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Legende: Audio «Forum» – die ganze Sendung zum Nachhören abspielen. Laufzeit 55:59 Minuten.
Aus Forum vom 04.07.2019.
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Kreuzfahrten-Boom Kreuzfahrtschiffe – sind Sie Fan oder Kritiker?

Vom schwimmenden Hotelpalast für 6500 Passagiere bis zum kleinen Expeditionsschiff mit 200 zahlenden Gästen: Kreuzfahrten auf den Weltmeeren sind äusserst beliebt. Das bereitet Umweltschutzorganisationen Sorgen. Zu Recht? Die Diskussion in der Sendung «Forum».

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Traumschiffe

Kreuzfahrten boomen. Letztes Jahr verbrachten 28 Millionen Passagiere ihren Urlaub auf einem Kreuzfahrtschiff. Nur einmal den Koffer auspacken und doch jeden Tag an einem neuen Hafen anlegen und tolle Städte und Inseln entdecken, begeistert Millionen. Dazu kommen die vielfältigen Restaurants und Unterhaltungsangebote an Bord. Auf den ganz grossen Schiffen wird’s exklusiv: Schlittschuhlaufen, Wellensurfen und Musicalvorstellungen unterhalten die Passagiere auf hoher See. Ein grosses Kreuzfahrtschiff ist eine schwimmende Kleinstadt unterwegs auf den Weltmeeren.

Reisen mit dem Kreuzfahrtschiff ist wie ein Virus, es lässt einem nie mehr los.
Autor: Cornelia GemperleKuoni Cruises
Legende: Video Hotelpalast auf dem Wasser – Blick hinter die Kulissen eines Kreuzfahrtschiffs abspielen. Laufzeit 01:32:57 Minuten.
Aus Einstein vom 04.05.2017.

Dreckschleudern

Kreuzfahrtschiffe stehen aber auch in der Kritik. Sie fahren mehrheitlich mit Schweröl. Schweröl besteht aus den Resten der Ölverarbeitung. Das gibt giftige Abgase. Stickoxid, Schwefeldioxid und Feinstaub belasten Mensch und Umwelt in erheblichem Masse.

Der Motorenlärm unter Wasser ist für Meerestiere, was für uns 24 Stunden am Tag Discobeschallung wäre.
Autor: Rahel BeckBiologin, OceanCare

Besserung in Sicht?

Wenige Reedereien bemühen sich bis jetzt, Schweröl durch Flüssigerdgas zu ersetzen, Katalysatoren und Partikelfilter einzusetzen. Einige experimentieren mit Elektrohybriden.

Venedig, Barcelona oder Dubrovnik

Legt ein grosses Kreuzfahrtschiff an, werden Städte von Touristen überrannt. Was die Tourismusbranche am Ort erfreut, verärgert die Anwohner zunehmend. Dubrovnik hat die Notbremse gezogen und erlaubt nur noch zwei Kreuzfahrtschiffe pro Tag.

Luxusdampfer im Hafen von Venedig.
Legende: Kreuzfahrtschiff im Hafen von Venedig. Reuters

Gäste in der Sendung

  • Cornelia Gemperle, Leiterin von Kuoni Cruises
  • Rahel Beck, Biologin, OceanCare
  • Thomas P. Illes, Schifffahrtsanalyst und Kreuzfahrtexperte

Die besten Argumente für oder gegen Kreuzfahrten sind in die Live-Diskussion eingeflossen. Hier geht es zur Online-Diskussion.

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33 Kommentare

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  • Kommentar von René Baron  (René Baron)
    Vermutlich wäre die Frage wie wir Schiffe sauber kriegen zielführender, als eine Frage ob Reisen und die Begegnung mit anderen Menschen und Orten sinnvoll ist.
    Wären die Schiffe sauber, wäre es - meine Meinung - vermutlich immer noch sinnvoller alle 6000 zusammengepfercht auf dieselbe Hafenpizzeria loszulassen, als wenn diese mit 6000 Autos in die Stadt einfielen.
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  • Kommentar von René Baron  (René Baron)
    Vor Jahren ware es grossartig mit unseren Kindern die Küsten verschiedener Kontente zu bereisen und ihnen damit einen ersten, leicht zugänglichen - man kann nichts falsch machen - Ueberblick zur Geografie, Kulturen und Lebensgefühl vermittelten, was den Grundstein für Lust auf echte, komplexere Abenteuer legte.
    Damals war Kreuzfahrtschiff in den meisten Destinationen noch ein Einzelfall und die Mitpassagiere weniger primitiv. Heute würd ich's auch nicht mehr machen. Billiger JeKaMi ist Horror!
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    1. Antwort von Heidi Kolb  (Studi_H13)
      Sehen Sie, deshalb unterstütze ich auch All-inclusive-Ferien nicht. Da setze ich nämlich die selben Fragezeichen wie bei der Schlacht am Buffet von Kreuzfahrtschiffen ;-).
      Entsprechend sehe ich es als Privileg, dass ich den "billigen JeKaMi-Horror" umgehen und meine Ferien anders verbringen kann. Das kostet übrigens nicht zwingend mehr Geld, bloss ein bisschen mehr Zeit vielleicht und ein wenig Verstand.
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  • Kommentar von Heidi Kolb  (Studi_H13)
    Eine Einladung zu einer Kreuzfahrt vor 10 Jahren nahm ich mit grosser Freude an. Die Fahrt selbst machte mich dann aber doch sehr nachdenklich. Einerseits genoss ich tatsächlich die tollen Landausflüge mit der Familie, die wir alle individuell und damals noch grösstenteils abseits der Touristenströme unternehmen konnten. Andererseits hinterliessen bei mir aber schon damals nicht nur die gut sichtbaren russigen Abgase, sondern auch die enorme Lebensmittelverschwendung an Bord viele Fragezeichen.
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    1. Antwort von René Baron  (René Baron)
      Ich könnte mir Vorstellen, dass die Verschwenung auf dem Dampfer weniger krass ausfällt als in den üblichen AllInclusiveResorts - schlagen doch gerade Lebensmittel auf See bedeutend mehr zu Buche als auf Land.
      AllInclusive abschaffen? Ich habe da meine Zweifel: Immerhin ist Essen oft die einzige Beschäftigung die einem auf hoher See noch bleibt.
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