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Schottischer Pöstler sorgt für Comeback alter Seemannslieder
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Shanty-Boom auf Social Media Schottischer Pöstler sorgt für Comeback alter Seemannslieder

In den sozialen Medien sind Shantys der neuste Trend. Ein junger Briefträger aus Schottland hat den Seemannsliedern wieder Gehör verschafft. Popstars ziehen nach.

Der «Wellerman»-Song von Nathan Evans

Der Schotte Nathan Evans (27) sorgt auf der Social-Media Plattform Tiktok für ein Comeback der alten Seemannslieder. Direkt nach Weihnachten stellte Evans seine Version von «Soon May The Wellerman Come» online. Innerhalb einer Woche erreichte er damit 8 Millionen Abrufe.

Entstanden ist der Wellerman-Song ursprünglich um 1860. Heute, in der Pandemiezeit spricht das Seemannslied aus dem 19. Jahrhundert offenbar vielen aus der Seele.

Vom Postboten zum Musiker mit Plattenvertrag

Eigentlich hat der Hobbymusiker Nathan Evans einfach nur einen alten Shanty gesungen und auf Tiktok veröffentlicht. Nie hätte er damit gerechnet, dass dieses Video viral geht. Das Angebot einer Plattenfirma liess nicht lange auf sich warten. Der ehemalige Briefträger hat seinen Job an den Nagel gehängt und setzt nun voll auf die Karte Musik.

Der Wellerman-Song von Nathan Evans hat Tausende inspiriert eine eigene Version dieses Songs online zu stellen. Der Shanty-Boom hat selbst Stars wir Gary Barlow und Ronan Keating ereilt.

Ronan Keating and Gary Barlow

Ein Shanty ist schlicht und ergreifend ein Arbeitslied der Seeleute. Während der Vorsänger sang arbeiteten die Matrosen auf dem Schiff. Sie holten den Anker ein oder hissten Segel. Dabei sangen sie im Wechselgesang bestimmte Passagen mit.

Woher stammt der Begriff «shanty»?

Das englische Wort «shanty» ist erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nachweisbar. Es stammt wahrscheinlich von frz. chanter «singen» ab.

Interessant ist, dass der Ausdruck «chanty-man» schon einige Jahre früher belegt ist, der so etwas wie Vorsänger bedeutet und zunächst nicht auf Schiffen, sondern bei Baumwollarbeitern gebraucht wurde. Bei der harten Arbeit, in der Baumwollballen gepresst wurden. Bei der gemeinsamen, rhythmischen Arbeit, gab es offensichtlich einen Taktgeber (eben der Vorsänger oder chanty-man), der aber nicht einfach rief, sondern rhythmische Lieder sang. Von dort wäre das dann auf die Seeleute übergegangen.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von steff!e gfeller  (steff!e :>)
    wer z.b. die serie "outlander" schaut ist schnell sehr vertraut mit den tollen shantys, die die schotten durch alle zeiten sangen. eingängige, melancholische melodien und der wunderbare schottische akzent - stärken wir uns doch so, wenns hilft!
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  • Kommentar von Jorge Lugar  (Chorche)
    Wer die Sinn- und Orientierungslosigkeit der Bevölkerung erkennt, versteht, weshalb sich so viele Leute immer wieder auf neue Trends stürzen.

    Traurig zu sehen, wie so viele versuchen, ihre innere Leere, ausgehöhlt durch mediale Ablenkung und endlosen Konsum, durch irgend etwas sinnstiftendes zu füllen.

    Die meisten werden es bis zu ihrem Lebensende nicht hinkriegen.
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    1. Antwort von Jonny Berger  (Landkind)
      Zu dieser Singrunde möcht ich mich jedenfalls sofort setzen: https://www.youtube.com/watch?v=HBNt3ALLcLQ
    2. Antwort von Stefan Schneider  (s.schneider)
      na wenn sie es hinbekommen, dann erleuchten sie uns doch mit ihrem wissen.
  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Bin gespannt wann der erste "Hudigägeler" zum Welthit wird...
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    1. Antwort von Daniel Unedan  (D. Unedan)
      Möge dieser Tag noch in weiter Ferne sein...