Wenn zwei das tun, wozu sie berufen sind

Annette Windlin ist Theaterfrau mit klaren Vorstellungen und Beat Wicki entschied sich als 40-Jähriger noch Zahnarzt zu werden. Die beiden Gäste von Anita Richner treffen im «Persönlich» aus Luzern aufeinander.

Porträt der «Persönlich»-Gastgeberin Anita Richner. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: «Persönlich»-Gastgeberin» Anita Richner empfängt ihre Gäste im Hotel Seeburg in Luzern. SRF

Annette Windlin

Annette Windlin auf der Bühne in einer Rolle. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Innerschweizerin in ihrem Stück «Stosszeit». zVg

In der Halle ist es kühl und staubig, man möchte sofort husten. «Zuerst haben alle gesagt: Du spinnst!», gibt Annette Windlin freimütig zu. Aber die stillgelegte Zementfabrik in Brunnen (SZ) hatte es ihr angetan. Sie wollte dort ihre neuste Theaterproduktion aufführen, koste es, was es wolle. Und kosten tat es mehr als alles, was sie bisher gemacht hatte. Aber Annette Windlin gab nicht auf. Sie trieb das Geld auf, und ab Juni in diesem Jahr wurde in der Zementfabrik geprobt. Das Stück «Big Bang» war ein grosser Erfolg.

Annette Windlin ist mit vier Geschwistern in Küssnacht am Rigi aufgewachsen. Seit 1985 arbeitet sie als Schauspielerin, Regisseurin und Theaterpädagogin.

Beat Wicki

Porträt Beat Wicki im Garten. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Vom Lehrer zum Zahnarzt. zVg

Was tut man, wenn man mit 40 genug hat von seinem Beruf? Man geht ins Berufsbildungszentrum und steht dort vor riesigen Regalen mit Ordnern. Zahnarzt! Das war es. «Ich stand vor einer Wand. Aber als Berggänger wusste ich, dass es keine unendliche Steigung gibt», sagt Beat Wicki. So absolvierte er die Maturitätsschule für Erwachsene und studierte anschliessend in Bern Zahnmedizin. Ohne seine Frau Germaine hätte er es nicht geschafft, meint er.

Beat Wicki wird nächstes Jahr an seinem Wohnort Malters (LU) eine Zahnarztpraxis eröffnen. Und auch dann immer mal wieder auf einen richtigen Berg steigen.

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