Urs Wälterlin und Australien: Eine turbulente Liebesbeziehung

Seit 22 Jahren lebt Urs Wälterlin in Australien. In 13 Kapiteln beschreibt der Radiokorrespondent, warum ihm Australier oberflächlich vorkommen, wie schlechte Politiker zu viel Macht kommen – und warum er das Land trotzdem liebt.

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Wombat-Creek: Sven Furrer besucht Urs Wälterlin

9:31 min, aus Australien vom 5.12.2014

Prolog

Flaggen der Schweiz, Australien und Deutschland. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ein Schweizer in Australien. SRF

«22 years? You are Australian now.» Wie oft habe ich diesen Satz schon gehört. «22 Jahre, da bist du ja jetzt Australier.» Falsch. Ich bin ein Schweizer, der in Australien lebt. Zwar habe ich zwei Herzen in meiner Brust. Aber das für die Schweiz schlägt lauter. Ich habe an meinem Fahnenmast drei Flaggen: die australische, die deutsche (für meine Frau Christine) und die schweizerische. Die rote Flagge mit dem Schweizerkreuz ist die grösste.

Kapitel 1: Pionierland Australien

«  Auf keinen Fall sollte man meinen, irgendjemand warte in Australien auf einen.  »

Urs Wälterlin
Australien-Korrespondent SRF

In den letzten Jahren hat die Bürokratisierung in Australien enorm zugenommen. Trotzdem ist es noch immer Pionierland. Wer willig ist, hart zu arbeiten, kann es hier zu etwas bringen. Geschenkt wird einem allerdings nichts. Auf keinen Fall sollte man meinen, irgendjemand warte in Australien auf einen. Das ist ganz klar nicht der Fall. Wer aber eine gute Geschäftsidee hat, kann sie vielleicht eher realisieren, als dies in der Schweiz der Fall wäre. Was immer zieht sind Spitzenqualität und Zuverlässigkeit, zwei typische Schweizer Attribute also. Sei das als selbstständiger Handwerker, als Arzt, als Jurist. Wer das bieten kann, hat gegenüber vielen australischen Mitbewerbern einen Vorteil. Unter dem Pioniergeist leidet jedoch die Natur: Wie bei den ersten Siedlern wird sie noch als Feind gesehen. Man muss sie bezwingen, einem Untertan machen.

Kapitel 2: Die Liebe zu Australien

Urs Wälterlin im Outback. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Pioniergeist: Urs Wälterlin im Outback. SRF

Was ich an Australien mag. Wo soll ich beginnen? Australien hat so viele Pluspunkte. Mein Favorit ist wohl die Natur, die Landschaft. Sie ist einzigartig, und einzigartig vielfältig. Im Gegensatz zur weitläufigen Meinung besteht Australien nicht einfach nur aus Wüste und Sydney. Es gibt fantastische Regenwälder, es gibt Savannen, und es gibt atemberaubend schöne Schluchten, in denen sich das knallige Orange Milliarden Jahre alter Felsen am Abend im Wasser spiegelt. Und es gibt sogar Alpen, komplett mit Schnee bedeckt. immer weniger allerdings, eine Folge des Klimawandels. Die Natur in Australien – und alles, was dazu gehört – ist etwas, das mich immer noch fasziniert wie am ersten Tag. Einmal bin ich mit einem Journalistenkollegen im Outback gereist, als der weinend zusammenbrach. Er konnte sich einfach nicht vorstellen, dass es auf der Welt noch immer derartige Weiten gibt.

