«Persönlich»: Die Winzerin und der Pferdenarr

Risiken auf dem Weg zum Erfolg kennen beide «Persönlich»-Gäste: Die Winzerin Martha Gantenbein begann mit neuen Methoden Wein zu machen, Marco Wyss brachte mit Musicals internationalen Glanz in die Walensee-Region.

Martha Gantenbein (55)

Martha Gantenbein vor dem Weingut. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Martha Gantenbein. zvg

«Das Bessere ist der Feind des Guten», sagt Martha Gantenbein und öffnet dazu eine Flasche Chardonnay des Jahrgangs 2011. Seit sie und ihr Mann 1982 mit dem Weinmachen begonnen haben, hätte sie alles getan für eine bessere Qualität. Die Winzerin giesst etwas Wein ein, riecht am Glas und nimmt einen kleinen Schluck. Sie lässt sich kurz Zeit und nickt dann leicht: Offensichtlich stimmt für sie die Qualität auch bei dieser Flasche.

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«Persönlich» aus Mels (SG)

«Persönlich» aus Mels (SG)

«Persönlich»-Gastgeber Christian Zeugin empfängt Martha Gantenbein und Marco Wyss am 22. Februar live «im Alten Kino» in Mels (SG). Die Sendung beginnt um 10 Uhr und ist öffentlich.

Nur drei Sorten produziert das Weingut Gantenbein in der Bündner Herrschaft: Pinot Noir, Chardonnay und Riesling. Martha und Daniel Gantenbein begannen vor über 30 Jahren rasch mit der Verknappung der Reben. Nur die besten Trauben sollten den Weg ins Fass finden. «Durch unsere Reisen haben wir andere Formen des Winzerns gesehen und uns obendrauf ein grosses Netzwerk von Freunden geschaffen», erzählt Martha Gantenbein auf dem Rundgang durch ihr Weingut in Fläsch (GR).

Als die Gantenbeins vor über 20 Jahren begannen, ihre Weine nach ausländischen Modellen in Barrique-Fässern auszubauen, wurden sie zu Beginn eher argwöhnisch beobachtet. Steigender Absatz und immer grössere Anerkennung liessen die Kritiker verstummen. Heute gehören die Gantenbein-Weine zum Premiumbereich und bewegen sich damit im oberen Preissegment. Ein Drittel der jährlichen Produktion wird ins Ausland verkauft.

Marco Wyss (43)

Porträt von Marco Wyss. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Marco Wyss. zvg

Auf einem Luxusschiff in der Karibik absolvierte Marco Wyss während der Ausbildung an der Hotelfachschule sein Praktikum. «Die Erfahrung war grossartig. Ich wollte unbedingt nochmals zur See fahren. Am liebsten als Hoteldirektor.» Doch dann kam alles anders.

2000 wurde Marco Wyss zum neuen Direktor von Heidiland Tourismus gewählt. Dies, nachdem er in einem Interview anmerkte, dass die Geschichte von Heidi doch der perfekte Stoff für ein Musical wäre. Prompt kam kurz darauf das Angebot eines Produzenten in den USA, und Marco Wyss hob 2005 die erste Open-Air-Produktion aus der Taufe. Die «Heidi»-Musicals am Walensee wurden zu einem grossen Erfolg mit überregionaler Ausstrahlung. Diesen Sommer 2015 feiert die Bühne mit dem Musical «Titanic» das zehnjährige Jubiläum.

Neben seiner Funktion als Verwaltungsratspräsident und Produzent der Walensee-Bühne pflegt der 43-Jährige seine Leidenschaft für den Pferdesport. Er wuchs schon als Junge mit Pferden auf und wurde später Trainoffizier in der Schweizer Armee. Zudem verfügt er über eine Trabrenn- und Springlizenz. «Die wöchentlichen Ausritte lasse ich mir auch im Hochbetrieb nicht nehmen», sagt er. Er hätte aber gerne mehr Zeit für sein Pferd.

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