Zwei die gerne anpacken: Virginie Borel und Matthias Remund

Sie sind zwei Familienmenschen und Macher: Virginie Borel führt das Forum für Zweisprachigkeit in Biel, Matthias Remund ist Direktor des Bundesamts für Sport in Magglingen. Beide packen sie gerne neue Sachen an. Am 17. August waren sie zu Gast bei Anita Richner im «Persönlich» am End der Welt.

Virginie Borel

Porträt von Virginie Borel. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Virginie Borel zvg

Deutschschweizer und Romands, Deutsch und Französisch: Dass das einfach zusammengehen muss, ist für Virginie Borel keine Frage. Das Thema beschäftigt sie seit ihrer Jugend.

Sie erzählt von ihrer Zeit als Gymnasiastin in Biel. Deutschschweizer und Welsche, das waren damals noch zwei Welten. Man ging auch nicht in die gleiche Schule. Die Deutschschweizer habe es irgendwie gar nicht gegeben, sagt sie. Seit 1998 ist Biel offiziell zweisprachig.

Virginie Borel studierte in Neuenburg und Paris und arbeitete anschliessend als Journalistin. Sie lacht und erinnert sich daran, wie sie als Praktikantin deutsche Texte ins Französische übersetzen sollte und über «Pruntrut» stolperte. Was das wohl hiess?

Später zog es Virginie Borel in die Kommunikation: Sie arbeitete auf der südafrikanischen Botschaft in Bern und an der Universität Neuenburg. Heute leitet Virginie Borel das Forum für Zweisprachigkeit in Biel. Mit ihrem Mann und den beiden Kindern lebt sie in La Neuveville, 500 Meter von der Sprachgrenze entfernt.

Matthias Remund

Porträt von Matthias Remund. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Matthias Remund zvg

Bewegung ist wie das Atmen: Es geht einfach nicht ohne. «Ich war ein zappeliges Kind», erzählt Matthias Remund. Wenn uns Kindern daheim das Dach auf den Kopf zu fallen drohte, dann fuhren die Eltern mit uns nach Magglingen. «Zum Auslüften», lacht er.

Und genau dort oben in Magglingen wirkt er jetzt seit neun Jahren als Direktor des Bundesamts für Sport. Dass ihm die Arbeit Freude macht, spürt man. Sport sei ihm immer wichtig gewesen. Zuhause habe es damals allerdings geheissen: «Jetzt erlernst du zuerst einmal ein Instrument.» Erst ab der sechsten Klasse durfte er in den Turnverein.

Später studierte Matthias Remund Jus. «Das Schöne am Studium war es, Zeit für den Sport zu haben», sagt er. Matthias Remund war als Langläufer im Spitzensport aktiv, später amtete er als Trainer und Funktionär in verschiedenen Bereichen des Sports. Und das Sportgen hat sich offensichtlich vererbt: Von seinen sechs Kindern sind drei Spitzensportler.

Matthias Remunds Berufskarriere führte ihn aber auch in die Wirtschaft: Er hatte unter anderem Führungsfunktionen bei der Swisscom und bei der Billag.

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