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Radio SRF 1 Zweite Röhre am Gotthard: ja oder nein?

Am 28. Februar stimmen wir darüber ab, ob zur Sanierung des Gotthard-Strassentunnels eine zweite Röhre gebaut werden soll. Was spricht dafür, was dagegen? In der Live-Sendung «Forum» diskutierten im Verkehrshaus Luzern Gäste und Hörerinnen und Hörer.

Legende: Audio «Forum» Gotthard: Die ganze Sendung zum Nachhören abspielen. Laufzeit 25:14 Minuten.
25:14 min, aus Forum vom 11.02.2016.

Einerseits werde die Fahrt durch den Gotthard mit einem zweiten Tunnel sicherer. Andererseits bleibe das Tessin durchgehend mit der Deutschschweiz verbunden. Das sind die Hauptargumente, die den Bundesrat und das Parlament dazu bewogen haben, sich für die Sanierungsvariante mit einer zweiten Tunnelröhre auszusprechen.

Porträt von Filippo Lombardi.
Legende: Filippo Lombardi CVP-Ständerat, TI. Keystone
Ohne Sanierungs-Tunnel wäre das Tessin drei Jahre von der Deutschschweiz abgeschnitten. Das wäre schlecht für die Tessiner Wirtschaft.

Die Alpeninitiative, linke Kreise und einige bürgerliche Politiker sind jedoch anderer Meinung. Sie haben das Referendum ergriffen. Dass die beiden Tunnel – wie vorgesehen – nur je einspurig befahren würden, halten die Gegner der zweiten Röhre für nicht glaubwürdig. Sobald der Druck auf der Strasse steige, sei es politisch kaum anders möglich, als beide Spuren freizugeben. Damit würde der Alpenschutz und die vom Volk beschlossene Verlagerung der Güter auf die Schiene untergraben.

Portrtät von Markus Züst.
Legende: Markus Züst Regierungsrat URI, SP. Keystone
Das Tessin würde noch stärker unter den Abgasen leiden – die zweite Röhre untergräbt den Alpenschutz.

Ist der Sanierungs-Tunnel die beste Lösung?

In der Diskussion um die Vorlage werden technische Fragen zunehmend wichtig: Jetzt ist klar, dass der bestehende Tunnel mit einer kleinen Sanierung bis 2035 weiterbetrieben werden kann. Lohnt es sich also, noch zuzuwarten und genauer abzuklären, ob sich mit neuster Technik eine effizientere und günstigere Sanierungsvariante finden lässt? Oder hat die bisherige Prüfung der vielen Varianten bereits jetzt gezeigt, dass der Sanierungs-Tunnel die beste Lösung ist?

«Forum»: Diskutieren Sie mit

In der Sendung «Forum» diskutierten im Verkehrshaus Luzern Befürworter und Gegner der zweiten Gotthardröhre. Hörerinnen und Hörer waren live vor Ort oder schalteten sich per Online-Kommentar-Funktion in die Diskussion ein.

Die Gäste in der Sendung

Befürworter
Gegner
Filippo Lombardi, CVP-Ständerat, TIMarkus Züst, SP-Regierungsrat, UR
Jürg Röthlisberger, Direktor Bundesamt für Strassen ASTRA
Ruedi Sturzenegger, Verkehrsexperte, ehemals Direktor Betrieb SBB
Ruedi Greuter, LastwagenfahrerPia Tresch, Autofahrerin, Mitglied Alpeninitiative

151 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Hefti, 8462 Rheinau
    Wir bauen die zweite Röhre nur für das ausländische Lastwagenkartell welches in den Händen von Osteuropäer liegt, und für Hungerlöhne auf den Strassen herum kurven. Die Löhne im Transportgewerbe entwickeln sich eh nur noch nach unten. Und dafür Geld auszugeben ist mir zu schade. Ich bin noch nie in der Kolonne gestanden wenn ich ins Tessin gefahren bin, die letzten drei, vier Wochen, waren überhaupt kein Problem. Besser dieses Geld in die Region Zürich Winterthur investieren.
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  • Kommentar von Rudolf Bartlome, Fläsch
    Als Anwohner an der A13 darf man nicht nein stimmen,weil ein Mehrverkehr Richtung San Bernardino für uns mehr Fahrzeuge, Lärm und Schadstoffe bringt. Beim Gotthard wird jetzt nur von der Sicherheit gesprochen.Wie sieht es aber auf der Strecke Thusis -Roveredo aus? Die Strecke ist sehr gefährlich.Die Unfallzahlen beweisen es. Warum wird diese Route in Bezug auf Sicherheit nicht saniert? Es fanden Gespräche mit Regierungsratsmitgliedern und ASTRA statt, aber gemacht wird meiner Meinung nach nichts
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  • Kommentar von Hansruedi Loretz, 4144 Arlesheim
    Liebe Diskutierende. Das schlimmste, wo ich finde wäre: Wenn verladen würde, aber im neuen Tunnel, technisch, oder ein Unfall passieren würde, oben aber der alte Tunnel voll ausgelastet ist durch Verlad, das würde eine Katastrophe geben, darum unbedingt ein Ja Gruss H. LOretz
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