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Radio SRF 1 Sind unsere Jugendlichen handysüchtig?

Pro Tag ist ein Jugendlicher im Durchschnitt 2 Stunden und 30 Minuten online. Am Wochenende ist es eine Stunde mehr. Erwachsene macht das innige Verhältnis ihrer Kinder zum Smartphone ratlos. Sie fragen sich: Sind unsere Jugendlichen süchtig nach dem Handy? Wann müssen Eltern intervenieren?

Legende: Audio «Forum»: Die Sendung zum Nachhören abspielen. Laufzeit 55:49 Minuten.
55:49 min, aus Forum vom 08.06.2017.

Schreiben Sie uns Ihre Meinung: Haben Jugendliche ihren Handykonsum im Griff?

Facts: Jugendliche und Smartphones

  • 99 Prozent der 12- bis 19-Jährigen in der Schweiz besitzen ein Handy.
  • Nahezu jedes Mobiltelefon der Jugendlichen ist ein Smartphone.
  • Pro Tag ist ein Jugendlicher im Durchschnitt 2 Stunden und 30 Minuten online. Am Wochenende ist es eine Stunde mehr.
  • Facebook hat an Popularität eingebüsst. Heute sind Instagram, Snapchat und WhatsApp bei den Jugendlichen am beliebtesten. (Quelle: JAMES-Studie 2016)
  • Mit der Messaging-App Snapchat lassen sich Fotos mit «lustigen» Effekten verzieren (siehe Bildergalerie oben).

Jugendliche brauchen das Handy nicht mehr zum Telefonieren. Sie chatten, posten, sharen und folgen Stars auf Instagram. Sie verschicken lustige Selfies per Snapchat und tratschen, dank dem App «Houseparty», auf dem Smartphone.

Gespenstische Ruhe auf dem Pauseplatz

«In der Pause ist es heute gespenstisch ruhig», erzählte kürzlich ein Lehrer. «Alle Jugendlichen starren in ihre Handys und drücken und wischen auf dem Bildschirm herum. Man sehnt sich schon fast nach dem Pausentumult von früher.»

Jugendliche wiederum verstehen die Sorgen der Alten nicht: «Wo liegt das Problem? Wir tauschen uns doch nur mit Freunden aus.»

Die Gäste im «Forum»

Haben Jugendliche ihren Handykonsum im Griff? Wann müssen Eltern intervenieren? Wie werden Jugendliche medienkompetent? In der Diskussionssendung «Forum» diskutierten Gäste mit Hörerinnen und Hörern.

7 Kommentare

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  • Kommentar von Beat Rüedi (beat rueedi)
    Irgendwann einmal, in vermutlich sehr ferner Zukunft, werden in solchen Sendungen (sprich Medienkompetenz im Spannungsfeld Handy-Schule-Elternhaus) von allen Beteiligten und insbesondere von den jugendlichen SchülerInnen nicht mehr Facebook, WhatsApp, Instagram, Snapchat & Co, sondern Evernote und irgendwelche Drives genannt.
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  • Kommentar von Beat Rüedi (beat rueedi)
    Ich habe die Sendung eben nachgehört und stelle ziemlich ernüchtert fest, dass unter Medienkompetenz das Anwenden der bekannten Social Media Dienste verstanden wird. Gleichzeitig wird in der Sendung immer wieder die Verbindung zur Schule hergestellt, obwohl das Handy mit Lernen nichts zu tun hat - ausser, Taschenrechner, Wikipedia und Youtube sind Lerninstrumente.
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  • Kommentar von Hanspeter Amstutz (Hanspeter Amstutz)
    Die Sendung war spannend, aber zu schönfärberisch. So souverän wie die vier eingeladenen Jugendlichen mit ihren Smartphones umgehen, entspricht leider kaum dem Verhalten vieler Jugendlichen in der Volksschule. Bis ein Handy primär ein nützliches Arbeitsinstrument und kein Spiel- oder reines Chatgerät ist, braucht es einiges an Selbstdisziplin. Diese ist im Grunde genommen der Kern wirklicher Medienkompetenz und nicht wie erwähnt wurde das möglichst frühe Einsteigen in die Medienwelt.
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