Albumcheck: Ariana Grande «Dangerous Woman»

Wegen ihres Stimmumfangs von vier Oktaven wird die amerikanische Sängerin Ariana Grande gerne mit der grossen Pop-Diva Mariah Carey verglichen. Grandes erste beiden Alben holten in den USA jeweils Platinstatus. Nun ist ihr drittes Album «Dangerous Woman» erschienen. Wir sagen euch wie es klingt.

Albumcheck: Ariana Grande «Dangerous Woman»

Was hat das Album zu bieten?
«Dangerous Woman» ist auf höchstem Niveau produziert mit zahlreichen Featurings, aber ohne Ecken und Kanten.
Hat Ariana Grande irgendwelche Überraschungen auf Lager?
Absolut, die Scheibe ist abwechslungsreicher gedacht. Klar, die netten Pop-Songs und souligen Balladen gibts auch. Überraschend sind Tracks wie die Reggae/Dubstep-Nummer «Side To Side» mit Nicki Minaj oder «Everyday» mit Future. Future ist momentan einer der angesagtesten Trap-Acts.
Was ist der grösste Kritikpunkt am neuen Album?
Grande klingt kontrolliert und emotionslos. Das Handwerk ist zwar top, die Leidenschaft not. Deshalb geht das neue Album nicht unter die Haut. Vom gewaltigen Stimmumfang der 22-Jährigen ist auf «Dangerous Woman» wenig zu hören.
Einheitsbrei oder Meilenstein?
Das Album sticht nicht aus der Masse heraus. Grund: Ariana Grande hat keine markante Stimme wie eine Adele oder Beyoncé, die man aus tausenden heraus erkennt. Keine Stimme, die dieses Album einzigartig machen würde. Wir wagen die These aufzustellen: Wenn eine der anderen Nachwuchssängerinnen wie Meghan Trainor, Selena Gomez oder Camilla Cabello dieses Album eingesungen hätte, man würde keinen Unterschied merken. Es sind alles sehr gute Sängerinne, keine Frage. Sie klingen aber alle sehr ähnlich und sind deshalb austauschbar.
Was ist das Fazit zu «Dangerous Woman»?
Nett, aber austauschbar.
Wer sollte sich das Album kaufen?
Ariana-Grande-Fans werden so oder so zugreifen. Auch Liebhaber von moderner Popmusik machen nichts falsch mit diesem Album. «Dangerous Woman» ist aber auch etwas für Leute, die gerne in Kontakt mit neuen zeitgenössischen Musikstilen kommen (wie beispielsweise Trap) ohne allzu steil einzusteigen. Für die hat das neue Album von Ariana Grande ein paar interessante Müsterchen parat.
Anspieltipps:
«Thinking Bout You», «Side To Side», «Everyday», «Let Me Love You»