Roger Cicero ist tot

Der deutsche Musiker Roger Cicero ist am vergangenen Donnerstag im Alter von 45 Jahren an einem Hirninfarkt gestorben. Erst im vergangenen November hatte er wegen eines akuten Erschöpfungssyndroms mit Verdacht auf Herzmuskelentzündung seine Konzerttermine bis Ende 2015 abgesagt.

Rückblick: Am 3. Juni 2014 war Roger Cicero zu Gast bei Radio SRF 1

«Ich würde die Schweiz ohne zu übertreiben als meine zweite Heimat bezeichnen», sagt Roger Cicero. Als Jugendlicher hat der Berliner mehrere Wochen pro Jahr in der Schweiz verbracht. Sein Vater hat 15 Jahre in Zürich gelebt. Zu Besuch beim 1997 verstorbenen Jazzpianisten lernte Roger Cicero die Region um Zürich kennen. «Zürich, Wetzikon; das kenn ich alles ganz gut», sagt der heute 43-Jährige.

Als Vierjähriger hat Roger Cicero mit Klavierunterricht angefangen, mit fünf aber wieder aufgehört. Erst später entdeckte der Berliner die Leidenschaft zur Musik. Auf der Bühne stehen und live musizieren – das ist das, was Roger Cicero als seinen Hauptberuf bezeichnet. Im Gegensatz zu seinem Vater sei er aber kein musikalisches Wunderkind, sagt er.

Eine Botschaft in jedem Lied

Bei seinem Album «Was immer auch kommt» sei es ihm besonders wichtig gewesen, mit den Texten Themen und Emotionen zu transportieren. «Musik ist für mich ein Emotionsverstärker», sagt Roger Cicero. «Über Musik habe ich die Möglichkeit, mich Emotionen wertefrei zu nähern. Wer Musik hört, kann sie leben und hören ohne sie zu bewerten. Das ist ein riesengrosses Geschenk.»

«Was auch immer kommt», «Glück ist leicht» oder «Wenn es morgen schon zu Ende wär». Der Tiefgang der Lieder ist schon in den Titeln erkennbar. Für den Musiker enthält jeder Song eine einzigartige Botschaft.