Kapitel 3: Die Australier

«  Die Australier sind generell sehr nett und hilfsbereit. Aber ich empfinde viele auch als naiv, weltfremd, insulär und oft auch oberflächlich. »

Urs Wälterlin
Australien-Korrespondent SRF

Australier sind gewöhnungsbedürftig. Und – nach genauem Kennenlernen – sicher nicht so, wie Sie es in der Reisebroschüre lesen. Nein, mal ehrlich: man kann natürlich nicht generalisieren. Man sollte zumindest nicht. Aber ich tu es jetzt trotzdem. Jedes Volk hat ja eine Art Charakter, bestimmte Eigenheiten. Die Australier sind meiner Erfahrung nach generell sehr nett, und im persönlichen Umgang sehr hilfsbereit. Aber ich empfinde viele auch als naiv, weltfremd, insulär und oft auch oberflächlich. Interessanterweise habe ich kaum enge freundschaftliche Beziehungen mit Australiern. Ich habe zwar viele gute Beziehungen, aber keine wirklich tiefsinnigen. Solche finde ich eher bei unseren Schweizer oder deutschen Freunden. AustralierInnen haben auch eine düstere Seite: viele sind zumindest subtil rassistisch, im Alltag, etwa gegenüber Mitarbeitern aus anderen Ländern, oder dann natürlich gegenüber Flüchtlingen, die regelrecht dämonisiert werden.

Kapitel 4: Australien in einem Bild

Nichts verkörpert Australien mehr als das Outback – jene Region, wo Menschen kaum zu sehen sind, und wo sie nicht das Sagen haben, sondern die Natur. Das Outback hat viele Gesichter. Je nach Region des Landes. Dieses hier ist eines der schönsten. Ich habe das Foto bei einem Trip in Zentralaustralien aufgenommen.

Kapitel 5: Australien in einem Wort

Australien in einem Wort. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Australien in einem Wort. SRF

Mate. Mate ist das englische Wort für Kumpel und die häufigste Anrede für Männer. Es ist unglaublich vielseitig einsetzbar. Und es bedeutet keineswegs, dass man sein Gegenüber mag. «Fantastisch, Mate» geht ebenso wie «Verpiss Dich, Mate». Vor allem aber ist es ideal für Leute, die sich Namen nicht merken können. Wenn man jemanden auf der Strasse trifft und einem beim besten Willen nicht einfällt, wie er heisst, kann man immer sagen: «Hey, es war schön, dich getroffen zu haben, Mate!».

Kapitel 6: Auswandern

Urs Wälterlin. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Urs Wälterlin. SRF

Auch in Australien muss man hart arbeiten. Auch in Australien kostet das Leben Geld – viel Geld. Und sogar als blonder (als ich noch Haare hatte…), blauäugiger Schweizer kann man gelegentlich Fremdenfeindlichkeit spüren. Etwa bei einem Vorstellungsgespräch. Es ist ein absoluter Irrglaube, zu meinen, man werde hier gebraucht. Das zeigt sich sogar in Fällen, wo Berufsleute aktiv im Ausland angeworben wurden. Sind sie mal hier, stellen sie fest, dass trotz gegenteiliger Auskunft ihre Qualifikationen nicht anerkannt sind.

«  Wer den Test nicht bestand, hatte keine Chance, je in Australien wieder in diesem Job arbeiten zu können. »

Urs Wälterlin
Australien-Korrespondent SRF

Meine Frau Christine musste trotz zehnjähriger Berufserfahrung als Krankenschwester in der Schweiz und Deutschland ihre Ausbildung in einem Schnellkurs wiederholen. Dann gabs eine Prüfung. Seither arbeitet sie wieder auf ihrem geliebten Beruf. Wer den Test nicht bestand, hatte keine Chance, je in Australien wieder in diesem Job arbeiten zu können. Solche Erfahrungen tragen dazu bei, dass jedes Jahr hunderte, vielleicht tausende von Einwanderern frustriert wieder in die Heimat zurückkehren. Die sind ausgeblendet, wenn man in «Geo» die tollen Auswanderer-Geschichten liest.

