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Eine Infografik über US-Expats in der Schweiz
Legende: SRF
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Zahlen & Fakten Was wir über US-Expats in der Schweiz wissen

Wenn die USA am 3. November einen neuen Präsidenten wählen, können sich Millionen von Amerikanern und Amerikanerinnen im Ausland beteiligen. Auch in der Schweiz leben tausende Menschen, die aufgrund ihres US-Passes mitbestimmen dürfen. Was weiss man über sie?

Rund 9 Millionen Auslandamerikanerinnen und Auslandamerikaner leben rund um den Globus. Würden sie einen eigenen US-Bundesstaat bilden, dann wäre dieser etwa so gross wie New Jersey, der bevölkerungsmässig elftgrösste Bundestaat der USA. Im Gegensatz zu anderen Ländern führen die USA aber keine Statistik über die Zahl ihrer Bürger im Ausland. Dementsprechend wenig weiss man über sie.

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Fünf US-Expats im Portrait
13:18 min, aus Audio SRF 1 vom 21.10.2020.
abspielen. Laufzeit 13:18 Minuten.

In der Schweiz sieht die Informationslage anders aus. Laut US-Botschaft in Bern leben hierzulande rund 35'000 Personen mit US-Pass. Das Bundesamt für Statistik hat Ende 2018 knapp 19'500 US-Expats gezählt, hinzu kommen fast 15'000 Doppelbürger – also Menschen mit einem US-Pass und einem Schweizer Pass.

Eine relativ kleine Ausländergruppe

Die 35'000 Menschen mit US-Pass machen gerade mal 0,4 Prozent der gesamten Bevölkerung in der Schweiz aus. Und die 19'500 US-Expats ohne Schweizer Pass stellen nur eine kleine Gruppe innerhalb der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung in der Schweiz dar.

Eine Infografik über US-Expats in der Schweiz
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Den knapp 19'500 US-Expats stehen zum Beispiel über 321'000 Personen aus Italien – die grösste Ausländergruppe der Schweiz – gegenüber.

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Wenig Expats im Seniorenalter

70 Prozent der US-Expats in der Schweiz sind im erwerbsfähigen Alter. Das ist ein deutlicher Unterschied im Vergleich mit Schweizerinnen und Schweizern, bei denen dieser Anteil unter 60 Prozent liegt. Zudem leben vergleichsweise wenig US-Expats im Seniorenalter in der Schweiz.

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Hervorragend ausgebildet

US-Expats in der Schweiz sind in der Regel hochqualifiziert. In einem Bericht hat das Bundesamt für Statistik 2019 geschätzt, dass mehr als 80 Prozent der Personen aus Kanada und den Vereinigten Staaten, welche in der Schweiz leben, eine Ausbildung auf tertiärer Stufe (Universität oder Fachhochschule) absolviert haben. Der Anteil ist fast doppelt so hoch wie in der gesamten Bevölkerung in der Schweiz.

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Hotspots Zürich und Genf

Am häufigsten sind US-Expats in den Kantonen Zürich (Ende 2018: knapp 4'900) und Genf (Ende 2018: knapp 4'100) anzutreffen. In diesen Kantonen sind viele internationale Konzerne oder Organisationen angesiedelt. Bis 2013 war ihre Zahl im Kanton Genf höher, seit 2014 liegt der Kanton Zürich vorne.

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Tiefe Beteiligung bei Wahlen in den USA

Über das Wahlverhalten von Auslandamerikanerinnen und Auslandamerikanern gibt es nur wenige Informationen. Das hat damit zu tun, dass aufgrund des Wahlsystems, bei dem sich Wähler zuerst registrieren müssen, die Zahl der Wahlberechtigten in den USA nur geschätzt wird.

Die wenigen Analysen zur Wahlbeteiligung der Expats stammen vom Federal Voting Assistance Program und zeigen, dass die Wahlbeteiligung der Expats massiv tiefer ist als diejenige von US-Bürgern in den USA. Das gilt sowohl für die Präsidentschaftswahl 2016 wie auch für die Zwischenwahlen («Midterms») 2018.

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Radio SRF 1, Freitag 23. Oktober 16:40 Uhr, Wochenserie vor den US-Wahlen

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Richard Liu  (richard-liu)
    "Wenig Expats im Seniorenalter". Kann es sein, dass diejenigen, die sich in der Schweiz pensionieren lassen, hier bleiben und ihre US-Staatsbürgerschaft (etwa um keine US-Steuern mehr bezahlen zu müssen) aufgeben, und somit keine Expats mehr sind und von diesen Statistiken nicht mehr berücksichtigt werden?
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  • Kommentar von Peter Zuber  (Hä nuuh)
    Schon mal untersucht dass eine normale Universität in den USA etwa einer erweiterten Sekundarschulbildung (mit BM) entspricht? Äpfel mit Eiern vergleichen ist nicht zielführend.
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    1. Antwort von Max Wyss  (Pdfguru)
      Das ist nicht einmal relevant. Tatsache ist, dass US-Firmen nicht Hilfskräfte ins Ausland schicken, sondern mittleres und höheres Kader… und Voraussetzung hierfür ist eine bessere Ausbildung.
    2. Antwort von Richard Liu  (richard-liu)
      Schon mal überlegt, dass solche wohl in den Staaten bleiben, von ihren Firmen nicht in die Schweiz geschickt werden, bzw. von Schweizer und in der Schweiz tätigen internationalen Firmen nicht angestellt werden, gerade weil, wie Sie sagen, Abschluss nicht gleich Abschluss ist?
  • Kommentar von Peter M Haller  (Peter M Haller)
    Wie ich meine Wohnung in den Florida Keys verkaufte, nahm ich mir einen Steueranwalt und überwies 10% der Verkaufssumme auf ein Steuerkonto des IRS. Über Jahre erhielt ich laufend Rechnungen über 7500 USD, gefolgt von Mahnungen, Drohung der Beschlagnahme meines US Vermögens. Mein Rechtsanwalt und meine amerikanischen Freunde rieten mir, alles zu vergessen. Im Web fand ich den IRS Ombudsmann. Innert 4 Wochen erhielt ich den Restsaldo zurück. IRS hatte einfach mein Sperrkonto «vergessen»!
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