«Ich jogge am liebsten im Rückwärtsgang»

Rinaldo Inäbnit läuft gerne. Aber nicht etwa so wie viele andere Läufer, er bevorzugt den Rückwärtsgang. Aus einer spontanen Idee heraus entdeckte der Stanser vor 7 Jahren das Rückwärtslaufen für sich. Heute organisiert Inäbnit Weltmeisterschaften im «Retro Running».

Läuft Rinaldo Inäbnit rückwärts am Alpnacher See entlang, trägt er meist einen kleinen Handspiegel bei sich. So muss sich der Rückwärtsläufer nicht ständig umdrehen. Trotzdem wird er immer wieder schräg angeschaut. Wer jetzt an einen Spinner denkt, könnte sich täuschen.

Der Rückwärtsgang schont meinte Gelenke

Inäbnit will einfach nach neuen Formen der Bewegung suchen und hat gemerkt, dass er im Rückwärtsgang seine Gelenke schonen kann. Ausserdem sorgt der Nidwaldner so für Abwechslung in seinem Trainingsalltag.

Bei der Retro Running-WM im Sommer 2010 im österreichischen Kapfenberg landete Rinaldo Inäbnit über 5000 Meter auf dem 3. Platz. Der umtriebige Läufer hat bereits ein neues Ziel: Er will das berüchtigte «Death Valley» in Kalifornien rückwärts durchqueren und dabei Geld für missbrauchte Kinder sammeln. Dafür trainiert Inäbnit 5 Mal pro Woche.