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Abgasschleudern raus aus der Stadt?
Aus Forum vom 28.11.2019.
abspielen. Laufzeit 52:01 Minuten.
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Verbote für Abgasschleudern Sollen Autos raus aus den Städten?

In vielen Städten Deutschlands gibt es Fahrverbotszonen für Abgasschleudern. Auch Genf plant etwas Ähnliches. Braucht es auch in Schweizer Städten eine Beschränkung für Fahrzeuge mit besonders viel Emissionen? Oder werden Autofahrer schon genug schikaniert?

In vielen Städten werden Autos aus der Innenstadt verdrängt. Einerseits durch den schleichenden Abbau von Parkplätzen, andererseits durch Verbote.

Autos werden immer mehr zur Stadt hinausgedrängt. Das ist weder gut fürs Gewerbe, noch bringt es der Umwelt etwas. Ich bin für Anreize statt Verbote.
Autor: Lorenz KnechtAutomobil Club der Schweiz (ACS)

Gewerbe und Bürgerliche bekämpfen die Verdrängung des Autos. Die Grünen argumentieren, für eine gute Lebensqualität brauche es in den Städten Raum zum Flanieren sowie saubere Luft.

Umweltzonen sind ein Schritt in die richtige Richtung. In den Städten wird sich jedoch die Grundhaltung durchsetzen müssen, dass auf ein Privatauto zu verzichten ist. Die Mobilität wird dort zunehmend durch Fuss, Velo und ÖV geprägt sein.
Autor: Ruedi BlumerPräsident Verkehrs-Club der Schweiz (VCS)

Die Stadt Genf macht ernst

Die Stadt Genf macht ab 2020 ihre Innenstadt an Tagen mit besonders schlechten Luftwerten für Abgasschleudern dicht. Das ist eine Premiere in der Schweiz.

Aber auch andere Schweizer Kantone und Städte, wie Tessin, Graubünden, Zürich oder Basel liebäugeln mit «Umweltzonen», wie man sie aus Deutschland und Frankreich kennt. Darin dürfen nur noch «saubere» Autos fahren. Dazu fehlt hierzulande allerdings noch die rechtliche Grundlage.

Schikane oder wirksames Mittel für die Umwelt?

Autofahrern geht das zu weit. Jeder aufgehobene Parkplatz bedeute 200'000 Franken weniger Umsatz fürs lokale Gewerbe, so die Befürchtung. Zudem führten Schikanen wie Fahrverbote oder Einbahnstrassen zu einem Mehrverkehr, weil Autofahrer Umwege nehmen müssten. Oder sie würden ins nahe Ausland oder in die Peripherie ins Einkaufszentrum ausweichen. Damit sei niemandem gedient.

Umweltzonen und Fahrverbote sind für viele Auto- und Motorradfahrer deshalb pure Schikane. Es gehe nicht um Umweltschutz, sondern um Ideologie, lautet die Kritik. Damit wolle der Bund die Bevölkerung umerziehen.

In der Sendung «Forum» auf Radio SRF 1 diskutierten Lorenz Knecht, Direktor der Zürcher Sektion vom Automobil Club der Schweiz (ACS) und Ruedi Blumer, Präsident vom Verkehrs-Club der Schweiz (VCS). Ihre Kommentare flossen in die Diskussion mit ein.

47 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Widmer  (Mawi8)
    Würden nur die Autofahrer unterwegs sein, die ihr Auto auch selber bezahlt haben, also nicht auf Abzahlung, so hätten wir viel weniger Probleme, fast keinen Stau mehr und in den Städten hätte es viel Zuviel Parkplätze.
    Aber nein es wird auf den Autofahrer herumgehackt, die kein neues Fahrzeug z.B. mit Elektroantrieb vermögen!
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  • Kommentar von Eric ADAM  (Eric ADAM)
    Dieser Erneuerungswahn bedeutet die Vernichtung von viel Primärenergie sowie die Förderung des Lithiumabbaus in Bolivien inkl. Zerstörung der einzigartigen Salzwüste Solar de Uyuni!!!
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  • Kommentar von Beat Reuteler  (br)
    Diese Massnahme hat keine Priorität. In unseren Städten ist die Luft bereits besser als sie zwischen 1970 und 2010 je war. Wir sind also ohne besondere Massnahmen auf dem Trend in die richtige Richtung. Es würde deutlich mehr bringen die Oelheizungen für die Städtischen Altbauwohnungen auszuräumen und durch moderne Abgasfreie Wärmetechnische Maschinen zu ersetzen.
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