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«Forum»: Die Sendung zum Nachhören
Aus Forum vom 07.06.2018.
abspielen. Laufzeit 55:48 Minuten.
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Organspende in der Schweiz Wann kommt für Sie eine Organspende infrage?

Organspende hat in der Schweiz eine hohe Akzeptanz. Aber nur Wenige regeln, was mit den Organen nach dem eigenen Tod geschehen soll. Wann kommt eine Organspende für Sie infrage? In der Sendung «Forum» diskutierten Gäste mit Hörerinnen und Hörern.

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In über 60 Prozent der Fälle sind es die Angehörigen, die über eine Organspende entscheiden. Sie fragen sich: Was könnte der Wille des Sterbenden sein? Hätte er gewollt, dass man die lebenserhaltenden Maschinen abstellt? Und hätte er ja gesagt zur Organentnahme und dazu, dass man schon vor dem Abschalten der Maschinen alles bereitstellt, um fünf Minuten nach Eintritt des Todes mit der Entnahme zu beginnen? Denn Organe sind nur dann eine Hilfe für andere todkranke Menschen, wenn nicht zu lange mit der Entnahme gewartet wird.

Angehörige sagen oft nein

Angehörige sagen deshalb oft nein. Einige, weil sie persönlich gegen Organspende sind. Die Mehrheit jedoch, sagt Franz Immer, Direktor von swisstransplant, weil sie nicht sicher sind, was der Wille des Verstobenen gewesen wäre. Mit einem Nein liegen sie im Zweifelsfall auf der sicheren Seite.

Diese Unsicherheit möchte eine Volksinitiative beheben. Sie wurde Mitte Oktober 2017 gestartet. Jeder Verstorbene soll ein möglicher Spender sein. Ausser er lehnt dies zu Lebzeiten ausdrücklich ab.

Eine Organspende soll ein Geschenk bleiben

Die Medizinethikerin Ruth Baumann-Hölzle kann sich mit der Volksinitiative nicht anfreunden. «Was passiert zum Beispiel mit wenig gebildeten Menschen in der Schweiz, die nicht verstehen, worum es geht?», fragt sie. Sie könnten zu unfreiwilligen Organspendern werden. Ist das ethisch vertretbar? Eine Spende sollte immer ein Geschenk bleiben.

Diskutieren Sie mit

In der Sendung «Forum» diskutierten folgende Gäste mit Hörerinnen und Hörern:

  • Ruth Baumann-Hölzle, Medizinethikerin
  • Franz Immer, Direktor Swisstransplant

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62 Kommentare

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  • Kommentar von Johanna Gerber  (jo-si)
    Ich kann Alex Volkart nur unterstützen. Beispiel: Etwa 10 000 Menschen in der Schweiz haben Zystennieren (eine der häufigsten lebensbedrohenden Erbkrankheiten. Mit ca. 50 Jahren meist vollständiges Nierenversagen), weltweit rund 4.5 Mio. Menschen. Was haben sie in Ihren Augen "verbrochen"?
    UND was ist so schlimm daran, wenn man täglich 2x ein paar Tabletten schlucken muss?
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  • Kommentar von Bruno Bosshard  (Bösi)
    Es ist gleich wie ihr euch entscheidet, wichtig ist es, dass ihr mit euren liebsten darüber sprecht. Die Entscheidung im Ernstfall ist um einiges leichter wenn der Wunsch bekannt ist. Auf der Spendekarte kann nicht nur bekundet werden welche Organe man spenden möchte sonder auch was ihr nicht spenden möchtet.
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  • Kommentar von Bruno Bosshard  (Bösi)
    Bin selber seit 18 Jahren Lungentransplantiert. Dies wurde nur durch das Geschenk möglich das ich von einer unbekannten Familie erhalten habe.Eigentlich müsste es so sein, dass nur diese Personen ein Organ bekommen die selber auf der Spenderseite stehen und dies mit einem Ausweis bestätigen. Klar ist mir bewusst das dies nicht geht aber jeder soll sich einmal Gedanken darüber machen. Es ist viel warscheinlicher dass man ein Organ braucht als das man Spender wird.
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