gebraucht werden. Studieren darf jeder was er will. Solange das so ist, ist ein Dialog zwischen Beruflicher-, und Akademischer Bildung auf Augenhöhe, bis auf Lippenbekenntnisse, nicht möglich.
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  • Kommentar von Mike Baumgartner (Mike47)
    Eltern sollten ihre Kinder nicht auf das Gymnasium schicken, wenn sie gar keine Lust dazu haben. Auch mit einer Berufslehre kann man ein befriedigendes Leben leben. Der Weg an die Fachhochschule (falls man später doch mal Lust auf Weiterbildung verspürt) steht ja dann offen (z.B. via Passarelle etc.). Matura für alle ist also gar nicht notwendig und auch nicht sinnvoll, wenn Schüler bereits schulmüde sind. Als Gymnasiallehrer sollte man dieses Phänomen eigentlich kennen! :-D
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  • Kommentar von Daniel Wenger (Daniel Wenger)
    Zur Zeit wird über Crister/Gentechnologie diskutiert > Kassensturz. Wir wissen heute noch nichts darüber was hinter den Dingen, was dem Leben zugrunde liegt, warum eine Pflanze lebt, wie sie sich fühlt mit was sie verbunden ist. Und trotzdem greifen wir in tiefste Lebensprozesse ein! Eher als Intelligenz ist Überschätzung und andere Lebewesen zu würdigen und mögliche Gefahren wirklich anschauen zu wollen ein Problem. Es sind gerade die Intelligentesten die unserer Erde am meisten schaden können!
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