Zum Inhalt springen

Header

Audio
Kampf gegen Masern: Kommt nun die Impfpflicht?
Aus Forum vom 09.05.2019.
abspielen. Laufzeit 55:02 Minuten.
Inhalt

Kampf den Masern Die Masern auf dem Vormarsch: Braucht es jetzt eine Impfpflicht?

Die Masern breiten sich weltweit wieder aus – auch in der Schweiz. Laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) erkrankten im ersten Drittel dieses Jahres bereits 155 Personen an den Masern. Das sind siebenmal mehr als in der Vorjahresperiode. Es gab auch zwei Todesfälle. Braucht es nun eine Impfpflicht?

Furcht vor Impfschäden

Auf der ganzen Welt nehmen Masernfälle wieder zu, weil vor allem in Industrieländern Menschen den Impfempfehlungen nicht folgen. Viele Eltern sind verunsichert und wollen ihre Kinder nicht impfen lassen. Sie befürchten, ihre Kinder könnten durch die Masernimpfung gesundheitliche Schäden erleiden. Impfgegner argumentieren, dass das Immunsystem gestärkt wird, wenn Kinder die Masern durchgemacht haben.

Impfgegner ein Risiko

Im Internet findet man zahlreiche Websites, die Impfungen als problematisch darstellen. Es kursieren Theorien im Netz, welche die staatlichen Impfempfehlungen hinterfragen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO sieht in den Impfskeptiker eines der grössten Risiken für die Gesundheit der Menschheit.

Gemäss Umfragen wissen viele Leute gar nicht, ob sie gegen Masern geimpft sind oder nicht. Laut Aussagen des Bundes seien nicht nur jene Personen ein Problem, die das Impfen verweigern, sondern auch die Unwissenden.

Impfung in umliegenden Ländern bereits Pflicht

Im Kampf gegen Masern gilt in unseren Nachbarländern Frankreich und Italien bereits eine Impfpflicht. Deutschland will eine solche einführen. Nun fordern auch in der Schweiz einzelne Politikerinnen und Politiker, dass die Masernimpfung obligatorisch werden müsse.

Mit Hörerinnen und Hörern diskutierten im Studio:

  • Christoph Berger, Präsident der Eidgenössischen Kommission für Impffragen und Leiter der Abteilung Infektiologie am Zürcher Kinderspital
  • Alexander Ilg, Homöopathie-Arzt aus Wil (SG)

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

27 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Wir haben Ihren Kommentar erhalten und werden ihn nach Prüfung freischalten.

Einen Kommentar schreiben

verfügbar sind noch 500 Zeichen

Mit dem Absenden dieses Kommentars stimme ich der Netiquette von srf.ch zu.

Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.

  • Kommentar von Beno Trütsch  (benotruetsch)
    Die Wissenschaft hat Methoden entwickelt um ganz scharf zu unterscheiden zwischen:

    Korrelation -> zwei Dinge treten gleichzeitig bzw. nacheinander auf.
    Und Kausalität -> das Eine passiert auf Grund des Anderem.

    Unserem Hirn fällt diese Unterscheidung schwer, weil es darauf trainiert ist Zusammenhänge zu sehen und daher aus einer Korrelation häufig auch eine Kausalität ableiten, die so eventuell nicht existiert. Ich vermute darin die häufigste Ursache für Wissenschaftskritik.
    Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten
    1. Antwort von Bruno Hagen  (brunohagen)
      Meine Wissenschaftskritik beruht darauf, dass die heutige Wissenschaft karriereorientiert und dogmatisch sowie oftmals abhängig von Industrie-Interessen ist.
  • Kommentar von Bruno Hagen  (brunohagen)
    "Es kursieren Theorien, welche die staatlichen Impfempfehlungen hinterfragen. Die WHO sieht in den Impfskeptiker eines der grössten Risiken für die Gesundheit der Menschheit." Ich sehe keinen guten Grund, dem Staat wie auch der WHO blindlings in ihren Äusserungen zu trauen. Die Geschichte, wie auch das aktuelle Weltgeschehen zeigen deutlich, dass der Staat nicht zwangsweise der Freund des Bürgers und vereinnahmbar ist. Wir haben das Recht und die Pflicht kritisch zu sein und selber zu denken.
    Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten
  • Kommentar von Barbara Burkhardt  (barbardu)
    Das Problem dünkt mich nicht die Thematik des Impfens-ich bin nicht per se gegen das Impfen. Für mich steht ein grosses Fragezeichen hinter den Kombiimpfungen, hier die MMR ( Masern-Mumps-Röteln-Impfung) Wenn man den einzelnen Impfstoff wieder erhalten würde, könnte man einzeln gegen Masern impfen-aber daran hat die Pharma kein Interesse.
    Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten
    1. Antwort von Willi Meier  (wm)
      Warum sollte man sich mehrmals stechen lassen, wenn es in einem Mal genauso gut und sicher geht?