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Gekochte Venusmuscheln und ein Stück Brot auf einem Teller:
Legende: Muscheln Venusmuscheln frisch gekocht und dazu ein Stück knuspriges Brot - was will man mehr? camillus dewitte / unsplash
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Muscheln essen Was Sie über Miesmuschel & Co. wissen müssen

Muscheln muss man schnell konsumieren, so viel ist bekannt. Aber wussten Sie auch, dass sie nicht nur in Monaten mit «R» Saison haben? Und dass es auch Muscheln aus dem Zürichsee gibt? 5 Fakten über Weichtiere, die Sie kennen sollten.

1. Die Muschel hat immer Saison

Muscheln können Sie das ganze Jahr über essen. Dass man Muscheln nur in Monaten mit einem «R» (September bis April) essen darf, ist ein alter Zopf. Er stammt aus Zeiten, in denen man nur über ungenügende Kühlmöglichkeiten verfügte.

2. Muscheln gehören nicht in Plastiksäckchen

Die Muschel ist ein delikates Lebensmittel und soll höchstens einen Tag im Kühlschrank gelagert werden. Und zwar nicht im Plastiksäckchen, sondern am besten in einem Glas- Porzellan- oder Metallgefäss. Wenn Sie Venusmuscheln oder Moules im Netz kaufen, nehmen Sie auch diese aus dem Plastiksack und geben Sie sie im Netz in ein Gefäss. Es hält die Muscheln zusammen und verhindert, dass Sie sich im Kühlschrank öffnen. Austern beschweren Sie zusätzlich mit einem Gewicht.

Ein Teller voll mit «Moules marinières». Im Hintergrund eine Schüssel mit Muschelschalen
Legende: «Moules marinières» sind sehr beliebt bei Muschelliebhabern Man isst sie richtig, indem man eine leere Muschel-Schale als eine Art Zange benutzt. Nick Karvounis / unsplash

3. Muscheln richtig essen ist ganz einfach

  • Moules marinières / Moules et Frites: Lösen Sie bei einer Muschel das Fleisch mit der Gabel heraus. Die leere Muschel-Schale dient nun als «Zänglein». Damit können Sie das Fleisch der restlichen Muscheln herauslösen.
  • Pasta oder Risotto mit Moules oder Venusmuscheln: Werden die Muscheln im Risotto oder mit Pasta gereicht, lösen Sie das Muschelfleisch mit Hilfe einer Gabel heraus. Wenn Finger-Bowlen auf dem Tisch stehen, dürfen Sie die Muschel mit den Fingern festhalten.
  • Austern: Sind die Austern schon ausgelöst, schlürfen Sie sie direkt aus der Schale. Ansonsten lösen Sie das Muschelfleisch mit Hilfe einer Gabel.

4. Es gibt auch Schweizer Muscheln

Die asiatische Körbchenmuschel bevölkert mittlerweile beinahe alle Schweizer Gewässer. Das ist zwar nicht unproblematisch, aber schemcken tut die Muschel trotzdem. Das Zürcher Start-up UMAMI zum Beispiel holt wöchentlich kiloweise asiatische Körbchenmuscheln aus dem Zürichsee und verkauft sie interessierten Gastronomen.

5. Muschelallergie ist nicht gleich Muschelallergie

Es kann sein, dass man auf Miesmuscheln allergisch reagiert, auf Venusmuscheln dagegen nicht. Trotzdem ist damit nicht zu spassen. Eine zünftige Muschelallergie kann neben Übelkeit und Erbrechen sogar zu Atemnot führen.

Maja Brunner