«Zu meiner Zeit war es einfacher, ein guter Bundesrat zu sein»

Der Bundesrat ist neu gewählt. Doch was erwarten wir eigentlich von einem Magistraten? Was macht einen guten Bundesrat aus? Genügt die Zugehörigkeit zur richtigen Partei – oder zählen vielmehr Volksnähe, Dossierfestigkeit und Persönlichkeit? Im «Forum» diskutierten Hörerinnen und Hörer mit Gästen.

Die Gäste in der Sendung

Ein Bundesrat sei «eine Visitenkarte für die Schweiz», heisst es vielerorts. Doch was unterscheidet eigentlich einen guten von einem schlechten Magistraten?

Für die aktuelle Wahl stand vor allem das Parteibuch der Kandidaten im Vordergrund. Welche Kompetenzen ein Politiker für dieses Amt mitbringen muss, ist beim Bund nirgendwo vorgegeben.

Prüfung wie bei Kaderpersonen?

Diverse Kritiker monieren, dass man angehende Bundesräte genauso wie auch Kaderpersonen von Grossfirmen vor der Wahl einer eingehenden Prüfung unterziehen sollte. Führungskompetenz, Persönlichkeit und strategisches Denkvermögen sollten eingehend getestet werden. Und auch, ob die Person ins bestehende Gremium passt. Dies könnte Fehlbesetzungen im Bundesrat verhindern.

Die Experten im «Forum»

In der Sendung «Forum» auf Radio SRF 1 diskutierten Hörerinnen und Hörer mit Experten darüber, was einen guten Bundesrat ausmacht.

  • Adolf Ogi, alt Bundesrat SVP
  • Hans-Jürg Fehr, alt Nationalrat und ehemaliger Präsident SP Schweiz
  • Franz Steinegger, alt Nationalrat und ehemaliger Präsident FDP Schweiz
  • Philipp Burkhardt, Leiter SRF-Bundeshausredaktion
  • Philippe Hertig, Personalberater und Partner bei Egon Zehnder International Zürich

Online-Diskussion: Volkswille und Kollegialität

In der Online-Diskussion standen zwei Punkte im Vordergrund: der Volkswille und die Kollegialität. Ein guter Bundesrat respektiere den Willen des Volkes und setze diesen um. Er setze das Gesamtwohl über parteiliche Interessen. Ausserdem nehme er das Kollegialitätsprinzip ernst und sei bereit, mit seinen Amtskollegen konstruktiv zusammenzuarbeiten.

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