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Kunst im öffentlichen Raum Ist dies Kunst? Oder kann das weg?

Ist dies Kunst? Oder kann das weg? Diese Frage wird oft im Zusammenhang mit Kunst im öffentlichen Raum gestellt. Kaum ist ein Kunstwerk in der Öffentlichkeit aufgestellt, löst es in der Regel viele Kontroversen aus. Doch mit den Jahren arrangieren sich die meisten Anwohnerinnen und Anwohner mit den Kunstwerken, ja lieben sie sogar und sind stolz darauf.

In unserer Sommerserie reisen wir quer durch die Deutschschweiz, besuchen Orte, wo Kunst im öffentlichen Raum für Schlagzeilen sorgte, in der Vergangenheit und heute. Wir stellen bekannte und weniger bekannte Kunstwerke vor und zeigen deren Geschichte auf.

St. Gallen: Wand für Sprayer

Ist das Kunst oder kann das weg? Nirgendwo wird diese Frage so oft gestellt wie bei Graffities auf Hausfassaden und Wänden. Viele Städte stellen schon seit einigen Jahren legale Wände für Graffities zur Verfügung. Die jüngste Wand steht in St. Gallen.

Bern: Meret-Oppenheim-Brunnen

Nicht immer ist die ganz grosse Liebe auch eine Liebe auf den ersten Blick. Das ist auch in der Kunst so. Der Meret Oppenheim Brunnen in Bern, 1983 aufgestellt, wurde von den Bernerinnen und Bern einst heiss und innig gehasst. Heute liebt die Stadt ihren wilden Brunnen.

Baden: der «Stack»

In der Stadt Baden sorgte der «Stack», ein Stapel aus Gummi-Matten, des Künstlers Kilian Rüthemann für viel Ärger. Die Säule aus aufgetürmten Gummimatten stand plötzlich da. Die Stadtbewohner fühlten sich überrumpelt. Die Stadt Baden organisierte darum wenige Monate später eine öffentliche Diskussion über Sinn und Zweck der Kunst im öffentlichen Raum.

Biel: Schweizerische Plastikausstellung

Zuviel Kunst im öffentlichen Raum kann auch störend wirken. Die Stadt Biel hat damit reiche Erfahrung. Seit 1954 findet hier die Schweizerische Plastikausstellung statt. Regelmässig kauft die Stadt dabei grosse Werke an. Wie bringt man die alle unter?

Zürich: Nana, Schutzengel für Reisende

Die Nana, der Schutzengel von Niki de Saint Phalle, schwebt von der Decke der grossen Bahnhofshalle in Zürich und ist der Blickfang für Touristen. Heute ist er nicht mehr wegzudenken. Doch vor 22 Jahren war das noch ganz anders.

Basel: «Lieudit: Heuwaage»

Die Plastik «Lieudit: Heuwaage» des verstorbenen Künstlers Michael Grossert ist gross, dreitilig und bunt. Sie seht an einem Ort, an dem man in Basel für gewöhnlich vorbei geht oder mit einem der vielen Trämmli oder seinem Fahrzeug vorbei fährt. Und doch, auf dieser Plastik sieht man hie und da Kinder herumklettern oder Gäste des benachbarten Pubs setzen sich drauf und geniessen ihr Bier. Doch so friedlich stand es nicht immer um das Werk.

Luzern: Bienenalphabet

Vor dem neuen Luzerner Stadtarchiv steht das «Bienenalphabet», eine Art Wohnblock für Bienen. Diese Skulptur aus roten Ziegelsteinen mit grünem Wellblechdach ist ein Kunstwerk des Zürcher Künstlers Sabian Baumann. Doch es gefällt vielen Luzernerinnen und Luzernern nicht.

Ormalingen (BL): «Die Zigeunerin»

Im beschaulichen Ormalingen war es im Sommer vor zwei Jahren vorbei mit der Ruhe. Grund war das grosse Sgraffito «Die Zigeunerin». Der Künstler Walter Eglin kratzte das Bild 1964 unter den Giebel in den noch frischen, weichen Putz der damals neuen Turnhalle. Das Werk wäre beinahe verschwunden, zusammen mit der alten Turnhalle, die vor zwei Jahren vor dem Abriss stand, wäre da nicht Toni Eglin eingeschritten.

Interlaken, Polo-Hofer-Denkmal

Der Amman-Hofer-Platz in Interlaken: eine Swisscom-Filiale, ein Trekking-Ausstatter, das Kunsthaus Interlaken. Und: Klaviertasten aus Stein. So gross, dass man darauf herumgehen kann. Sieben weisse, fünf schwarze. Eine Oktave.

Grenchen (SO): Peter Travaglini

Seine Werke kennt man, sein Name indes ist nicht jeder und jedem bekannt: Peter Travaglini schuf in den 1960er und 1970er Jahren zahlreiche Werke im öffentlichen Raum, in allen Städten und allen Regionen der Schweiz. Besonders viele Arbeiten des 2015 verstorbenen Bildhauers befinden sich im Kanton Solothurn.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Brand  (tomcomm)
    Den Schutzengel von Niki de Saint Phalle in ZH finde ich künstlerisch sehr gelungen. Schlauerweise hat man diesen Engel nicht ins Zentrum der Halle gestellt. Beim Brunnen in BE hingegen muss man leider von einer Verunstaltung des Platzes sprechen.
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  • Kommentar von Thomas Brand  (tomcomm)
    Meret-Oppenheim-Brunnen, "Heute liebt die Stadt ihren wilden Brunnen", ach ja? Es ist schlicht ein Unding. Kunst muss polarisieren, insofern Ziel erreicht. Siehe auch Hirschorn Installation in Biel, praktisch eine Verarschung von Walser. Ziel erreicht. Dumm nur, dass die Öffentlichkeit i.d.R. nichts dazu zu sagen hat aber bezahlen darf. Ziel erreicht!
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  • Kommentar von Tobias Vetter  (ToVe)
    Kunst ist spätestens dann nichts mehr Wert, wenn man sie nur versteht wenn man auch Kunst studiert hat. Oftmals Fragt man sich nur: "Was soll das?". Und dann ist diese "Kunst" für den Durchschnittsbürger unerschlossen und Steuergelder haben dann erst recht nichts darin verloren.
    Es gibt aber durchaus Kunst, die wirklich originell sind und wo sichtlich Ideeenreichtum und Arbeit drinsteckt. Die einem auch so gefallen kann, ob jetzt mit oder ohne tiefere Bedeutung. Aber das gibts leider selten.
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