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«Forum»: Die ganze Sendung zum Nachhören
Aus Forum vom 17.11.2016.
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Radio SRF 1 Wieviele Bergbahnen braucht die Schweiz?

Der Klimawandel führt langfristig auch in der Schweiz zu einer kürzeren Schneesaison. Insbesondere für Skigebiete in mittleren Lagen werde es eng, prognostizieren Klimaforscher. Im «Forum» diskutieren Experten und Hörerinnen und Hörer die Frage, wieviel Wintertourismus die Schweiz überhaupt braucht.

Hier geht es zur Online-Diskussion

Der Klimawandel ist in der Schweiz schon jetzt zu spüren: Gletscher schwinden, die Schneefallgrenze steigt und es kommt häufiger zu extremen Wetterereignissen. Besonders hart wird es den Tourismus treffen.

«95 Prozent Umsatz wird im Winter gemacht»

Für Skigebiete in mittleren Lagen wird es eng, prognostizieren die Klimaforscher. Bis Ende des Jahrhunderts werde sich die Schneesaison um vier bis acht Wochen verkürzen. Zudem werde die Schneefallgrenze um 500 bis 700 Meter höher liegen als heute, erklärte Klimaforscher Reto Knutti von der ETH Zürich. Der Mitautor des ProClim-Berichts prognostiziert schwierige Zeiten für viele Skigebiete in mittleren Lagen, beispielsweise im Berner Oberland.

Der Wintertourismus sei für Graubünden unverzichtbar, sagt Silvio Schmid, Präsident der Bergbahnen Graubünden. 95 Prozent des Umsatzes würden im Winter gemacht. Man müsse in Bahnen und Beschneiungsanlagen investieren, um den Winterbetrieb zu sichern. Wenn die Bergbahn in einem Dorf schliesst, habe das volkswirtschaftliche Konsequenzen.

Es gäbe durchaus Alternativen, meint der Geograph und Alpenforscher Werner Bätzing. Nicht alle Skiorte würden in Zukunft im harten Wettbewerb des Wintertourismus mithalten können, zumal Beschneiungsanlagen enorm teuer seien. Diese Gebiete müssten frühzeitig beginnen, sich auf eine andere Art des Tourismus zu besinnen.

Online-Diskussion

Wieviele Bergbahnen braucht die Schweiz überhaupt? Diese Frage diskutierten im «Forum» Hörerinnen und Hörer mit Experten. Meinungen aus der Online-Diskussion sind ebenfalls in die Live-Sendung eingeflossen.

Die Gäste im «Forum»

  • Werner Bätzing, Geograph und Alpenforscher
  • Reto Knutti, Klimaforscher ETH Zürich
  • Silvio Schmid, Präsident Bergbahnen Graubünden und CEO Andermatt-Sedrun Sport AG

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36 Kommentare

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  • Kommentar von Gisela Schärer  (GS)
    Der Kommentar: "wir müssen wirtschaftlicher werden / Ausbau / Wachstum" etc. etc. wird spätestens dann hinfällig, wenn unsere Welt komplett kaputt ist. Dann nützt Wachstum niemandem mehr etwas… Ich möchte daran erinnern, dass wir nur eine Erde haben und wir auf dem traurigen Weg dahin sind, sie zu zerstören.
  • Kommentar von Stephan Wildisen  (StephanW)
    Teil 4: 7) Die Tourismus-Organisationen sollten endlich brauchbare Web-Seiten aufbauen, nicht einfach ein flashy Fotoalbum, sondern Anfahrtswege, Parkiermöglichkeiten, Billetpreise, Öffnungszeiten des lokalen Gewerbes etc. Wenn ich mal in ein unbekanntes Gebiet gehe möchte habe ich noch nie brauchbare Information im Internet gefunden, und musste vorher mühsam rausfinden wo man eventuell anrufen kann um konkrete Auskünfte zu erhalten.
  • Kommentar von Stephan Wildisen  (StephanW)
    Teil 3: 5) Die immer krasseren Sicherheitsvorschriften sind ein Haupt-Kostentreiber, hier sollte national dagegen vorgegangen werden. Es gab früher nicht mehr technische Unfälle als heute. 6) Alle Klugscheisser mit ihren "Diversifikations-Ideen" sollten lieber selber mal was auf die Beine stellen als mit einem überhöhten Staats- oder Verbandslohn ohne jegliches Risiko und Verantwortung ihren Piss preiszugeben.