Leute am Einbürgerungstest. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Einbürgerungstest. SRF

Wer dann mal hier ist, dem wird es relativ leicht gemacht, Staatsbürger zu werden. Christine hat eben ihre Einbürgerung hinter sich gebracht. Man muss dazu einen Test bestehen. Sie hat so lange gewartet, weil sie ihre deutsche Staatsbürgerschaft nicht abgeben wollte. Die deutsche Regierung hat es jetzt erleichtert, zwei Staatsbürgerschaften zu haben. Um nichts in der Welt würden Christine oder ich auf die Staatsbürgerschaft unserer Geburt verzichten.

Früher war es einfach, ein Einwanderungsvisum zu erhalten. Seit etwa 25 Jahren ist es sehr schwierig. Es gibt eine Vielfalt von Visa – für Individuelle Bewerber mit besonderen Berufskenntnissen, für Familienzusammenführungen, für Leute, die schon einen Arbeitgeber haben.

Urs Wälterlin skypt mit seinen Eltern. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Skypen mit den Eltern. SRF

Schliesslich muss man sich sehr gut überlegen, ob man wirklich seine Freunde und Familie aufgeben kann – oder will.
Das ist wohl der schwierigste Entscheid überhaupt.
Allerdings ist die Distanz zur Schweiz dank E-Mail und vor allem Skype geringer geworden. Wir skypen mindestens einmal pro Woche mit unseren Eltern und Bekannten.

Kapitel 7: Die Politik

T-Shirt mit Aufschrift. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Klartext: «Wer es nicht liebt, soll gehen.» zvg

Sagen Sie niemandem, dass ich mich nicht als Australier sehe. Für viele Australier wäre das ein Affront. «Un-Australian» – sagen die Politiker. Entweder ganz australisch oder gar nicht. Es gibt sogar T-Shirts mit der Aufschrift: «Australien – Wenn Du es nicht liebst: Hau ab!» Wer kritisiert, soll gehen. Wer Fragen stellt, ist unangenehm.Die Politik könne nicht noch schlimmer werden, sagen mein Kumpel und ich. Und dann schafft sie es doch. Wir fragen uns immer wieder, wie dieses Land trotzdem einigermassen funktionieren kann.

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Buchtipp

Mehr Hintergründe und Anekdoten gibt Urs Wälterlin im Buch «Weit weg im Outback» (Ullstein, 2013).

Die Qualität der Politik ist bemerkenswert schlecht und lässt einen bewusst werden, wie gut im Vergleich die schweizerische direkte Demokratie ist. Das angelsächsische System von Regierung und Opposition ist meiner Ansicht nach unglaublich unproduktiv – zumindest in der australischen Version. Hier sind Parteien hauptsächlich damit beschäftigt, der anderen Seite eins auszuwischen. Ich verwende den Begriff «Rugbypolitik»: Einer gewinnt, der andere verliert. Kompromisse gibt es nicht. Und wie im Rugby ist es auch wichtig, dass der Verlierer noch eine blutige Nase davonträgt.

Parlament. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Repräsentantenhaus in Canberra. SRF

Zusätzlich zum rauhen Klima fehlt es an guten Politikern: Politiker wird man hier selten, indem man sich vom Gemeinderat hoch arbeitet zum Premierminister. Politik ist eine Karriere, ein Beruf – ein fürstlich bezahlter dazu. Das zieht gelegentlich eine ganz besondere Art von Bewerbern an: Leute, die der jeweiligen Partei hörig sind, oder denen die Partei etwas schuldet. Letztere werden dann in einen Wahlkreis gesteckt, wo ihnen der Gewinn garantiert ist. Dann sind sie im Parlament. Mit einem enormen Gehalt, Chauffeur und Limousine, unzähligen Boni – und natürlich viel Macht. Ich wage zu behaupten, dass ein stattlicher Teil der australischen Politiker in der realen Berufswelt keine Chance hätte.

