Zum Inhalt springen
Inhalt

Radio SRF 1 Wie sich Evelyn Binsack am Nordpol vor Eisbären schützt

Evelyn Bisack bricht auf zur dritten Etappe ihrer Nordpol-Expedition. Im Gepäck hat sie zwei Schusswaffen, eine Leuchtpistole, einen Trockenanzug und gehörigen Respekt vor Eisbären. Denn ihre Nahrung könnte die Tiere anlocken.

Legende: Audio «Morgengast»: Evelyn Binsack über ihr Nordpol-Abenteuer (Radio SRF 1, 3.3.2017) abspielen. Laufzeit 05:59 Minuten.
05:59 min, aus Audio SRF 1 vom 03.03.2017.

Der Tod sei immer im Rucksack mit dabei bei einer Expedition wie dieser, sagt Evelyn Binsack. Ganz alleine reist die 50-Jährige am Wochenende zum Nordpol um diesen zu durchqueren. Sie fliegt nach Oslo, reist weiter nach Spitzbergen und dann Richtung Nordpol. Menschenseelenallein.

Eisbär in Camp.
Legende: Eisbär in Sicht Rund 20 Begegnungen mit Eisbären hatten der Schweizer Thomas Ulrich und der Norweger Borge Ousland im Jahr 2007. Keystone

Mit im Gepäck hat sie zwei Schusswaffen, eine Leuchtpistole und einen Trockenanzug. Den Trockenanzug würde sie dann brauchen, wenn sie in eine Wasserspalte im Nordpolarmeer einbrechen würde. Die Schusswaffen sind ihre letzte Option, sollte sie im Nordpol von einem Eisbären bedroht werden. «Mit der Leuchtpistole könnte ich Tiere vertreiben und wenn das nicht gelingt, müsste ich im allerletzten Notfall die Wafffe zur Hand nehmen.»

Nahrung kann Eisbären anlocken

Würde sie auf einen Bären schiessen? Sie habe sich diese Situation einige Male durch den Kopf gehen lassen, sagt Binsack. Schliesslich hat sie aber schiessen gelernt. «Wenn es lebensbedrohend ist, muss man schnell reagieren, dann kann man nicht mehr denken, sondern muss funktionieren», sagt sie.

Eisbären anlocken könnte die Nahrung, die Binsack kochen muss. Bei ihrer Grönland-Expedition vor einigen Jahren habe sie gefriergetrocknete Nahrung gegessen – doch diese habe ihr überhaupt nicht zugesagt. «Diese Nahrung hat soviel Geschmacksverstärker, dass ich nach einem Monat Vanille von Schokolade und eine Erdbeer von einer Banane nicht unterscheiden konnte.»

Auch wenn der Abenteurerin viel an dieser Expedition liegt, würde sie die Reise nicht um jeden Preis durchziehen. «Wenn das Leben auf dem Spiel steht, wenn es lebensbedrohlich wird, dann würde ich abbrechen.» Aber wenn man sich solange auf eine Reise vorbereitet habe und soviel Geld drin stecken würde, sei man mit der Sache wie verheiratet und dann sei der Leidenspegel hoch.

Die Expedition im Nordpol ist die dritte von insgesamt drei Etappen. Mehr zu den ersten beiden Etappen erfahren Sie hier oder in der Linkbox.

Legende: Video Evelyne Binsack: Das nächste Abenteuer beginnt abspielen. Laufzeit 03:08 Minuten.
Aus Glanz & Gloria vom 23.05.2016.

6 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Heiner Zumbrunn (Heiner Zumbrunn)
    Die Eisbären. Die Schauerstories, wie gefährlich sie sein sollen sind gefährlicher wie die Eisbären selbst. Es ist richtig, dass beim kochen in der Wildnis die Düfte des Tuns die Eisbären animiert zu gucken, ob etwas für sie liegen bleibe oder ob man mit dem komischen Ding, das kocht, spielen könnte. Nach vielen Jahren in Spitzbergen erachte ich es als "Spielerei," geladene Waffen als Schutz gegen Eisbären anzusehen. Hilfreich sind die Schreckschusseinrichtungen mit Schwarzbilder-Lichtzauber.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    Solch eine Herausforderung und Leistung auf das mögliche Töten eines Eisbären zu reduzieren ist Boulevard-Journalismus der untersten Schublade. Tiefgaragen-Niveau vom Schlimmsten. Was für Anfänger habt Ihr denn da angestellt?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
    Als ob man diese ohnehin schon gefährdeten Eisbären nicht in Ruhe lassen könnte! Sie könnte doch an den Südpol, wenn sie unbedingt Medienpräsenz haben will und dort kochen was und solange sie wollte, ohne Eisbären anzulocken, die sie dann erschiessen müsste!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen