Haarkämme und Fruchtsäfte

Anita Richner spricht in Balsthal mit zwei Menschen, die eine spezielle Passion haben. Yvonne Höfliger leitet ein Haarkamm-Museum – Björn Berg hat einen eigenen Fruchtsaft erfunden.

Yvonne Höfliger

Yvonne Höfliger Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Yvonne Höfliger Ist interessiert an Kämmen und Kunst. zvg

Die Kunsthistorikerin Yvonne Höfliger leitet das Museum «Haar&Kamm». Es widmet sich einem ganz besonderen Handwerk: Im 19. Jahrhundert trugen die Frauen die Haare lang und wer es sich leisten konnte, steckte sie mit einem Kamm zusammen. Die edelsten Haarkämme kamen aus einem kleinen Dorf neben Balsthal, aus Mümliswil. 1792 wurde die Werkstatt gegründet, sie war so bekannt, dass selbst die englische Königin Victoria hier ihre Kämme bestellte. Aber mit der Bubikopf-Mode brauchten die Damen keine Kämme mehr, und 1990 ging die Kammfabrik zu. Heute ist darin ein Museum eingerichtet. Yvonne Höfliger geht trotz ihrer beruflichen Tätigkeit auch in ihrer Freizeit gerne in ein Museum. Kunst, Geschichte oder Fotografie – sie interessiert sich für alles. Daneben mag sie Städtereisen.

Björn Berg

Björn Berg mit Headphone während der Sendung- Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Björn Berg Jurist und Fruchtsafterfinder. SRF

Björn Berg ist eigentlich gelernter Jurist. Den Job als Banker und Manager hängte er allerdings an den Nagel und führt jetzt ein Unternehmen für Fruchtsäfte. Die Idee ging auf seine eigenen Erfahrungen im Restaurant zurück. Das frische, prickelnde Fruchtgetränk, das er sich wünschte, fand er auf keiner Speisekarte. So tüftelte er selber mit Früchten herum und erfand den Drink «mojo». Jede Generation sollte ihr eigenes Getränk haben, findet er. «Es kann doch nicht sein, dass meine Kinder immer noch dieselben Getränke trinken wie meine Grosseltern.» Björn Berg hat norwegische Wurzeln. Sein Vater kam als junger Mann nach Zürich, um an der ETH zu studieren. Auf die Herkunft seiner Familie war Björn Berg immer stolz. Die Sagenwelt der Norweger habe ihn schon als Kind fasziniert, sagt er. Und die Wikinger natürlich sowieso.

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