Die blinde Annelies Djellal unterstützt Asylsuchende

Flüchtlinge und Asylsuchende sind mit Stapeln von Papier konfrontiert, wenn sie in der Schweiz angekommen sind. Annelies Djellal hilft ihnen dabei, sich im Formularkrieg zurecht zu finden. Freiwillig und unentgeltlich setzt sich die blinde Frau aus Jegenstorf (BE) seit zwei Jahren für Migranten ein.

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Annelies Djellal – für «Helden des Alltags 2015» nominiert

4:06 min, vom 8.3.2016

Auf Migranten warten anspruchsvolle Aufgaben, wenn sie in die Schweiz kommen. Der Sprache meist nicht mächtig und mit der Kultur hier wenig vertraut, müssen sie ihren Alltag meistern. Annelies Djellal hilft ihnen dabei. Vor zwei Jahren hat sie dafür mit einem eritreischen Kollegen den Verein «Give A Hand» gegründet.

Drei Tage pro Woche engagiert sich Annelies Djellal in diesem Verein und hilft den Asylsuchenden beim Bewältigen der Formularflut. Dabei braucht die 36-Jährige selber Unterstützung. Annelies Djellal ist blind.

Bis heute hat der Verein rund 250 Beratungen durchgeführt. Meist sind es Eritreer mit einem abschlägigen Asylbescheid, die eine Beratung in Anspruch nehmen, sagt Annelies Djellal.

«  Sie haben Angst zurückgeschickt zu werden und sind verzweifelt. Da muss man ihnen erst einmal erklären, dass sie zur Zeit nicht ausgeschafft werden können. »

Sie haben gewählt - Kevin Hirt ist «Held des Alltags 2015»

  • Die meisten Stimmen im Online-Voting hat der 25-jährige Kevin Hirt erhalten. Er kann den Ehrenpreis «Held des Alltags» stellvertretend für alle Freiwilligen in diesem Land entgegennehmen.

  • Annelies Djellal, Jegenstorf (BE)

    Die 36-Jährige unterstützt Asylsuchende in ihrem Alltag.

    16%
  • Christina Frei-Hutter, Kriessern (SG)

    Die 53-jährige Ostschweizerin leitet einen Chor für Menschen mit einer Behinderung.

    40%
  • Kevin Hirt, Oftringen (AG)

    Der 25-Jährige setzt sich bei der Cevi Staufen für eine sinnvolle Freizeitgestaltung für Kinder und Jugendliche ein.

    42%

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