«Radio was my first love», sagt Damian Betschart. Doch als kleiner Junge wäre er lieber auf der Bühne gestanden und hätte die Massen begeistert – mit seinen Idolen von den Guns N' Roses.
Verpasste Traumrollen und geplatzte Träume
Erste Bühnenluft schnuppert Damian Betschart allerdings nicht als Sänger, sondern im Theater: Als Siebenjähriger spricht er für die Rolle des Josef in einem Krippenspiel vor – und darf letztlich einen Baum spielen. Ein Jahr später folgt ein erneuter Versuch und der kometenhafte Aufstieg. Die ergatterte Rolle: Schaf Nummer drei.
Schrauben statt Mikrofon
Die Schauspielkarriere scheint in weite Ferne gerückt und der Traum von einem Duett mit Axl Rose geplatzt.
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Bild 1 von 7. Damian Betschart wuchs im Kanton Schwyz auf. Bildquelle: ZVG.
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Bild 2 von 7. Kleiner Junge – grosse Träume. Schon als Kind lockte ihn das Rampenlicht. Bildquelle: ZVG.
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Bild 3 von 7. Kopfhörer auf, Mikro an: Mit 24 Jahren legte Damian den Grundstein für seine Radiokarriere. Bildquelle: ZVG.
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Bild 4 von 7. Auch vor der Kamera fühlt sich Damian ganz im Element – und wenn die «Bösen» sich am Schwingfest im Sägemehl messen erst recht. Bildquelle: ZVG.
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Bild 5 von 7. Sonnenschein, Schnee und Gipfelglück – im Winter geht es ab auf die Piste. Natürlich in den Zentralschweizer Alpen. Bildquelle: ZVG.
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Bild 6 von 7. An der Luzerner Fasnacht setzt er sich gerne in Szene – wie hier mit Tokio Hotel-Vibes als Bill Kaulitz – Glitzerdress und Kunstfellmantel inklusive. Bildquelle: ZVG.
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Bild 7 von 7. Damian spielt fast jede Woche Tennis oder Padel. Bildquelle: ZVG.
«Wie es sich gehört», absolviert Damian eine kaufmännische Lehre und handelte einige Jahre mit Schrauben. Doch die Faszination für den Auftritt vor grossem Publikum bleibt. Mit 24 Jahren wird Betschart von Radio-Pionier Roger Schawinski entdeckt und gefördert. Es folgen Jahre bei verschiedenen Radio- und TV-Stationen, unter anderem als Morgenshow-Host bei Radio Pilatus.
Radio ist einfach echt. Kein anderes Medium schafft es, so nahe bei seinem Publikum zu sein
Auch im Fernsehen etabliert sich Damian Betschart als sympathischer Gastgeber. Bei Tele 1 moderiert er die Sendung «Unterwegs», präsentiert Spezialsendungen zur Luzerner Fasnacht oder zu Schwingfesten.
Die Liebe zum Radio lässt ihn jedoch nie los. «Radio ist für mich einfach echt», schwärmt Betschart. «Kein anderes Medium schafft es, so nah am Publikum zu sein. Man sitzt mit den Menschen am Mittagstisch, begleitet sie beim Sport und hält ihnen manchmal sogar auf der Toilette Händchen. Das ist es, was ich als Radio-Moderator so liebe.»
Sportbegeisterte Frohnatur
Wenn er nicht gerade hinter einem Radiomikrofon sitzt oder auf einer Bühne steht, ist Damian Betschart oft auf dem Tennisplatz oder bei einem Schwingfest anzutreffen. Er liebt die Luzerner Fasnacht und ist gerne in den Bergen – im Sommer wie im Winter. Ob auf Langlaufskiern oder auf der Piste: Die Frohnatur bevorzugt dabei sonnige Tage unter der Woche, wenn weniger Publikum unterwegs ist.
Auf viel Publikum freut er sich dafür bei Radio SRF 1: «Zu wissen, dass es Menschen gibt, die interessiert und aktiv zuhören und sich auch gerne miteinbringen, macht diesen Job noch viel mehr zu einem Traumjob».