Helfen und fördern – «Persönlich»-Gäste mit sozialer Ader

Maria Egli leitet das Hilfswerk der Kirchen Uri und Josef Schuler steht dem Amt für Kultur und Sport vom Kanton Uri vor. Anita Richner bringt die beiden in der Sendung «Persönlich» in Altdorf zusammen.

Maria Egli und Josef Schuler im Porträt (Montage). Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Maria Egli und Josef Schuler zwei Menschen mit Herz im «Persönlich». zVg

Josef Schuler

Schuler in schwarzem Anzug spricht in ein Mikrofon. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Josef Schuler ist ehemaliger Lehrer. zVg

Das Amt für Kultur und Sport steht am Rand von Altdorf, die Strasse führt über den Klausenpass. Ein moderner Bau aus Beton und Glas, der Lift hält im zweiten Stock. Im Büro von Josef Schuler stapeln sich die Dossiers auf jeder verfügbaren Ablagefläche.

Draussen vor dem grossen Fenster: die Berge. «Ich kann sogar auf mein Elternhaus schauen», sagt Josef Schuler und zeigt auf eine Kirche.

In Bürglen an der Feldgasse ist er aufgewachsen, zusammen mit neun Geschwistern. Eine schöne Kindheit, reich an Erlebnissen in der Natur. Josef Schuler war in der Pfadi. Und im Winter fuhr man Ski, direkt vor dem Haus. Einen Lift gab es natürlich nicht. Josef Schuler besuchte das Lehrerseminar in Altdorf, bevor er im Dorf Isenthal Lehrer wurde. 20 Jahre lang unterrichtete er mit Elan und Freude.

1994 wechselte er in die Bildungs- und Kulturdirektion des Kantons, er ist dort für die Kultur- und Jugendförderung zuständig.

«  Unser grösstes Problem ist die Abwanderung von gut ausgebildeten jungen Menschen. »

Josef Schuler

Dass ihnen die Heimat auch beruflich etwas bieten kann, das möchte Josef Schuler aufzeigen. Die Probe auf Exempel machen kann er bald bei den eigenen Kindern. Die älteste Tochter hat eben das Staatsexamen in Medizin gemacht – in Basel.

Maria Egli

Porträt von Maria Egli draussen im Grünen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Maria Egli ist in Wertenstein (LU) aufgewachsen. zVg

Seit zehn Jahren arbeitet Maria Egli in Altdorf. «Was, du gehst in den Kanton Uri?» Das habe sie als Luzernerin ein paar Mal gehört, als sie sich dazu entschloss, den Job als Leiterin des Hilfswerk der Kirchen Uri anzutreten. Bis jetzt hat sie diesen Schritt noch keinen Tag bereut. Die Leute hätten sie sehr gut aufgenommen. Die Beratungsstelle von Maria Egli ist offen für alle und möchte ein niederschwelliges Hilfsangebot sein.

«  Unsere Klienten sind alleinstehende Leute, Arbeitslose, Migrantinnen und Migranten, alleinerziehende Mütter. »

Maria Egli

Auch Bergbauern aus dem Kanton gerieten manchmal vorübergehend in Not, weil sie ein eng kalkuliertes Budget hätten. Käme plötzlich eine hohe Zahnarztrechnung ins Haus, reisse das ein Loch in die Kasse.
Maria Egli machte ursprünglich eine KV-Lehre und war einige Jahre in Graubünden im Hotelfach tätig. Weil sie irgendwann den Themenkreis «Freizeit und Ferien» erweitern wollte, arbeitete sie später bei verschiedenen Hilfswerken und bildete sich zur Sozialarbeiterin weiter.

Als Ausgleich zu ihrer Arbeit geht Maria Egli leidenschaftlich gerne auf Reisen. Letzten Sommer hat sie sich einen Traum erfüllt: Eine Reise entlang der Seidenstrasse.

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