Oliver Washington: Unser Mann in Brüssel

Oliver Washington berichtet seit 2014 als SRF-Korrespondent aus Brüssel für die EU, Belgien und Luxemburg. Die Stadt habe sein Mobilitätsverhalten verändert. Zum ersten Mal in seinem Leben fahre er mit dem Velo zur Arbeit.

«  Als EU-Korrespondent ist es entscheidend, Zugang zu Diplomaten, Experten und wichtigen Akteuren zu finden. »

Oliver Washington
SRF-Korrespondent

Raum voller Journalisten im EU-Hauptquartier in Brüssel. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Keine grosse Rolle spielen? Rund 1000 Korrespondenten gibt es in Brüssel. Keystone

Oliver Washington befürchtete, dass er neben den rund 1000 Korrespondenten aus den wichtigeren EU-Ländern und Medienunternehmen keine grosse Rolle spielen werde. «Als EU-Korrespondent ist es aber entscheidend, Zugang zu Diplomaten, Experten und wichtigen Akteuren zu finden», sagt er. Doch die Leute nahmen den Hörer ab oder riefen zurück. Da wusste der ehemalige Redaktor, dass er in Brüssel so arbeiten könne, wie er es sich erhofft hatte.

«  Ich fahre jetzt mit dem Velo zur Arbeit. »

Oliver Washington
Journalist

Verändert habe sich sein Mobilitätsverhalten in Brüssel. «Ich fahre jetzt mit dem Velo zur Arbeit», sagt der Korrespondent. Das mache er zum ersten Mal überhaupt in seinem Berufsleben.

Als er einmal in einer kleinen belgischen Stadt unterwegs war, kam er zufällig an einer Gassenküche für Obdachlose und Sans-Papiers vorbei. Es ergab sich ein Gespräch mit einem Flüchtling aus Algerien. Dessen Offenheit und Schilderungen hätten Oliver Washington sehr beeindruckt. Der Algerier sei vor einigen Jahren aufgebrochen, um in Europa sein Glück zu finden. Doch er musste unten durch. Er hatte keine Papiere, keinen Job, kein Geld.

Wunderbare Restaurants

Eine Lieblingsspeise hat Oliver Washington nicht. Aber es gebe in seiner Nachbarschaft zahlreiche Bäckereien, Gemüse- und Fischläden, Metzgereien und Käseläden. «Brüssel ist nur schon wegen wunderbaren Restaurants und Läden einen Besuch wert.»