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Invasive Muschel Die Quagga-Muschel verbreitet sich in Schweizer Seen

Die invasive Quagga-Muschel breitet sich explosionsartig in Schweizer Seen aus. Sie bedroht nicht nur das Ökosystem, sondern verstopft auch Trinkwasser-Leitungen. Ein internationales Forschungsprojekt sucht nach Lösungen.

Gefahr für das Ökosystem von Schweizer Seen

Eingeschleppt vom Schwarzen Meer verbreitet sich die invasive Quagga-Muschel seit rund drei Jahren explosionsartig in Schweizer Seen. Sie frisst einheimischen Arten das Plankton weg und bedroht damit den heimischen Fischbestand.

Video
Quagga-Muscheln breiten sich rasant auf Schweizer Seen aus
Aus Tagesschau vom 08.12.2019.
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Gemäss Piet Spaak vom Wasserforschungsinstitut Eawag hat sich die Muschel nicht erst im Bodensee festgesetzt, sondern ist mittlerweile auch im Genfer-, Neuenburger- und im Bielersee zu finden. Spaak leitet das Forschungsprojekt «SeeWandel». Hier untersucht ein internationales Forscherteam Umweltveränderungen wie die Auswirkungen der invasiven Muscheln auf Ökosysteme der Seen.

Ziel ist es, die weitere Ausbreitung der Quagga-Muschel möglichst zu verhindern. «Im Gegensatz zu anderen Muscheln kann sich die Quagga-Muschel das ganze Jahr über vermehren», erklärt Spaak die rasche Verbreitung. Es bilden sich innert kurzer Zeit ganze Muschelbänke.

Schäden für die Trinkwasser-Versorgung

Neben der Gefahr für das Ökosystem der Schweizer Seen gibt es ein weiteres Problem: Anders als einheimische Muscheln ist die invasive Quagga-Muschel auch in tiefen Gewässern wie dem Bodensee bis zu einer Tiefe von 240 Metern zu finden. Dadurch findet sie leicht den Zugang zum Wasserversorgungssystem und verstopft die Leitungen. Das Resultat: hohe Investitions- und Reinigungskosten für die Wasserwerke, um keine Versorgungsknappheit zu riskieren.

Video
Invasive Muschel im Bodensee
Aus Schweiz aktuell vom 09.12.2019.
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3 Kommentare

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  • Kommentar von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
    Explosionsartige, weltweite Verbreitung von Viren, Neophyten, Neozoen usf ist die logische Folge einer masslosen Globalisierung, einer scheinbar unaufhaltsamen Zunahme aller Verkehrsmittel u.der Weltbevölkerung, die sich derzeit einzig um ihre Gesundheit Sorgen macht. Dass aber daneben durch menschliches Verhalten das gesamte Ökosystem aus den Fugen gerät, unsere Lebensgrundlage zerstört wird u.die all unserer Mitgeschöpfe, die Folgen davon viel schmerzhafter ausfallen werden, hat kaum Gewicht.
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    1. Antwort von Christian Baumann  (Christian Baumann)
      ..., weshalb es an der Zeit ist, die Verursacher dieser weltweiten Verbreitung zur Kasse zur bitten."

      An den gesunden Menschenverstand zu appellieren, bringt uns nicht weiter; Herr Herrmann. Wir kommen nur dann bei solchen Themen weiter, wenn es im Geldbeutel von Mr. Wichtig weh tut.
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  • Kommentar von Christian Baumann  (Christian Baumann)
    Offensichtlich wurde bzw. wird die Ausbreitung von invasiven Neozoen aus dem Schwarzen Meer in den Rhein (Schwarzmeer-Gundel, Quagga-Muschel etc.) durch den Rhein-Main-Donau-Kanal gefördert. Der RMDK befindet sich in Bayern. Die Auswirkungen dieser Wasserstrasse müssen die Nachbarn (er)tragen.

    Mich würde interessieren, ob es Schadensersatzansprüche gegen den Betreiber des Rhein-Main-Donau-Kanals gibt, der dieses Öko-Desaster mitverursacht hat
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