Klösterliche Einblicke im «Persönlich»

Anita Richners Gäste am 1. Adventssonntag sind Margrit Schmid und Lukas Fries. Beide kennen das Klosterleben.

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Bildlegende: Anita Richner ist Gastgeberin vom «Persönlich» aus Luzern. SRF

Margrit Schmid

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Bildlegende: SJW-Leiterin Margrit Schmid. zVg

«Im Kloster leben macht etwas mit einem», sagt sie, und sie muss es wissen. Margrit Schmid hat vor ein paar Jahren einen sehr berührenden Film über das Frauenkloster Au bei Einsiedeln gedreht und deshalb viel Zeit mit den Benediktinerinnen verbracht. Der erste Termin vom Tag war jeweils um 5.30 Uhr morgens, zum Beten.

Margrit Schmid ist in Reussbühl (LU) aufgewachsen, ihr Vater war Metzger. Dass sie das Gymnasium besuchte und später studierte, war nicht selbstverständlich.

Seit bald acht Jahren leitet Margrit Schmid das Schweizerische Jugendschriftenwerk SJW, eine Institution, die allen Leuten aus der Schulzeit bestens bekannt ist. Das SJW bietet Kindern und Jugendlichen Literatur in allen vier Landessprachen. So kann man zum Beispiel die Geschichte «Die Katze und der Teufel» von James Joyce auch auf Rätoromanisch lesen. Weil es bei den SJW-Heftli aber nicht nur ums Lesen, sondern auch ums Schauen geht, pflegt Margrit Schmid einen intensiven Austausch mit jungen Illustratoren.

Lukas Fries

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Bildlegende: Lukas Fries hätte auch Bäcker werden können. zVg

Lukas Fries möchte seinen Alltag nicht für, sondern mit den anderen gestalten. Deshalb gefalle ihm als Theologe die Arbeit im «Sunnehügel» auch besonders gut. Dieses Haus in Schüpfheim (LU) bietet Menschen in einer Krisensituation vorübergehend ein Zuhause. Im ehemaligen Kapuzinerkloster können die Bewohner wieder etwas zur Ruhe kommen, sich überlegen, wie es weitergehen soll. Dabei unterstützt sie ein sehr geregelter Tagesablauf mit gemeinsamen Mahlzeiten und Arbeiten im und ums Haus.

Lukas Fries hat Theologie studiert, er hätte sich aber auch vorstellen können, Bäcker zu werden. Süsses habe er immer gern gehabt, und der Holzofen seiner Mutter hat ihn als Kind sehr fasziniert. Trotzdem hat es ihn nach dem Theologiestudium nicht in eine Bäckerei, sondern in einen Bierladen verschlagen. Lukas Fries wollte unbedingt praktische Erfahrungen in der Arbeitswelt sammeln. Später bildete er sich in San Francisco und Bern zum Spitalseelsorger weiter.

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