Prix Pathé 2010 für DRS 2-Filmredaktor Michael Sennhauser

Die ersten Preisträger der 45. Solothurner Filmtage sind bekannt: Ausgezeichnet wurde unter anderem DRS 2-Filmredaktor Michael Sennhauser für seine Kritik des Films «Maman est chez le coiffeur» von Léa Pool.

DRS 2-Filmexperte Michael Sennhauser erhält den mit 10 000 Franken dotierten Prix Pathé, der im Vorfeld der 45. Solothurner Filmtagen vergeben wird. Überzeugt hat er die Jury mit seinem «DRS2aktuell»-Beitrag zum Film «Maman est chez le coiffeur» von Léa Pool. Er bündle Informationen zum Filminhalt, Regisseurin und internationalem Produktionshintergrund und verbindet diese geschickt mit akustischen Filmausschnittn, die der Stimmung des Films entsprechen, hiess es in der Laudatio.

Porträt des DRS 2-Filmredaktors Michael Sennhauser. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Preisträger des Prix Pathé 2010: Michael Sennhauser. SRF

Mit diesem Preis ist Sennhauser der erste Preisträger der neuen Kategorie «elektronische Medien». Bislang wurde der Prix Pathé nur innerhalb der Kategorie «Printmedien» verliehen, heuer aber um eine zweite Sparte erweitert. Dieser zusätzliche Preis geht an die beste Filmkritik eines aktuellen Schweizer Films in einem elektronischen Medium.

Nebst dem Radiomann Sennhauser ging der Prix Pathé an den Journalisten Christoph Egger. Er konnte die Jury mit seiner Rezension «Ein kurzer Sommer der Anarchie» (NZZ, 19. Februar 2009) über den Film «Home» von Ursula Meier für sich gewinnen.

Ehrenpreise für zwei Kameramänner

Der Image Composer Patrick Lindenmaier und der Kameramann Carlo Varini werden mit Anerkennungspreisen geehrt. Der Anerkennungspreis der Gemeinde Lohn-Ammannsegg (Filmtechnikerpreis) geht an Patrick Lindenmaier. Er entwickelte in den 1990er Jahren ein Verfahren zum Transfer von digitalen Bilddaten auf Zelluloid. Mit diesem hat er bis heute über 300 Filmen auf die Leinwand verholfen.

Den Ehrenpreis der Gemeinden im Wasseramt erhält der in Paris lebende Carlo Varini für seine langjährigen Verdienste im Schweizer Film. Der international tätige «Chef-Opérateur» führte zuletzt in Séverine Cornamusaz' «Coeur animal» (2009) die Kamera.