Kapitel 8: Australien und die Umwelt

«  Im Verlauf von 200 Jahren hat Australien etwa 30 Prozent aller Säugetiere gekillt. »

Urs Wälterlin
Australien-Korrespondent SRF

Man könnte meinen, der Australier sei gleichgültig in wichtigen Fragen wie Umweltschutz. Zu einem gewissen Grad stimmt das sogar: Die Gleichgültigkeit, ja Ignoranz, ist beeindruckend hoch. Ich habe im Verlauf der Jahre mehrere Theorien entwickelt. Beispiel Umwelt: Die Grösse des Landes spielt mit Sicherheit eine Rolle. Es gibt eindeutig Leute, die meinen, man habe ja so viel Platz, da mache es nichts aus, gleich einen ganzen Wald abzuroden. Es gäbe ja noch genügend weitere. Das Problem ist nur, dass das weisse Australien schon seit über 200 Jahren so denkt. Oder Tiere: Australien hat die grösste Rate an Ausrottungen von Säugetieren auf der Welt. Im Verlauf von 200 Jahren hat das Land etwa 30 Prozent aller Arten gekillt. Ein weiterer Faktor ist die Isolation vom Rest der Welt. Oft fehlt den Leuten der Vergleich, wie andere Länder ein Problem angehen. Beispiel Recycling: Australier staunen, wenn ich ihnen erzähle, dass in Deutschland Menschen vor Maschinen warten, um ihr Altglas gegen Entgelt einzuwerfen. Hier kann man froh sein, wenn Altglas nicht auf der Müllkippe landet.

Windfarm in Australien. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Windanlagen mag die Regierung nicht. SRF

Es gibt aber Hoffnung: Gerade unter jungen Australierinnen und Australiern wächst das Bewusstsein, dass es so nicht weitergehen kann. Bei uns in Goulburn habe ich vor ein paar Jahren eine Gemeindegruppe ins Leben gerufen, die progressives Fördern denkt. Die jungen Mitglieder sind ganz besonders aktiv. Im letzten Jahr protestierten sie vor dem Wahrzeichen der Stadt – einem gigantischen Schaf – gegen die Inaktivität der Regierung unter Premierminister Tony Abbott. Abbott ist erklärter Klimawandelskeptiker, der Klimawissenschaften mal als «Scheisse» bezeichnet hatte. Im Gegensatz zu Entwicklungen im Rest der Welt werden erneuerbare Energien in Australien aktuell blockiert, ja abgeschafft.

Kapitel 9: Die australische Küche

Essen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Essen. SRF

Das australische Sechsgangmenü: eine Fleischpastete und fünf Flaschen Bier. Ohne Witz: Die traditionelle australische Küche ist ziemlich erbärmlich – das ehemalige «Mutterland» Grossbritannien lässt grüssen. Noch in den 1950er-Jahren Jahren assen die Leute in erster Linie Lammbraten und drei Gemüse - aus dem Wasser gezogen. Die verschiedenen Immigrationswellen haben das verändert. In Städten wie Sydney und Melbourne gibt es Restaurants von Weltklasse. Immer besser wird auch die moderne typisch australische Küche – eine Fusion von europäischen und asiatischen Einflüssen. Oft finden auch einheimische Pflanzen Anwendung, die seit zehntausenden von Jahren von Aborigines genutzt werden. Das vielleicht australischste aller australischen Essen aber ist das Barbeque. Dabei gelten ganz besondere Regeln, wie dieser Bericht zeigt.

Urs Wälterlin in der Küche. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Einfach: Die australische Küche. SRF

Känguru wird relativ wenig gegessen, obwohl es sehr gesund ist und wesentlich weniger klimaschädigend als Fleisch von Nutztieren. Ich liebe es und bereite es sehr oft zu. Viele AustralierInnen sehen Känguru in erster Linie als Hundefutter. Das meiste wird exportiert. Gelegentlich lande Kängurufleisch als «Rehpfeffer» auch auf Schweizer Tischen, habe ich gehört.

