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Radio SRF 1 Somalia: Die Auswirkungen der Dürre in Bildern

Die Hungersnot in Afrika entwickelt sich zur grössten humanitären Katastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Glückskette und die SRG organisieren deshalb am Dienstag, 11. April 2017, einen nationalen Solidaritätstag für die Länder Südsudan, Somalia und Nigeria. Bilder vor Ort zeigen die Not.

Seit über drei Jahren hält die Dürre in den afrikanischen Ländern an. Folglich wächst die Hungersnot und entwickelt sich zur grössten humanitären Katastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg. Um dieser Hungersnot entgegen zu wirken, sind viele Hilfswerke vor Ort: Die Organisationen verteilen Nahrungsmittel und verbessern die medizinische Versorgung und die Infrastruktur. Damit will man den Menschen in Not helfen.

Alleine in den drei Ländern Somalia, Südsudan und Nigeria sind insgesamt 13 Millionen Menschen von der Hungersnot bedroht. Aus diesem Grund hat die Glückskette gemeinsam mit der SRG den nationalen Solidaritätstag am 11. April 2017 lanciert.

Die Spendengelder aus dem nationalen Solidaritätstag fliessen in Nothilfeprojekte von rund zehn Schweizer Partnerhilfswerken der «Glückskette», Link öffnet in einem neuen Fenster.

So finanzieren Sie mit einer Spende von 40 Franken medizinische Erdnusspaste, um ein mangelernährtes Kind während zehn Wochen aufzupäppeln. Mit einer 100-Franken-Spende decken Sie die medizinischen Kosten, um ein schwer mangelernährtes Kind zu behandeln.

Fehlende Hygiene und bedrohliche Dürre

Legende: Video «Hungersnot in Afrika» abspielen. Laufzeit 2:25 Minuten.
Aus Tagesschau vom 11.03.2017.

Wie die «Tagesschau» am 11. März 2017 berichtete, sind Spitäler überfüllt. Die Hungernden nehmen Wege von über 350 Kilometer auf sich, um in die Stadt zu reisen.

Wasserquellen auf dem Land versiegen, die Dürre scheint kein Ende zu nehmen.

Das verschmutze Wasser, welches ihnen noch bleibt, macht sie nur noch zusätzlich krank und die Cholera breitet sich weiter aus.

Die akute Hungersnot in Afrika ist ein Beispiel für längerfristige Katastrophen, welche in den Medien kaum diskutiert werden und somit weniger Spenden erhalten. Deshalb sammelt die Glückskette am nationalen Solidaritätstag für die Länder Südsudan, Somalia und Nigeria. Mit den Spendengeldern werden die medizinische Versorgung und die Hygienemassnahmen verbessert.

Das Leben in ständiger Angst

Die Not der Menschen vor Ort ist gross. Eine Frau, die mit ihren Kindern in einer Notunterkunft in Somalia lebt, berichtet von ihren Lebensbedingungen: «Wir leben alle auf engem Raum. Es ist hart, weil es hier zu viele Menschen hat. Hier hat es keine Männer, nur Frauen und Kinder, deshalb haben wir Angst. Wir haben Angst, dass uns etwas Schlimmes passiert.»

Die Hälfte aller Somalier ist auf humanitäre Hilfe angewiesen. Denn zur Hungersnot kommen politische Konflikte hinzu: In Somalia versucht die islamistische Terrormiliz Al-Shabaab, einen Gottesstaat zu errichten. Zudem üben sunnitische Extremisten Angriffe auf die Einwohner Somaliens aus. Auch im Südsudan ist die Lage prekär, denn mit dem aktuellen Bürgerkrieg werden laufend Menschen aus ihrem Land vertrieben.

Legende: Video «Schweizer Hilfe für Hungerleidende in Afrika» abspielen. Laufzeit 2:42 Minuten.
Aus Tagesschau vom 11.03.2017.

Im Norden Nigerias intensivieren sich die Konflikte mit der Islamistischen Terrorgruppe von Boko Haram, wie die «Tagesschau» vor wenigen Wochen berichtete. Grosse Teile der Bevölkerung sind von der Hungerkatastrophe betroffen und benötigen dringend humanitäre Hilfe.

Diese politischen Probleme erschweren in Kombination mit der Dürre das Leben der Zivilisten. Im «Treffpunkt» auf Radio SRF 1 beschreibt Afrika-Experte Ruedi Küng die politische Situation genauer. Zur Sendung

5 Kommentare

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  • Kommentar von Charles Dupond (Egalite)
    Und schon wieder zaehlt jeder Gluecksketterappen nur fuers Ausland. Und die Armen Kinder, Jungen und Greise in der Schweiz werden schmaehlichst im Stiche gelassen. Und wenn mal alle paar Jahrzehnte fuer die Schweiz gesammelt wird, gibts keine nachtraegliche Schuldenhilfe fuer private Organisationen wie in Afrika, sondern nur Finanzierung von Direkthilfe. Und die "profitierenden" Gemeinden und Buerger werden mit kleinlichster Abrechnungsbuerokratie bis aufs Blut schickaniert...
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    1. Antwort von Philip Hofmänner (Pipo)
      Ich bin sprachlos! Sie vergleichen eine Hungersnot wo gerade Millionen am Verhungern sind mit der Schweiz (einem der Wohlhabendsten Staaten der Welt).
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  • Kommentar von Franz NANNI (Aetti)
    Die Duerre in Afrika ist Folge der Industrialisierung der "westlichen" Welt... die nicht nur ruecksichtslos ausbeutet sondern auch nach wie vor massgeblich an der Klimaaenderung beteiligt ist.. Nothilfe ja, aber man bringt auch Medizin.. irgendwie schrecklich, da wird der Natur reingepfuscht, Menschen am Leben erhalten die dann nachher trotzdem an Hunger sterben.. erst die Medizin hat die Ueberbevoelkerung der Welt moeglich gemacht.. dank dessen bin auch ich noch am Leben..ein fact
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  • Kommentar von ely berger (ely berger)
    Zum Verzweifeln ist auch, dass Geburtenkontrolle ein Tabu Thema ist. In Nigeria und Somalia gebärt jede Frau etwa 6 Kinder. In Nigeria wuchs die Bevölkerung letztes Jahr um 5 Millionen. Diese Frauen müssen? Kinder aufstellen, die zum Tod verurteilt sind. Und sie hören nicht im geringsten auf damit. Vielleicht sollte die WHO und UNO an Hilfe die Bedingung stellen, nur noch zwei Kinder.
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    1. Antwort von Philip Hofmänner (Pipo)
      In armen Ländern sind Kinder die einzige Altersvorsorge! Das war in der Schweiz nicht anders als wir noch arm waren!
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