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Radio SRF 1 Ist Religion heute noch wichtig fürs Wohlbefinden?

Geld, Arbeit, Politik und Gesundheit sind wichtige Faktoren, wenn es um das Wohlbefinden der Schweizer Bevölkerung geht. Das steht im Sozialbericht 2016. Was ist mit der Religion? Spielt die Religion noch eine Rolle, wenn man nach dem Befinden der Schweizer Bevölkerung fragt? Die «Forum»-Diskussion.

Legende: Audio Ist Religion wichtig fürs Wohlbefinden? abspielen. Laufzeit 54:33 Minuten.
54:33 min, aus Forum vom 06.10.2016.

Einfache Antworten gibt es dazu nicht: Nur Menschen, denen die Religion wichtig ist, finden, diese führe zu mehr Lebenszufriedenheit. Für nicht gläubige oder nur moderat gläubige Menschen hat die Religion keinen Einfluss auf ihr Wohlergehen.

Widersprüchlichkeiten gehören aber zum Thema Religion. Es können Menschen einer Landeskirche angehören ohne an Gott zu glauben. Bei den Konfessionslosen wiederum findet man viele Personen, die sich als religiös bezeichnen.

Einige Fakten zu Religion und Konfessionszugehörigkeit

  • 53 Prozent der Schweizer Frauen glauben an Gott, 44 Prozent sind es bei den Männern.
  • Mehr als die Hälfte der Generation 60+ betet oder meditiert einmal die Woche.
  • 42 Prozent glauben an Schutzengel.
  • 7 von 10 SchweizerInnen finden, die Kirche sei für die Gesellschaft wichtig. Nicht für sich sondern für die andern. Für die sozial Benachteiligten.
  • 85 Prozent der SchweizerInnen sind der Ansicht, dass Religionen eher zu Konflikten, denn zu Frieden führen.
  • In der Schweiz sind 38 Prozent katholisch, 26 Prozent reformiert, 22 Prozent konfessionslos. Rund 6 Prozent gehören zu einer anderen christlichen Gemeinschaft. Weitere 6 Prozent zu anderen Glaubensrichtungen (Muslimen, Buddhisten, Hinduisten, Juden).

Welche Rolle spielt in der Schweizer Bevölkerung die Religion, der Glaube und die Spiritualität?

In der Sendung «Forum» diskutieren Gäste mit Hörerinnen und Hörern die Frage: Welchen Einfluss hat der Glaube auf das Wohlbefinden von uns?

Gäste in der Sendung sind:

  • Erika Preisig: Hausärztin, Sterbebegleiterin, Heilsarmee nahe
  • Tommy Vercetti: Musiker, Familienvater, Freidenker
  • Jörg Stolz: Religionssoziologe, Uni Lausanne

93 Kommentare

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  • Kommentar von stefan mast (Freiheit)
    Religion ist nichts als Machtanspruch und Kontrolle. Ich habe nach 34 Jahren eine Religion verlassen, welche keine andere Lösung hat, als Andersdenkende auszugrenzen und in den sozialen Tod zu schicken.....Kontaktverbot in der eigenen Familie und üble Nachrede inklusive. Mein Bedarf an Religion ist gedeckt!
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  • Kommentar von Heinz von Allmen (Flux)
    Glauben ist individuell und macht, wie die Redensart sagt, selig: wer auf ein Gebet ein positives Erlebnis hat, fühlt sich im Glauben bestätigt. Trifft es nicht zu, tröstet die Bibel "selig sind die...". Kollektive Gebete, z.B. für Frieden, bleiben ungehört. Seit Gott sein Volk Israel auf der Flucht durchs Rote Meer gerettet hat, hilft er nicht mehr, er lässt Tausende im Meer ertrinken. Darum gibt es für mich den "personalen Gott" nicht!
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  • Kommentar von Elisabeth Frehner-Isenring (Denia)
    Danke für die vielen positiven Kommentare hier, auch von Jungen! Von meiner Lebenserfahrung her (65J) und dem Studium der Bibel und von vielen andern Sachbüchern, aber auch der Weltliteratur, fühle ich die Gegenwart eines göttlichen Wesens, am besten vertreten durch die Lehre Jesus! Die Liebe schlechthin, aber ergänzt durch die Vernunft, auch die der Aufklärung vor allem! Liebe und Vernunft: zentrale Begriffe für mich (Inkl. Körperliche Liebe für die meisten Menschen)
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