Kapitel 10: Tiere

Urs Wälterlin hält eine Schlange am Schwanz. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Urs Wälterlin kann mit Schlangen umgehen. SRF

Wieso sieht man im Outback oftmals keine wilden Tiere? Weil man nicht aufpasst. Tiere gibt es überall, aber man muss genau hinschauen. Denn tagsüber sind vor allem Insekten, Reptilien und Vögel unterwegs. Die grossen Tiere wie Dingos, Kängurus und Wombats sind dämmerungs- oder nachtaktiv. Die besten Chancen, Kängurus zu sehen, hat man am frühen Morgen oder am Abend. Deshalb ist das Autofahren am Abend oder in der Nacht auch so gefährlich. Kängurus lieben es, in letzter Sekunde vors Auto zu hüpfen.

Kapitel 11: Wo Australien am schönsten ist

Daheim. Als Vielreisender, der nicht selten zwei Wochen im Monat unterwegs auf Recherche ist, liebe ich nichts mehr, als zuhause zu sein und auf meinem Land arbeiten zu können, was leider nur allzu selten der Fall ist. Wir wohnen im Paradies – auf einem 132 Hektaren grossen Grundstück, nördlich der Hauptstadt Canberra. Es gibt immer viel Arbeit: Zäune reparieren, den Hühnerstall ausbauen, Holz hacken. Und immer mal wieder stehe ich auf meiner Veranda und geniesse den Ausblick.

Blick von oben: So lebt Urs Wälterlin

Kapitel 12: Ängste

Auf meinem Grundstück leben vier der giftigsten Schlangenarten der Welt. Mit denen kann man aber umgehen. Auch die Kinder. Die wachsen mit der Gefahr auf. Sie wissen: nie durch das hohe Gras rennen.

Feuerbunker. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Zuflucht: Selbstgebauter Feuerbunker. SRF

Meine grosse Angst ist ein Feuersturm. Ich habe gesehen, was passieren kann. Das Bild stammt aus dem Bundesstaat Victoria. Dort starben 2009 173 Menschen in einem Feuersturm. Sowas kann bei uns auch geschehen. Vor ein paar Jahren habe ich mir deshalb einen eigenen Feuerbunker gebaut. Ein Schiffscontainer im Hügel hinter dem Haus. Als Zuflucht, wenn Flucht nicht mehr geht. Hoffentlich brauche ich ihn nie.

Kapitel 13: Reisen in Australien

«  In Australien gibt es praktisch in jedem Kaff einen Zeltplatz. »

Urs Wälterlin
Australien-Korrespondent SRF

Es kommt ganz auf die verfügbare Zeit an. Australien ist ein Kontinent, nicht nur ein Land. Die Distanzen sind enorm. Je weniger man Zeit hat, desto mehr sollte man fliegen. Wer mindestens ein halbes Jahr hat, aber begrenzte finanzielle Mittel, dem rate ich: Kauf Dir ein älteres, aber noch gutes Auto. Fahrzeuge mit 200'000 Kilometern sind hier für wenig Geld zu haben, machen aber mindestens nochmals 200'000. Dann kauf Dir ein kleines Zelt, einen Schlafsack und etwas Kochausrüstung. Dann kanns losgehen! In Australien gibt es praktisch in jedem Kaff einen Zeltplatz. Meist mit rudimentären Kochgelegenheiten oder wenigstens einem Barbeque. So kann man sehr günstig reisen.

Epilog

Urs Wälterlin mit Schweizer-Kappe am Meer. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Urs Wälterlin mit Schweizer-Kappe am Meer. SRF

Jemand hat mich gefragt, ob ich zu Australien eine Hassliebe habe. Auf keinen Fall. Denn hassen tu ich Australien überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil. Australien und ich haben eine leidenschaftliche Beziehung, die manchmal auch turbulent ist. Aber eine Liebe ist es auf jeden Fall. Trotzdem bin ich froh, meinen Schweizer Pass zu haben. Für alle Fälle.