«Persönlich» aus Bischofszell

Mit den Gästen von Anita Richner wird es garantiert lustig: Joachim Rittmeyer und Flurin Caviezel gehören zu den Stars der Schweizer Kabarettszene. Seit vielen Jahren touren die beiden mit ihren Programmen durchs Land.

Joachim Rittmeyer – der Beobachter

Porträtbild von Joachim Rittmeyer während der Sendung «Persönlich» in Bischofszell. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Joachim Rittmeyer. SRF

Joachim Rittmeyer macht seit fast 40 Jahren Kabarett. Und das, obwohl am Anfang alle dagegen waren. «Das hat mich geprägt. Ich habe das gemacht, was ich wollte, gegen alle Widerstände.» Aufgewachsen ist Joachim Rittmeyer in St.Gallen, zusammen mit fünf Geschwistern. Als Jüngster habe er seinen Platz finden müssen. Mit Lachen ging das gut.

In seinen Programmen spielt auch die Musik eine wichtige Rolle. Joachim Rittmeyer spielt verschiedene Instrumente. Das Talent hat er vermutlich von seiner Mutter geerbt, die eine begabte Pianistin war.

In all den Jahren mit den vielen Solo-Programmen hat Joachim Rittmeyer immer mal wieder eine Auszeit gemacht, ist ins Ausland gereist. Heute brauche er das nicht mehr so. Seit fünf Jahren wohnt er teilweise auch im Jura, als Ausgleich zum Leben in der Stadt Basel.

Flurin Caviezel – das Sprachtalent

Porträtbild von Flurin Caviezel während der Sendung «Persönlich» in Bischofszell. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Flurin Caviezel. SRF

Flurin Caviezel hat es mit den Sprachen. Aufgewachsen ist er im Bergell, wo die offizielle Sprache Italienisch ist. Die Bewohner sprechen allerdings das «Bargajot», einen Dialekt. Später, als Flurin Caviezel in den Kindergarten kam, zog die Familie nach Chur. Dort musste er zuerst Deutsch lernen. Seine Heimatsprache sei aber eindeutig Romanisch, sagt er, denn einen grossen Teil seiner Jugend verbrachte er immer wieder im Haus seiner Familie im Unterengadin.

Flurin Caviezel war Musiklehrer an der Kantonsschule in Chur, später Kulturbeauftragter und Leiter des Amtes für Kultur des Kantons Graubünden. Vor zehn Jahren entschloss er sich, «nur» noch Kabarett zu machen. In seinen Programmen spielt die Musik eine wichtige Rolle, gesungen wird in allen vier Landessprachen. «Die Musik gibt Pause, man hat Zeit zum Nachdenken.» Am Text feile er allerdings länger als an der Musik. Früher habe er die Texte jeweils dem Hund auf dem Spaziergang erzählt. «Leider musste er eingeschläfert werden.»

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